Armin Staudigl: Ökologisch macht ein Sonnenhaus immer Sinn

Armin Staudigl

Letzte Woche haben wir den Aufruf für die Förderung der Sonnenenergiehäuser in Österreich gestartet. Wir suchen schnellentschlossene Bauherren, die noch einreichen möchten. Die ersten Rückmeldungen sind da und wie versprochen gibt es jede Woche noch etwas mehr Infos zu den Häusern. Dazu haben wir heute ein Interview mit Armin Staudigl von Paradigma Österreich, der die Aktion für den Aufruf initiiert hat.

Herr Staudigl, wie kam es zu der Idee zum SonnenEnergiehaus?

Die Idee „SonnenEnergiehaus“ basiert auf einer Konzeption die wir für die Vorarlberger Landesregierung erstellt haben. Diese ist mit der Aufgabenstellung an uns heran getreten ein Sonnenhaus Konzept zu erstellen das mit einer guten Gebäudehülle umsetzbar ist.

Herausgekommen ist das „SonnenEnergiehaus“. Das Konzept unterscheidet sich maßgeblich von anderen Sonnenhauskonzepten. Wir vereinen Solarwärme und Solarstrom zu einem Gesamtkonzept und haben die Speichergrösse stark minimiert. Beide Sonnenenergien werden dort eingesetzt wo sie den besten Wirkungsgrad haben. Wir haben damit aufgezeigt das „Sonnenhaus“ ist in der Realität umsetzbar, das gute an diesem Konzept ist es kann auf  andere Bundesländer übertragen werden.

Ich möchte jeden Bauherrn dazu ermuntern sich noch für die Förderung zu melden, er profitiert auf alle Fälle. Immerhin gibt es bis zu 12.000,-. Sollten die Förderungsvoraussetzungen nicht erfüllt werden profitiert die Bauherrschaft über eine hohe Energieunabhängigkeit und über geringe Betriebskosten. Es ist eine Win- Win Situation.

Sie haben ja in Österreich bereits einige Sonnenenergiehäuser umgesetzt, was ist das besondere daran?

Das Besondere ist, das diese Häuser mit geringen Solarkollektorflächen für Solarwärme auskommen und auch nur kleine Speicher einsetzen müssen. Hier kommt uns zu gute das wir mit unseren CPC Vakuumröhrenkollektoren, unserer Solarsteuerung und dem geeigneten Speicher einen sehr guten Ertrag in der Heizperiode erwirtschaften. Verbessern können wir den Ertrag zusätzlich mit unserm Aqua Solar System, das Solar System das ohne Glykol betrieben wird.

Ergänzend wird mit der PV Anlage der Sonnenstrom generiert. Wir erstellen aus beiden Sonnenenergieformen die für den Standort beste Konfiguration unter Rücksichtnahme auf das Nutzerverhalten der Bewohner.

 Ich finde ja die Nachrüstungen von Altbauten besonders spannend, da hier die wirklich große Herausforderung unserer Gesellschaft liegen. Könnten Sie ein Projekt näher erklären und vielleicht auf die Voraussetzungen eingehen, die man erfüllen sollte, wenn man darüber nachdenkt sein Haus mit über 60 oder 70% durch die Sonne zu versorgen?

Nach einer Ist-Aufnahme vor Ort und der Erhebung der Verbrauchsdaten können wir ein Konzept erstellen wie das Haus auf den gewünschten Sonnennutzungsgrad kommen kann.

Sonnenhaus Vakuumröhrenkollektor

SonnenEnergiehaus mit Vakuumröhrenkollektor in Österreich

Wir haben kürzlich ein Haus in Betrieb genommen, das einen berechneten Energiebedarf von rund 9900 KWh hatte. Um einen solaren Deckungsgrad für das Gebäude von 65% zu bekommen wurden 15 m2 Kollektorfläche installiert und ein Speicher mit der Größe von 1100L. eingebaut.

Der aktuelle Energiebedarf liegt nun bei ca. 3100 KWh. für Warmwasser und Heizung.

Im zweiten Step. möchte der Kunde auch noch den Strombedarf auf Sonnenenergie umstellen, allerdings erst wenn es die finanzielle Situation zu lässt.

Der Sonnennutzungsgrad eines Gebäudes ist auch sehr stark standortabhängig. Das gleiche Haus wie oben erwähnt braucht möglicherweise in Niederösterreich eine andere Konzeption als in Kärnten oder im Burgenland. Was ich damit darstellen möchte, man kann leider keine Generalisierung durchführen.

Wir können mit unserem Aqua-Solarheizsystem auch älteren Gebäuden helfen in den Genuss von kostenloser Sonnenenergie zu kommen, jedoch gibt es auch Situationen wo der ökologische Nutzen die Wirtschaftlichkeit übersteigt. Ökologisch ist es immer richtig die Sonne zu integrieren.

Vielen Dank! Wir suchen weiter nach Hausbauern und melden uns dann mit den Erfolgsgeschichten. Falls also jemand eine wie oben besprochene Maßnahme plant, bitte melden unter office@nullblog.paradigma.de.

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Vielen Dank und sonnige Grüße

2 Kommentare zu “Armin Staudigl: Ökologisch macht ein Sonnenhaus immer Sinn”

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