Weiter geht’s heute auf unserem Blog mit Lieblingsprojekt Nummer 2 unseres amtierenden Handwerkers des Monats, Hans-Jürgen Bulter aus dem nordrhein-westfälischen Dülmen. Das erste Lieblingsprojekt von ihm haben wir Euch hier bereits vorgestellt. Hier gibt ein ausführliches Interview mit Handwerksmeister Bulter.
Meister Bulters zweites Lieblingsprojekt ist ein Einfamilienhaus in 48624 Schöppingen. Bewohnt wird es von der Familie Lorenz, insgesamt leben drei Personen in dem Haushalt. Die zu beheizende Fläche per Gas und Solarthermie beträgt 140 Quadratmeter.
Familie Lorenz heizte bislang mit Öl. Sie wünschte sich für die Zukunft jedoch mehr Unabhängigkeit von dem fossilen Rohstoff. Eine Umstellung des Brennstoffs, von Öl auf Gas, inklusive einer entsprechenden Heizungsmodernisierung war in den Augen der Lorenzens das passende Rezept dafür. “Ich wollte eine effiziente Anlage mit höchstem Wirkungsgrad”, sagt Hausherr Kai Lorenz.
Mit den Modernisierungsmaßnahmen wurde unser Handwerker des Monats mit seinem Meisterbetrieb beauftragt. Dem ging eine lange Suche nach einem Heizungsbauer voraus. Über die Internetseite von Bulter Solar sei er dann auf den Betrieb unseres Handwerkers des Monats gestoßen. Nach einem Besuch einer Info-Veranstaltung, die die Bulter GmbH regelmäßig veranstaltet, hatte Kai Lorenz seinen Handwerker gefunden und erteilte sofort den Auftrag.
Vorher: Öl, nachher: Gas und Solarthermie
Die alte Ölheizung wurde mit einer Gasheizung mit Brennwerttechnik ersetzt. Die Wahl des Kunden fiel hier auf eine Gastherme Modula NT von Paradigma. Aufs Dach ließen die Lorenzens sich Solarthermie-Kollektoren des Typs Aqua Plasma von Paradigma setzen. Die Bruttokollektor-Fläche beträgt 15,03 Quadratmeter. Von diesen wird ein Jahresertrag von rund 5.000 Kilowattstunden erwartet. Als weitere Komponente neben Gas und Solarthermie kommt ein Pufferspeicher EXPRESSO zum Einsatz, ebenfalls aus dem Hause Paradigma.
Vergleich: Vorher-nachher-Verbrauch
24.000 Kilowattstunen betrug er bisherige Brennstoffverbrauch der Familie Lorenzen. Dank moderner Gastherme und Solarthermie hat sich der Bedarf glatt halbiert! Die 12.000 Kilowattstunden schlagen deutlich weniger zu Buche. Kai Lorenz ist rundum zufrieden: “Meine Erwartungen an Beratung, Ausführung der Modernisierung, Funktion und Ertrag wurden voll erfüllt!”
Das Projekt 2 des Monats im Überblick:
Projekt 2 des Monats Februar 2016 - Einfamilienhaus in Schöppingen
Anlagengröße: | 3 Kollektoren á 5,01 Quadratmeter: 15,03 Quadratmeter | Maximaler Kollektorertrag laut Solar Keymark Würzburg 50°: 3.312 kWh/Kollektor |
Kollektoren | Aqua Plasma 19/50 | gesamt 9.936 kWh maximaler Kollektorertrag/Jahr |
Ausrichtung: | k.A. | |
Pufferspeicher: | Expresso | |
Heizung: | Gasbrennwertkessel Modula NT | |
Alte Heizung: | Ölheizung | Verbrauch vorher: 24.000 kWh/a |
Trinkwassererwärmung: | ja | |
Heizungsunterstützung: | ja | |
Beheizte Fläche: | 140 m² | Baujahr der Anlage: 2015 |
Energiebedarf: | Vorher: 24.000 kWh/a | Nachher: 12.000 kWh/a |
Gesamteinsparung: | 50 % | Energieausweis: nein |
Ertrag/Jahr: | 5.000-6000 kWh | Tatsächlicher solarer Deckungsgrad (%): rund 30-40 Prozent |
Ausführender Betrieb: | Bulter GmbH, Marktgasse 6, 48249 Dülmen, Telefon: 0 25 94 / 57 36, Telefax: 0 25 94 / 39 07, E-Mail: info@nullbulter-solar.de, www.bulter-solar.de |
Fotos: Kai Lorenz / Bulter GmbH
Hallo an alle Interessierten.
Danke zunächst mal, dass ich bislang “verschont” wurde mit ansonsten nachvollziehbaren Nachfragen a la “wie kann denn ein Verbrauchswert vorliegen, wenn die Anlage noch gar nicht so alt ist?”. Eine solche Frage wäre nicht verkehrt gewesen, meine Antwort:”Näherungswert.”
Hier aber nun die mittels WMZ erhaltenen Zahlen nach genau einem Jahr Betrieb:
Solarer Ertrag: 5232 kWh
Eingesetzte Primärenergie: 10900 kWh
Das sind die “harten” Fakten, den Rest kann sich jeder bitte selbst – je nach Couleur – “schön”- oder “schlecht”-rechnen ;-).
Mit vielen Grüßen aus dem bislang verregneten Münsterland (gestern hatte ich übrigens bei durchweg grauem Himmel und viel Regen 8 kWh Solarertrag mit Kollektorspitzentemperaturen von über 80 Grad C).