Gute Gründe, in Solarthermie zu investieren

Der Fahrplan Solarwärme des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) setzt auf einen gezielten Ausbau der Solarthermie bis 2030 und stellt Strategien und Maßnahmen vor, die den Markt zum Wachsen bringen sollen. Ganz klar, dass diese Rechnung nicht ohne die Endkunden und –kundinnen zu machen ist. In der heutigen Ausgabe der Serie stellen wir die Entscheidungsgründe für oder gegen die Solarthermie vor, die der Fahrplan erhoben hat. .

Klima retten, wenn es der Geldbeutel zulässt

Besonders die Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern stehen der Solarwärme positiv gegenüber. Diejenigen, die bereits Solaranlagen besitzen, nennen an vorderster Stelle Umweltschutzaspekte als Kriterium. An zweiter Stelle stehen wirtschaftliche Erwägungen. Interessant ist, dass der Abstand zwischen diesen beiden Beweggründen seit Jahren schrumpft. Und auch die Sorge vor Preissteigerungen fossiler Brennstoffe und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit von den herkömmlichen Energien gewinnen an Bedeutung.

Gründe für die Nutzung von Solarwärme nach Baujahr der Anlage

Gründe für die Nutzung von Solarwärme nach Baujahr der Anlage. Die Sorge vor Preissteigerungen fossiler Energieträger hat als Entscheidungsfaktor zugenommen.

Noch interessanter sind aber die Gründe, sich gegen eine Solaranlage zu entscheiden: Hohe Investitionskosten sind für beinahe die Hälfte aller Befragten der Hinderungsgrund schlechthin, sich eine Solaranlage zuzulegen.

Mit Kostensenkung zum Erfolg

Damit die Solarwärme in Deutschland zur Erfolgsgeschichte wird,  müssen die Kosten sinken. Ziel des Fahrplans Solarwärme im Leitszenario Forcierte Expansion (mehr über die Ausbau-Szenarien hier) ist daher eine Kostensenkung für den Endkunden um 43 % bis 2030, zu erreichen durch die Optimierung von Montage und Installation, vor allem aber durch Technologiesprünge in der Kollektor- und Speichertechnologie.

Das mit Abstand größte Ausbaupotential besteht im Bereich der solaren Prozesswärme. Investitionsanreize können hier nicht nur durch Kommunikation mit den in Frage kommenden Industriezweigen gesetzt werden, sondern vor allem auch auf politischer Ebene durch gezielte Förderpolitik.

Wertewandel, Förderung und Kommunikation

Der Fahrplan setzt auch auf einen Wertewandel – zum Beispiel das Gefühl, dass man mit einer Solaranlage der Umwelt und damit sich selbst letztlich etwas Gutes tut. Der Bedarf an Raumwärme im privaten Bereich wird langfristig sinken, dafür sorgen schon gesetzliche Vorgaben wie zum Beispiel die Energieeinsparverordnung (EnEV). Und vielleicht steigt bei dem einen oder der anderen unter Euch der Ehrgeiz, „den Rest“ von der Sonne und anderen Erneuerbaren Energien liefern zu lassen?

Erst recht, wenn dies vom Gesetzgeber gefördert wird; dazu findet Ihr auf diesem Blog zahlreiche Informationen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Öffentlichkeitsarbeit: Was Solarwärme für den Umwelt- und Klimaschutz leisten kann, aber auch für jeden Einzelnen. Wenn die Kostensenkungsmaßnahmen greifen und sich die Amortisationsdauer der Solaranlagen spürbar verringert, können auch wirtschaftliche Argumente zunehmend in den Fokus rücken. Ziel ist letztendlich ein selbsttragender Wachstumseffekt.

Quellen: Fahrplan Solarwärme, Langfassung (Juli 2012); Fahrplan Solarwärme, Kurzfassung (Juli 2012); Präsentation Fahrplan Solarwärme

Titelfoto: (c) Daniel

Grafik: www.solarwirtschaft.de | (c) BSW Solar

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