Arten von Thermieanlagen einfach erklärt

Thermieanlagen

Für das „Sammeln“ von Sonnenenergie zur solarthermischen Nutzung setzt man Kollektoren ein, das weiß ich jetzt. Die zwei gebräuchlichsten Kollektor-Typen für den privaten Bereich sind der Flach- und der Röhrenkollektor. Der Kollektor sammelt also das Sonnenlicht und wandelt es in Wärme um, diese wird dann an das Wärmeträgermedium (Wasser und Glykol, chemisches Frostschutzmittel, Wasser, Luft usw.) abgegeben. Weiter gibt es noch den Schwimmbadabsorber oder Luftkollektoren.

Die gewonnene Wärme wird an einen Wärmespeicher geleitet und dort so lange gespeichert, bis sie benötigt und abgerufen wird. Je nach Zweck, ob zur Warmwasserbereitung (Nutz- und Trinkwassererwärmung) oder zur Heizungsunterstützung oder gar für beides, stehen verschiedene Speicher und Warmwasserbereiter zur Verfügung, soweit meine Recherche aus den unten genannten Quellen.

Schwerkraftsystem oder Pumpsystem? Tanks oder nicht?

Ihr kennt bestimmt diese Tanks, die man in südlichen Ländern öfter auf Hotels sieht. Habe mich schon öfter gefragt, was das eigentlich ist. Aus dem Blogbeitrag dazu verstehe ich folgendes: Da dort keine Frostgefahr herrscht, werden die Wasserspeicher gleich über den Kollektoren platziert. Dabei handelt es sich jedenfalls um ein Schwerkraftsystem oder einen sogenannten Thermosiphonkollektor. Da warmes Wasser aufsteigt, sammelt es sich oben im Tank. Es ist bei diesem System egal ob ein Flachkollektor oder eine Vakuumröhrenkollektor die Wärme sammelt. Da es in Südeuropa genug Sonne gibt, werden dort meist Flachkollektoren für verwendet. In weniger sonnigen Bereichen in China kommen  fast ausschließlich Röhrenkollektoren zum Einsatz.

In Ländern in Mitteleuropa, wo das Schwerkraftsystem aus verschiedensten Gründen eher schwieriger umsetzbar ist (Baurecht, Frost), kommen Systeme mit Zwangsumlauf oder auch Pumpsysteme zum Einsatz, lese ich. Das warme Wasser wird dabei entweder direkt zum Verbraucher oder in einen Pufferspeicher gepumpt. Hier ist es wohl wichtig, die Regelung der Pumpe so effizient wie möglich zu gestalten, da dieser Vorgang auch etwas Strom verbraucht. In diesem Blogbeitrag ist der Unterschied nochmal genauer erklärt.

Neubau oder Umbau?

Neben einer Neuinstallation, lassen sich die verschiedenen thermischen Anlagen auch in bereits bestehende Heizsysteme integrieren. Vorteilhaft ist die individuelle Planbarkeit der Solaranlage, ganz nach dem eigenen Bedarf. Was zu einem passt und was für das jeweilige Gebäude sinnvoll ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, die alle betrachtet und beachtet gehören. Eine gute Beratung, die den individuellen Wärmebedarf und die gesamten vorhandenen Gegebenheiten einbezieht, steht an erster Stelle. Erst dann kann nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten die passende Entscheidung für eine Thermieanlage getroffen werden. Die angesetzte Betriebsdauer einer Thermieanlage wird im Allgemeinen übrigens auf 20 Jahren gesetzt, gute zukunftsweisende Technik kann sich aber bereits nach der Hälfte der geplanten Betriebsdauer schon amortisieren.

Foto:  (c) Linuo Ritter

Quellen: wikipedia, blog.solarwärme.at, Fachliteratur: Erneuerbare Energien und Klimaschutz von Volker Quaschning

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