Handwerker des Monats: Zeit für neue Energie

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Ein neuer Monat heißt hier auf dem Blog: Es gibt einen neuen Handwerker des Monats. Ich stelle euch heute Karl-Heinz Paulsen vor, der seinen Betrieb, die Paulsen & Kosloswski Bad & Wärme GmbH, in der Nordstraße 22 in 24395 Gelting (Geschäftsstelle) führt.  Lest hier, warum sich der Solarteur von der Schleswig-Holsteinischen Waterkant (Ostsee) selbst als Paradigma-Urgestein betrachtet.

Solarteur Karl-Heinz Paulsen

Unser Handwerker des Monats: Karl-Heinz Paulsen. Foto: K-H. Paulsen

Karl-Heinz Paulsen, bitte beschreiben Sie uns als Erstes Ihren Betrieb!

Karl Heinz Paulsen: Wir sind ein Handwerksbetrieb in der dritten Generation mit heute 27 Mitarbeitern.  Gegründet hat das Unternehmen Klempnermeister Friedrich Paulsen im Jahr 1929. In der zweiten Generation machte sich Karl-Heinz Paulsen ab 1961 daran, den Betrieb um die Bereiche Gas- und Wasser-Installation sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbau zu erweitern. Anfang der 1970er-Jahre wurde die erste Ausstellung eröffnet – dort, wo wir bis heute zu finden sind: in der Nordstraße 22 in Gelting. Damals begann übrigens auch der erste Kundendienstmonteur, im Betrieb zu arbeiten. 1988 übernahm ich den Betrieb in dritter Generation. Seit 2007 stärkt uns die Firma Koslowski Bad & Wärme in Kappeln, seit 2011 sind wir die Paulsen & Koslowski Bad & Wärme GmbH.

Wir sind heute in unserer Region – an der Ostseeküste von Flensburg bis Eckernförde – für Privatkunden tätig und hier auch verwurzelt. Wir sind in den Bereichen Bäder und Heizung aktiv  und haben uns der ökologischen und nachhaltigen Heiztechnik verschrieben.

Wie kamen Sie zu dem Beruf und was gefällt Ihnen daran?

Als Betriebsnachfolger war mein Weg vielleicht vorgezeichnet. Dennoch hatte ich ein Jahr vor dem Abitur keine Lust mehr auf Schule und bin mit der Fachhochschulreife abgegangen. Ich wollte praktisch arbeiten! Schon während der Ausbildung habe ich gemerkt, dass mich der Beruf interessiert und mir sehr viel Spaß macht. Und das ist ein (Berufs-)Leben lang so geblieben.

Maßgeblich ist hier sicherlich auch die Tatsache, dass Umweltschutz und Anti-Atomkraft schon in frühester Jugend mein Thema waren und ich mit der Ausübung meines Berufes auch im praktizierten Umweltschutz Zeichen setzen konnte.

Landete Solarthermie deshalb auf der Liste Ihrer Dienstleistungen?

Wie gesagt, mein Leben war schon immer von Umweltschutz und Anti-Atomkraft bestimmt, was liegt da näher als der Einbau ökologischer Heizsysteme? Es war und ist Zeit für neue Energie.

Sie haben sich bei uns als “Handwerker des Monats” mit den Worten beworben, dass Sie ein Paradigma-Urgestein sind. Wie begann die Partnerschaft und was bedeutet sie Ihnen?

Der „Start“ war reiner Zufall. Wir haben eine Verbrauchermesse besucht und vor der Tür gab es einen Stand mit Heiztechnik und Solar. Damit war der Tag gerettet: Meine Frau mit den Kindern Töpfe und Pfannen – ich Solar! (lacht)

Aus dieser „Zufallsbekanntschaft“ ist ein langer und gemeinsam erfolgreich beschrittener Weg geworden. Wir sind seit 1992 Paradigma-Partner. Die Philosophie des Unternehmens ist seitdem auch Teil unserer Firmen-philosophie und ganz sicher ein Teil unserer „Erfolgsgeschichte“. Nicht zu vergessen die Paradigma-Gemeinschaft: Seit dieser Zeit gehören andere Paradigma-Partner ebenso wie Mitarbeiter des Unternehmens zu unseren persönlichen Freunden.

Ihr solartechnischer Aktionsradius ist beliebtes Urlaubsziel. Da installieren Sie Solarthermie-Anlagen sicher auch auf eine Menge Ferienhäuser?

Das stimmt. Wir haben viele Ferienhäuser in der Betreuung.

Wie bevorzugen Ihre Kunden die Überwachung der Anlage – mit den üblichen on-board-Mitteln oder Extras?

Gerade bei den Ferienhäusern bietet sich die Online-Überwachung an.

Haben Sie ein Solarthermie-Lieblingsprojekt und warum ist es das?

Im Laufe von über 25 Jahren haben wir viele Anlagen gebaut … Mein Lieblingsprojekt ist in der Tat unser eigenes Ferienhaus. Hier konnten wir in der Praxis – seit Jahren – nachweisen, dass man das Haus mit einer Standard-Solarthermie-Anlage  (von Paradigma) und einem wassergeführten Pelletofen problemlos beheizen kann. Die Heizkosten liegen zwischen  250 und 270 Euro im Jahr.

Was war Ihr bislang größtes Erfolgserlebnis in Sachen Solarthermie?

Ich sehe es als großen – persönlichen – Erfolg an, dass man in unserer Region die Firma Paulsen mit dem Thema Solar und Ökologie in Verbindung bringt.

Und wo drückt der Schuh im Alltag? Welche Hürden sind im alltäglichen Umgang mit der Solarthermie gegebenenfalls besonders hoch beziehungsweise schwer zu nehmen?

Solarthermie hat nicht mehr den Stellenwert, den sie verdient. Die Photovoltaik wird völlig zu Unrecht deutlich positiver bewertet.

Was halten Sie vom neuen Kollektorertragslabel und wie hilft es Ihnen in der Praxis?

Das Kollektorertragslabel hilft uns (noch) wenig, was uns allerdings hilft, ist die objektive Bewertung der Solarthermie-Kollektoren nach DIN CERTCO.

Vielen Dank, Karl-Heinz Paulsen, dass Sie sich trotz vollem Terminkalender heute die Zeit für unser Interview genommen haben!

Foto: marshi / photocase (Titel), Karl-Heinz Paulsen (Porträt)

 

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