Duschfreuden

Duschfreuden dank Solarenergie

War das Wasser noch warm? fragt mich Stefan oft, wenn ich aus der Dusche komme. Ja, mein Gespons, das Wassser ist noch immer heiß, auch wenn der Himmel seit Tagen meist bedeckt ist.

Von März bis Oktober haben wir sonnengewärmtes Wasser. Das gibt ein gutes Gefühl. Ich habe mal gelesen, dass Menschen, die ihr Duschwasser solarthermisch erwärmt bekommen, länger duschen als Verbraucher, die dafür Strom oder Gas benötigen. Duschfreuden angesichts der umweltfreundlichen und nahezu kostenlosen Energiequelle eben. Manchmal gehöre ich auch zu diesen Genuss-Duschern. Man hat einfach das Gefühl, weniger zu „verschwenden“.

Nämlich nur Wasser, keinen Strom. Das wohlige warme Wasser auf die Haut prasseln lassen und das Gefühl haben, dass ich etwas geschenkt bekomme. Wenn ich jetzt noch „von der Natur“ hinzufügen würde, stünde ich wohl als Ökoromantikerin da. – Meinetwegen. Hauptsache, es funktioniert und spart Geld. Und schadet der Umwelt möglichst wenig. Wenn die Sonne nicht mehr so hoch und nicht mehr so lange am Himmel steht, wird das Wasser elektrisch erwärmt. Also brauchten wir konsequenterweise eigentlich noch eine Photovoltaik-Anlage. Von der Kritiker allerdings immer behaupten, sie brauche mehr Energie in der Herstellung als sie jemals einbringen würde.

Ist das wirklich so?

Eine kurze Internetrecherche, und ich finde die Info, dass Photovoltaikpanele drei Jahre „Rücklaufzeit“ haben. Also nach drei Jahren beginnen sie, Überschuss zu produzieren. Bei einer angenommenen Lebensdauer von 25 Jahren sammeln sie demnach 22 Jahre lang „kostenlose“ Energie ein. Über die tatsächliche Nutzungsdauer von Photovoltaik-Anlagen gibt es noch keine aussagefähigen Daten

Und wie lange hält eine Solarthermie-Anlage?

Die auf dem Haus meiner Eltern dürfte inzwischen an die 30 Jahre alt sein. Es muss schon damals ein 1000-Dächer-Programm gegeben haben, das meinem Vater die Entscheidung für die Anschaffung dieser noch neuen Haustechnik erleichtert hat. Leider kann ich ihn nicht mehr fragen. Wenn ich jetzt „1000-Dächer-Programm“ bei Google suche, bekomme ich überwiegend Treffer zu Photovoltaik in Sachsen, Thüringen und Brasilien. Nix zu einem frühen Förderprogramm für Solarthermie. Tja, die ist halt älter als Google. Und als das Haus gebaut wurde, in den 80er Jahren, da bloggte auch noch niemand.

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