Heizen mit Strom – Photovoltaik kann nur Zubrot sein

„Chance für den Wärmemarkt“ heißt ein Artikel in der Ausgabe 03/2013 der Fachzeitschrift Sonne, Wind und Wärme. Das Thema: Heizen mit Strom aus Photovoltaik. Zu den Autoren gehört Prof. Volker Quaschning, den wir hier bereits einmal interviewt haben. Der Artikel plädiert dafür, Stromüberschüsse aus Photovoltaikanlagen zur Warmwasserbereitung zu benutzen, und zwar mit Hilfe eines einfachen Heizstabes, der in Zeiten großer Solarerträge die Trinkwassererwärmung unterstützt – so könnte der konventionelle Heizkessel im Sommer ruhen. Die Einsatzmöglichkeiten wurden an Hand eines Referenzgebäudes rechnerisch simuliert (durchschnittlich saniertes Einfamilienhaus, 127 qm Wohnfläche, 5-kW-PV-System, 200l-Trinkwasserspeicher bzw. 800l-Pufferspeicher), wobei der erzeugte Stromüberschuss in erster Linie zur Deckung des Haushaltsstrombedarfs dient. Wenn dann immer noch ein Überschuss besteht, wird dieser zur Trinkwassererwärmung benutzt und der Rest ins Stromnetz eingespeist.

Ich habe mit dem Experten für energetisches Bauen, Prof. Timo Leukefeld,  darüber gesprochen:

Herr Leukefeld, Heizen mit Stromüberschüssen aus der Photovoltaik, beschränkt auf die Trinkwassererwärmung im Sommer – das klingt nach einer interessanten Idee. Kann die Rechnung aufgehen, die Hr. Quaschning da aufmacht?

Timo Leukefeld: Bei der Warmwasserbereitung sollte man tatsächlich völlig technologieoffen herangehen. Da halte ich Prof. Quaschnings Thesen und Berechnungen für absolut seriös. Die Frage ist nur: Lohnt es sich, über die Warmwasserbereitung generell zu diskutieren, wenn wir über 80 oder 100 Euro Einsparung im Jahr reden? Zum Beispiel im Bestand, wo ja in der Regel eine Heizung da ist, kostet eine Kilowattstunde Wärme aus Gas etwa 7 ct, aus Öl 9 ct – warum sollte ich mir da eine Photovoltaikanlage anschaffen, wo die Kilowattstunde vielleicht 12 – 15 ct kostet.

Wie es auch in Hr. Quaschnings Artikel anklingt: Wir müssen auf die Bedürfnisse der Bauherren eingehen. Wer schon eine Heizung hat, wird wirtschaftlich nicht gut beraten sein, sich eine Photovoltaikanlage zuzulegen, um im Sommer damit das Wasser zu erhitzen. Es handelt sich eher um Lösungen für Menschen, die sich mit dem Gedanken an Rendite eine Photovoltaikanlage zugelegt haben und die nun von den Marktentwicklungen überrumpelt wurden. Wenn man z.B. künftig im Sommer nur noch 90 % einspeisen darf, Anlagen abgeschaltet oder auf eine gewisse Nennleistung gedrosselt werden können, dann ist es legitim, mit dem Überschussstrom Trinkwassererwärmung zu betreiben.

Das hat jedoch nichts mit der Frage zu tun: Wie können Häuser der Zukunft aussehen? Dort würde ich immer versuchen, mit dem Solarstrom nicht die günstige Gaswärme zu ersetzen, sondern den Haushaltsstrom, der jetzt fast 29 ct/kWh kostet. Deshalb wäre es sinnvoll darüber nachzudenken, wie ich mich selbst mit Strom versorgen und den Stromverbrauch senken kann; einen Durchschnittshaushalt mit 5.000 kWh Jahres-Stromverbrauch versorgen zu wollen, ist aussichtslos.

So weit das Zitat von Prof. Leukefeld. Es kann also letztlich nur um die Nutzung von Stromüberschüssen aus vorhandenen Photovoltaikanlagen gehen, und hier auch nur für die Trinkwassererwärmung im Sommer.

Kommt eine Solarstrom-Steuer?

Für die Zukunft gilt es eher, diese Überschüsse zu vermeiden, da sonst mit PV-Anlagen kaum mehr Rendite zu machen sein wird: Die Förderung von PV-Anlagen ist bereits jetzt auf eine installierte Photovoltaikleistung von 52 GW gedeckelt; diese Grenze könnte schon in den nächsten Jahren erreicht sein. Wenn die Politik keine Anschlusslösung findet, fallen die Förderungen für Neuanlagen danach auf Null, und auch die garantierten Einspeisevergütungen für bestehende Anlagen laufen ja irgendwann aus. Timo Leukefeld hält es außerdem für wahrscheinlich, dass irgendwann eine Solar-Strom-Steuer eingeführt wird. In Tschechien ist sie bereits Realität.

Heizung aus Solarstrom kann nur „Zubrot“ sein

Im Übrigen sollten wir uns vor Augen halten, dass gut 80 % des Wärmebedarfs im Haus auf die Raumheizung entfallen (wenn es nicht gerade ein Passivhaus ist) – und die brauchen wir nun mal hauptsächlich im Winter, wo sich die Diskussion um Solarstromüberschüsse erübrigt. Zwar wurde auch die Möglichkeit simuliert, Solarstrom auch für die Raumheizung einzusetzen, ich lese jedoch aus dem Artikel nicht heraus, dass das sinnvoll ist. Mehrere sonnenreiche Tage könnten den Pufferspeicher durchheizen – allerdings müsste dann der Speicher doch ausreichend groß dimensioniert sein, um die Überschüsse in die Heizperiode „mitzunehmen“. Da lohnt sich aus meiner Sicht eher eine flächeneffiziente Solarthermieanlage, damit der Strom für den Eigenverbrauch im Haushalt übrig bleibt. Heizen mit Solarstrom kann also bestenfalls ein „Zubrot“ sein, so wie die alten Flachkollektoren, die sich auf die Trinkwassererwärmung beschränkten. Um den Wärmebedarf eines Hauses erneuerbar zu decken, braucht es hingegen ganzheitliche Lösungen.

Bild: kallejipp / photocase.com

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29 Kommentare zu “Heizen mit Strom – Photovoltaik kann nur Zubrot sein”

  1. Markus Gailfuß (BHKW-Infozentrum)

    Vielleicht sollte man sich von den Gedanken verabschieden, dass es mittelfristig noch ein EEG mit fester EInspeisevergütung geben wird. Und dann stellt sich dei Frage: Strom einspeisen für eine Vergütung in Höhe von 5 Cent/kWh oder Warmwasser damit erzeugen…

    Da aber doch nachweislich die Sonne im Sommer mehr scheint, wir keine Heizung im Sommer brauchen (zumindest meistens…) und aus Komfortgründen immer mehr Klima-Anlagen eingebaut werden – warum dann nicht über eine Kopplung einer PV-Anlage mit einer zentralen Kompressionskältemaschine nachdenken. Da werden dann bereits heute wirtschaftlich bessere Ergebnisse erzielt als bei einer Kopplung einer Solarthermie-Anlage mit einer Ab- oder Adsorptionskältemaschine.

    Und vielleicht sollte man auch mal darüber nachdenken, ob man bei Elektrowärmepumpen wirklich davon ausgehen kann, dass diese Solarstrom nutzen. Man muss nicht jeden Unsinn glauben, den uns manche Lobbyisten und Werbefachleute vermitteln wollen. 😉

  2. Sabine E. Rädisch Post Author

    Ja, darüber sollten wir nachdenken: Wie gesagt ist es schwierig, Solarstromüberschüsse aus dem Sommer für das Heizen im Winter zu nutzen. Weshalb eben auch für bestehende Anlagen zweckmäßigerweise Verbraucher im Sommer gefragt sind. Aber dann bleibt noch immer der Heizwärmebedarf im Winter…

  3. Bernard Brockmann

    Heizen / Warmwasser mit einer PV-Anlage ist zum jetzigen Zeitpunkt (Minderung der Einspeisevergütung und preiswertere Module) eine sehr gute Lösung die „Sonnenenergie“ zu nutzen.
    Ich habe eine 16 kWp Anlage installieren lassen und einen Heizstab, 6,2 kW, mit 6 Leistungsstufen im vorhandenen 750 ltr Pufferspeicher eingebaut. Keine besondere Regelung, alles über Wechselrichter und Schütze. Wenn die eingestellte Temperatur im Pufferspeicher erreicht ist, schaltet der Stromkreis für den Heizstab ab.
    Ich nutze also den PV-Strom a) im Haushalt, b) für die Heizung und Warmwasserbereitung und C) den Rest
    speise ich ins Netz ein. Mit der Einspeisevergütung kann ich den Bezug von Strom und Gas bezahlen.
    Ich bezahle mit der PV-Lösung keine Energie (Heizung/Strom) mehr für unser Eigenheim. Mit einer „Organisation“ im Haushalt entsprechend der Witterung haben wir eine gute Energielösung-/Optimierung.

    1. Cornelia Daniel-Gruber

      Hallo Herr Brockmann! Danke für die Ausführungen, hier ist aber zu erwähnen, dass ihre Lösung vermutlich nicht massenfähig ist und nur in eben dieser Konstallation funktioniert, weil es bei der PV noch die Einspeisevergütung gibt und Sie vermutlich noch mehr als 18ct/kWh bekommen. Die Dachfläche, die für ein solches System notwendig ist, ist auch nicht zu verachten und vermutlich für viele nicht möglich. Ich nehme an die Anlage braucht zwischen 100-150 m2 Dachfläche. Die muss man erst einmal haben.

      Es ist also eher den besonderen Förderbedingungen der PV zu verdanken und hat wenig mit den Technologien an sich zu tun. In Österreich, wo die PV nicht so massiv gefördert wird, ist diese Lösung schon wieder nicht rentabel, da man ohne Einspeisetarf nur 5ct für die Einspeisung bekommt.

    2. Wolfgang Günther

      Mal kurz nachgerechnet, Einspeisevergütung aktuell 14.27 cent/kwh, Erdgas aktuell bei ca. 7 Cent/kwh. Rein wirtschaftlich betrachtet kann sich Heizen mit Solarstrom dann wohl noch nicht lohnen.

    3. Cornelia Daniel-Gruber

      Ja, man muss wirklich gut aufpassen, Einzelsituationen nicht zu verallgemeinern. Wenn man zu einem günstigen Zeitpunkt eine PV-Anlage mit hoher Einspeisevergütung und niedrigem Einkaufspreis bekommen hat, kann man sich die Heizung halt „quersubventionieren“. Diese Zeiten sind aber vorbei und sind keine langfristige und ecoquente Lösung. Ziel sollte es sein, Systeme zu schaffen, die auch ohne großartige Förderung am Markt bestehen können.

  4. Martin Wortmann

    Hallo, was ich nie verstehe ist, das Einspeisevergütungen bei ca. 14 ct liegen, mein Strombezug aber ca.28 ct kostet. Also das doppelte. Also mit jeder Art der eigenen Stromerzeugung spare ich den mittlerweile hohen Strompreis. Wenn ich einen Apfel für 1 € kaufe und für 2 € verkaufe, muss dann noch diskutieren ob das überhaupt rentabel ist? Ab welchem Strompreis wird dann meine PV rentabel? Je höher der Strompreis steigt um so rentabeler wird sie doch…..man muss nur warten. Wenn die GEZ Zwangssteuer für jeden Haushalt weit über 200 € pro Jahr beträgt , hat kein Politiker was dagegen. Steigen die Stromkosten pro Haushalt um 70 bis 100 € dann muss die Energiewende gestoppt werden. Schafft die GEZ ab, dann haben die Haushalte wieder Luft. Warum muss meine PV überhaupt rentabel sein. Rechne ich bei meinem Auto für 50.000 € auch wie rentabel es pro Jahr ist?
    Oder zählen bei einem Auto andere Dinge…..was könnte dann bei einer PV noch wichtig sein? Energiewende
    geht nicht mit den Stromkonzernen! Weil die immer eine zentrale Stromherstellung haben wollen.
    Als es die Abwrackprämie gab, ca. 9 Mrd. Konjunkturprogramm….irgentwas….warum werden für eine solche
    Summe nicht Speicher mitfinanziert. Die großen Batterien, die jetzt in den Strom betriebenen Autos verbaut
    werden. Kosten die Speicher vll. 9.000 € , dann könnte sich der Staat mit 4.500 € beteiligen und schwubbs sind 2 Millionen Batterien in den Haushalten verbaut. Und 9 Mrd. sind nur 1/4 der Subventionen für die Atomstromwirtschaft. Na geht doch. Das größte Problem hat natürlich der Staat, der für selbsterzeugten Strom keine Steuern mehr kassieren kann…darum blockt der so. Also Energiekonzerne abwickeln und Staat raus aus der Energiewirtschaft…schon klapp die Wende brilliant.
    Liebe Grüße Martin Wortmann

    1. Sabine E. Rädisch Post Author

      Ja, ich meine auch, dass eine PV-Anlage besser zur Eigenversorgung genutzt werden sollte und nicht als Renditemodell, das jetzt ohnehin nicht mehr funktioniert. Nur leider haben sich viele genau aus diesem Grund vor Jahren eine PV-Anlage angeschafft, als der Strompreis noch niedriger und die Einspeisevergütungen hoch waren. Das „Heizen mit Strom“ für Warmwasser kann halt ein sinnvoller Abnehmer von Stromüberschüssen für den Eigenverbrauch sein für die PV-Anlage, die schon da ist. Für den Neubau ist es aber weder ein ökologisch noch ökonomisch ein sinnvolles Konzept. Sie haben absolut recht, wenn Sie auch nach den anderen Motiven für die Energiewende fragen. Allerdings: Überzeugung ist gut, Rendite ist besser… jedenfalls scheinen der Markt und viele Menschen immer noch so zu funktionieren. Wenn ich mir ihre Homepage anschaue, nehme ich an, dass Sie eher zu den „Überzeugungstätern“ gehören 🙂 Warum sollte die Energiewende ausgerechnet über (entfallende) Rundfunkgebühren finanziert werden?! Aber Sie haben recht, dass eine Umverteilung not tut. Alle diskutieren über den Strompreis, dabei macht die Heizung einen viel größeren Anteil am Energieverbrauch der Haushalte aus und Investitionen in Erneuerbare Energien können hier viel mehr bewirken.

    2. Karl Tuwat

      Viele Mitbürger bauten sich in den vergangenen vielen Jahren (Warmwasser) -Sonnenkollektoren auf ihr Dach, um beispielhaft voran zu gehen, andere unter Zwang, weil sie anders bei ihrem Haus die Anforderungen der Energiespargesetze nicht erfüllen konnten. Gerechnet hat sich das nie, auch nicht unter Einbeziehung der staatlichen Förderung.
      Dennoch: Hut ab für soviel kostenträchtigem Engagement zugunsten der Umwelt.

      Photovoltaik ist heute pro erzeugter Energieeinheit deutlich günstiger als die Wasserkollektortechnik. Dazu deutlich pannenärmer und konstruktiv in der Mehrzahl der Fälle überlegen.
      Wer sich heute noch Warmwasserkollektoren auf’s Dach legen lässt, wurde mit Sicherheit falsch beraten.
      Für all die Idealisten, die schon mit derWarmwassertechnik eigentlich nur zugebuttert haben, ist die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung mittels Photovoltaik die weniger kostenträchtige Alternative.
      Wenn der Hausklempner das anders darstellt, ist er fachtechnisch nicht auf dem neuesten Stand.

  5. Felix Furtmayr

    Hallo. Für mich ist Heizen mit PV durchaus eine Alternative. Noch mag der Ansatz nicht sonderlich bewährt erscheinen (weil es keiner macht und weil die Situation vor 2 Jahren noch eine ganz andere war), aber in wenigen Jahren sieht das wieder anders aus.

    Kaufe ich derzeit eine kleine PV-Anlage in Deutschland, so kann ich mit 1500 €/kWP rechnen. Ich möchte die Anlage auf 25 Jahre rechnen und nehme daher 2000 €/kWP an (Wechselrichter geht kaputt, Reinigung, etc.) .
    Bei unserer eigenen PV Anlage, 2013 installiert, bekommen wir 14 Cent Einspeisevergütung. Diese Zahl der Einspeisevergütung war und ist bezogen auf den Zeitraum der Amortisation von 10 – 15 Jahren. Nun der Bezug auf eine längere Lebensdauer von 25 Jahren (Bezug auf ein kWp):
    2000 € / ( 25 Jahre *1000 kWh/Jahr ) = 8 Cent / kWh
    Sieht doch nicht so schlecht aus oder? Und keiner wird freiwillig seine Module nach 25 Jahren vom Dach nehmen – natürlich sind die Module irgendwann kaputt, weil Alu und die Kunststoffteile nicht unbegrenzt halten. Aber die Degradation ist bekanntlich deutlich geringer als die Herstellerangaben – rechnet man mit realisitschen 0,2 % (anstatt der 0,5%) pro Jahr, dann würden die Zellen nach 100 Jahren immer noch über 80 % bringen! Ich will nicht übertreiben – aber was spricht dagegen, dass man die Anlage 35 oder 40 Jahre betreibt?
    Der PV Strom ist wirklich unvorstellbar günstig geworden. Wenn man nun berücksichtigt, dass die Preise für PV Anlagen immer noch fallen (technologisches Potential noch längst nicht ausgeschöpft), dann sieht das für mich nach einer echten Alternative aus. Man bedenke zudem, dass der Preis für Elektroeenergiespeicher auch stark fallen wird (bzw. schon stark gefallen ist, sodass man zumindest nicht mehr draufzahlen muss), sodass der Speicher durch Erhöhung des Eigenstromverbrauchs die Rendite der PV-Anlage erhöhen wird.

    In der Praxis hat man noch folgenden Effekt: Nehmen wir mal an, PV und Solarthermie rentieren sich beide, und man hat beides auf dem Dach. Schöner wäre, wenn man nur einen Anlagentyp – dafür größer – haben müsste. Denn eine kleinere Anlage ist überproportional teuer. Außerdem dürfte die Fehleranfälligkeit sinken, wenn man nur eine Anlage/Technologie betreibt. Einfach ist gut. Bitte vor allem mal die Anlage selbst betrachten: Wenn ich eine PV-Anlage habe, was brauche ich noch zuästzlich um Wasser warm zu machen? Heizstab und Regler – nicht sehr viel also. Bei der PV Anlage habe ich weiterhin nicht diesen Überschuss von kochendem Wasser im Sommer – ich kann den Strom Einspeisen, künftig elektisch speichern, oder die Methode mit dem Heizstab – nichts wird verschwendet.

    Entgegenzuhalten ist der PV Anlage zum Heizen: Bei PV bekommt man 1000 kWh mit etwa 6,5 m^2 bzw. 150 kWh/m^2 . Bei Solarthermie liegt der Wert nach meinem Wissen zwischen 250 – 400 kWh/m^2. Hat man wenig geeignete Dachfläche zur Verfügung, dann sieht es wiklich schlecht aus, wenn man mit PV Heizen will – man bekommt die nötige Fläche nicht her.

    Vielen Dank für diesen schönen Blog!

    Liebe Grüße,
    Felix Furtmayr

    1. Sabine E. Rädisch Post Author

      Hallo Felix, auch dein Beitrag soll nicht unbeantwortet bleiben. Danke, dass du hier deine Zahlen öffentlich machst, Beispiele sind immer interessant für uns.

      „keiner wird freiwillig seine Module nach 25 Jahren vom Dach nehmen“

      Stimmt – das ist eine so genannte „eh-da-Ressource“. Für eine bereits bestehende Anlage (auch über die ursprünglich veranschlagte Nutzungsdauer hinaus) ist das Modell sicher interessant, um die Solarstromüberschüsse nutzen zu können. Dann ist es wirklich einfach, im Sommer warmes Wasser mit dem Heizstab zu erzeugen. Im Winter allerdings wird es dann wirklich schwierig, weil kein PV-Strom anfällt. Das dürfte auch mit billigeren Speichermöglichkeiten so sein. Bzw. würde ich dann den ohnehin raren Strom lieber als Strom verwenden als zum Heizen… wie du ja auch schreibst, ist die Wärmeausbeute bei Solarthermie höher als bei PV – sogar vier bis fünfmal so hoch.

  6. Rainer

    OK „In Tschechien ist sie bereits Realität“ in Spanien auch und das seit 2013 – wie es derzeit aussieht zeigt sich Hier : http://www.dw.de/umkehr-spanien-blockiert-energiewende/a-17558171
    Ansonsten halte ich sehr viel vom Heizen & Brauchwassererwärmung über PV-Strom. Seit Jahren heize ich elektrisch. Da bleibt der „Drang“ zum Einsparen über bessere Dämmung stets erhalten 🙄
    Ansonsten keine Wartung, Kein Kamin usw. muss durchaus „einkalkuliert werden. Mit „Naturstrom“ ist mein Gewissen rein. Keinerlei Emissionen im „Siedlungsgebiet“. Kein Platz auf dem Dach für Solarthermie. WW über Kleinwärmepumpe, wenn zwar kalt aber sonnig. Keinerlei „Geröhr“ durch, in und auf dem Dach.
    Mein noch „ungeregelter“ weiter ausbaufähiger Eigenbedarf liegt bei 36%. Elektriker von Beruf – passt !

  7. Rainer

    Nun ja meinem ersten Beitrag möchte ich einen weiteren hinterherschicken. Wer seine PV als „Volleinspeisung“ betreibt, also seinen Eigenbedarf nicht über einen entsprechenden Zähler („Zweirichtungsbezugszähler“) erfasst (was wiederum nur wenige zwischen 2010 und 2012 tun), „verbraucht“ dennoch einen Teil seiner PV-Leistung selbst. Jedenfalls immer dann, wenn eigener Verbrauch und gleichzeitige Leistung seiner PV zusammenfallen.

    Dafür zahlt er allerdings die „ortsüblichen Tarife“ wie jeder andere auch 😯 Das ist so darf ich annehmen, noch längst nicht jedem aufgefallen. Weil die Messung fehlt, kann hier nur geschätzt werden. Da es bei der sog. „Überschusseinspeisung“ Abgrenzungen „bis 30% Selbstverbrauch und über 30% Selbstverbrauch gibt, ist die Annahme der „ungezählte“ Eigenverbrauch liege zwischen 20 und max. 30% durchaus vertretbar.

    Das „Tolle“ ist, dafür wird die volle Umlage zu 100% fällig. Wer also selbst mehr verbraucht, zahlt einfach nur mehr. Der „Umwelteffekt“ ist dabei das Tröstliche. Also wird der Selbstverbrauch schon immer mit allem was zur Verfügung steht belastet. Da sind 40 von 100% eine tolle Verbesserung – wären da nicht die niedrigeren Einspeisetarife von Heute 🙄

    Wer allerdings so was bei Einspeisevergütungen von Juli 2014 ( 0,1288 €/kWh) tut, zahlt ca 0,29 €/kWh muss also für jede „Bezugs- kWh“ das ca. 2,25fache „einspeisen“.

    Ist die Anlage sehr klein, (das darf jeder selbst mal berechnen) wird über den Selbstverbrauch der ja wie eine „Fremdeinspeisung“ vom EVU verrechnet wird, schon ein Großteil der „erzielten Erträge“ = Volleinspeisung so quasi rechnerisch „eliminiert“. Wer diese „Volleinspeisung“ dann noch 1 : 1 als „Rendite“ rechnet, dem ist nicht zu helfen. Wer „Altverträge“ besitzt, darf eher von Renditen reden.

    Nun ja, wer den gezählten Selbstverbrauch gewählt hat (nur zwischen 2010 und 2012 möglich) zahlt „lediglich“ auf den verminderten „Einspeisetarif“ bei privatem Selbstverbrauch die aktuelle Umsatzsteuer.

    Wer heute eine PV plant, sollte darüber nachdenken wie er damit einen „Inselbetrieb“ zuwege bekommt – „Netzfrei“ oder besser garnicht….

    Wer meinen Namen „Rainer“ klickt landet auf unserem Forum bei Beiträgen (3 Beiträge) die diese Zusammenhänge weiter erläutern, nebst der vereinfachten „Stromlaufpläne“.

    Noch eine Bemerkung : Wer es noch immer nicht verstanden haben sollte, zwischen dem „Physical Flow = Physikalische Fluss (Stromfluss)“ und dem „Monetary Flow“ (Geldfluss), besteht ein recht beachtlicher Unterschied. Dessen muss man / frau sich eben „nur“ bewusst sein !

    Sonnige Grüße

    1. Cornelia Daniel-Gruber

      huiuiui, da ist ein Techniker am Werk…;-) Danke für den ausführlichen Beitrag. Ich fürchte aber, dass ich nicht alles verstanden habe und da ich zumindest aus der Photovoltaik komme, fürchte ich, dass das vielen anderen auch so geht. Was willst du uns genau sagen?

  8. Rainer

    Ob ich noch einen dritten Beitrag schreiben darf ?

    Bei all den Berechnungen die sich teils im Beitrag, aber auch in den Antworten finden wird immer hauptsächlich aus dem „Heute“ argumentiert. Was wir wohl „Morgen“ sein ? Obwohl ich meine Kristallkugel gerade nicht finde, eines scheint schon klar das „fossile Zeitalter“ ist irgendwo am Ende angelangt. Gerade mal ~200 Jahre hat es gedauert bis das Meiste verschleudert wurde (und immer noch wird). Bei erstaunlichen 2,69 km³ „Erdöl Äquivalent“ nur für die USA jährlich, 10 europäische Staaten weitere 1,71 km³ – auch jährlich, ist der Gedanke was wohl für die Enkel usw. noch „übrigbleibt“ jedenfalls für mich schon etwas beängstigend.

    Mir ist da buchstäblich „jedes Mittel recht“ um wenigstens in meiner kleinen Umwelt etwas zu verändern. Mir ist, so seltsam es klingen mag inzwischen gleichgültig wofür ich in diese „Richtung“ Geld investiere. Da kommt sogar etwa zurück 😯

    Für meinen PKW „in den ich etwa zum selben Zeitpunkt wie bei der PV“ investiert haben, war die „Bilanz“ bislang ausschließlich negativ. Selbst wenn ich das Teil nur herumstehen lasse, kostet es weiter das Übliche. Fahren – also „produzieren“ – kostet auch nur. Meine PV bleibt wo sie ist, kostet auch etwas, bringt aber auch Geld ein. Während also die eine „Investition“ nur immer mehr kostet, spart die andere in erster Linie andere Energie ein und das wird auch noch bezahlt 😯

    Wenn ich meinen WW-Speicher (total verkalkt) demnächst verschrotte und durch einen mit Kleinwärmepumpe (0,8 kW), aber auch mit einer Heizpatrone (2 kW) ersetze, werde ich auch dann, wenn thermische Anlagen wenig bis gar nichts mehr „bringen“ solar beheiztes Wasser haben – warum das erst „hinter dem Wechselrichter passieren muss, wäre mal einige Überlegungen wert.

    Mein Bad hat (wie andere Räume auch) eine el. Fußbodenheizung. Einfach ein Käbelchen und gut isses. Keine wartungsbedürftige Heizanlage. Tiefkühlgeräte A+++ die können Nachts schon mal ausgeschaltet bleiben usw. usf.

    Das derzeitige „Zwangsklima“ wird erstaunlichen Einfallsreichtum hervorrufen. Da müssen (auch) Produzenten und Installateure einfach nachdenken wie Probleme überwunden werden können. Zwang hat schon immer den tatsächlichen Fortschritt eher gefördert. Wer schon mal in seiner Kindheit Kohlen geklaut hat damit die Bude Zuhause warm wird, lässt sich auch durch einen „Erzengel“ nicht dauerhaft aufhalten…

  9. Sabine E. Rädisch Post Author

    Lieber Rainer, klar darfst du… aber mir wird’s auch immer noch nicht klarer. Dein letzter Satz hat mich angesprochen. Bin in einem alten Bauernhaus mit Holz- und Kohleöfen aufgewachsen. Klauen mussten wir nicht, aber ich weiß seitdem sehr den Wert einer guten Heizung zu schätzen… Meine Kristallkugel trage ich immer bei mir, in meinem Kopf. Die Energieform der Zukunft heißt Kreativität.

  10. Rainer

    Oh danke inzwischen wurden meine Beiträge freigeschaltet !

    Ja Cornelia Sie haben ein Problem mit den Zusammenhängen – ich befürchte die meisten Leser, aber auch viele PV-Betreiber mögen das ebenfalls nicht sofort verstehen.

    1. Im Grund ist es einfach der PV-Strom fließt nachdem „er“ den PV-Einspeisezähler (der zählt alles was über den Wechselrichter von der PV kommt) ins Ortsnetz.

    Soweit sollte das auch ohne spezielle Kenntnisse verständlich sein.

    2. Jedes Haus das am Ortsnetz „hängt“, hat einen sog. Hausanschlusskasten – da kommt ein Kabel von der Straße herein. Über eine Sicherung (in diesem Kasten) wird das Haus – genauer gesagt erst mal der (Bezugszähler) Zähler angeschlossen. Alles was „hinter“ dem Zähler kommt (Kühlschrank, TV usw. bezieht über den „Bezugszähler“ (daher der Name) den Strom den all diese Gräte in eine „Leistung“ verwandeln. Der Backofen in Wärme, der Kühlschrank in Kälte usw.

    So ist da überall – egal ob da eine PV auf dem Dach werkelt oder nicht !

    3. Werkelt – seriös „arbeitet“ – dort oben eine PV, fließt deren Strom auf dem selben Weg ins Ortsnetz wie der „Bezugsstrom“ nur eben in die entgegengesetzte Richtung.

    4. Wichtig vorher noch über den „PV-Einspeisezähler“ der zählt alles was vom Wechselrichter kommt und dem ist es völlig egal wohin der PV-Strom weiter fließen wird !

    5. Dem Strom ist es wirklich egal wo „er“ hinfließt – und wenn er da am Bezugszähler vorbeikommt, und wirklich gerade NICHTS im Haus eingeschaltet ist, fließt dieser Strom komplett weiter ins Ortsnetz – ABER NUR DANN !

    6. Sobald im Haus irgend etwas nach „Strom“ verlangt, teilt sich der Strom vorm Zähler auf – ein Teil (der gerade nicht im Haus gebraucht wird) fließt weiter in Ortsnetz !

    7. Doch der andere Teil fließt ins Haus z.B. in den Backofen. Da „verrichtet er“ eine Leistung und die wird vom Bezugszähler gezählt (dem ist es völlig egal woher der Strom stammt). Klar, je nachdem, was gerade im Haus für ein „Strombedarf“ herrscht, kann also von 0 bis 100% vom eigenen PV-Strom dorthin fließen.

    8. Das bedeutet, aus dem eigenen PV-Strom wir im Bezugszähler einfach gezählter Bezug (Leistung) die zu den vollen tariflichen Kosten verrechnet wird – ganz so, als gäbe es KEINE PV auf dem Dach.

    9. Weil erfahrungsgemäß der „gezählte Selbstverbrauch“ so zwischen 20 bis 30 % der gesamten selbst erzeugten PV-Leistung liegt, finanziert jeder PV-Betreiber über seinen UNGEZÄHLTEN Selbstverbrauch SÄMTLICHE EE und alle Abgaben anteilig mit. Je mehr er / sie also davon unvermeidlich „abzapft“, desto größer ist seine individuelle „Förderung“ der EE. 😯

    Ich hoffe inständig, diesmal verständlicher gewesen zu sein 😳

    Ansonsten einfach bei diesem Beitrag oben auf Rainer* klicken und versuchen dort in unserem Forum den „Rest“ besser zu verstehen.

    *Unter „Rainer“ gelangt man zu unterschiedlichen Bereichen in unserem Forum das erspart eine extra Link und soll gegebenenfalls eine Beitrag bei den Bloggern ergänzen – so hoffe ich jedenfalls…

    1. Cornelia Daniel-Gruber

      Ich weiß nur immer noch nicht was Sie uns damit sagen wollen. Wo ist das Problem? Sie erklären in Punkt 1-8 halt eine ganz normale Überschusseinspeisung. Da ich gerne versuche die Quintessenz eines Textes für andere verständlich zu machen, nehme ich an, dass Punkt 8/9 ihre eigentliche Botschaft ist:

      9. Weil erfahrungsgemäß der „gezählte Selbstverbrauch“ so zwischen 20 bis 30 % der gesamten selbst erzeugten PV-Leistung liegt, finanziert jeder PV-Betreiber über seinen UNGEZÄHLTEN Selbstverbrauch SÄMTLICHE EE und alle Abgaben anteilig mit. Je mehr er / sie also davon unvermeidlich „abzapft“, desto größer ist seine individuelle „Förderung“ der EE. 😯

      Sie meinen also, dass auch der selbst verbrauchte PV-Strom schon jetzt mit einer Abgabe belastet wird? Bzw. was bedeutet für Sie „individuelle“ Förderung?

  11. Rainer

    Ja Cornelia, Sie haben schon richtig verstanden, wollen es aber nicht so recht glauben – mir ging es anfänglich ganz genauso….

    9. Weil erfahrungsgemäß der „gezählte Selbstverbrauch“ so zwischen 20 bis 30 % der gesamten selbst erzeugten PV-Leistung liegt, finanziert jeder PV-Betreiber über seinen UNGEZÄHLTEN Selbstverbrauch SÄMTLICHE EE und alle Abgaben anteilig mit. Je mehr er / sie also davon unvermeidlich „abzapft“, desto größer ist seine individuelle „Förderung“ der EE

    Genau dies ist die „Quintessenz“ ! Ja, ich meine nicht nur, ich weiß, für jede kWh selbst verbrauchter Leistung wird 100% der jeweils aktuellen Umlage bezahlt !

    *Ausgenommen lediglich alle die von 2010 bis Anfang 2012 die gemessenen selbstgenutzte Leistung in zwei abgestuften Einspeisevergütungen (reduziert) bezahlt bekommen. Darauf wird bei privater Nutzung die Umsatzsteuer erhoben ! Also all jene die „freiwillig“ die „Überschusseinspeisung“ statt der „Volleinspeisung“ gewählt haben !

    Hier eine Info dazu : http://ccworms-2.de/viewtopic.php?f=98&t=116#p379

    Seit es diese Umlage gibt (1998) zahlen (+beinahe) alle Betreiber von PV-Kleinanlagen über ihren kompletten Eigenverbrauch 100% des für alle Haushalte gültigen Umlagebetrags der anfänglich bei 25% (bezogen auf den „Bruttostrompreis“) und heute bei über 50% (? 52%) liegt.

    Mit „individueller Förderung“ habe ich lediglich ironisch andeuten wollen, je höher der Eigenverbrauch bei gleichzeitiger PV-Leistung ist, desto höher ist selbstverständlich auch diese unvermeidbaren, also zwangsläufige „Förderung“ alle EE auch durch die PV-Kleinanlagenbetreiber.

    Wer also 100% seiner gegenwärtigen Leistung selbst verbraucht, zahlt den denkbar höchsten (individuellen) „Förderbetrag“ 😆 gleich selbst. Klar, das kommt nicht ständig vor, so kann man davon ausgehen (aus empirischen Daten), es sind wischen 20 bis max. 30% Eigenverbrauch auf den gesamten Jahresertrag bezogen. Wer sich „länger außer Haus“ befindet und daher praktisch keinen Verbrauch hat (Urlaub z.B.), zahlt jedenfalls in dieser Zeit keine Umlagen, weil keinerlei „Verbrauch“ mit PV-Produktion zusammenfällt !

    Zu dieser Erkenntnis, sollte diese Pressemitteilung des BDEW vom 25.06.2014 :

    http://www.verbaende.com/news.php/Hildegard-Mueller-zur-aktuellen-Diskussion-der-EEG-Novelle?m=97176

    in sofern „hilfreich sein“ dort findet sich u.a. die Sätze : ZITAT „Auch das Bürokratie-Argument gilt nicht. Geeignet wäre eine pauschalierte Abrechnung der EEG-Umlage auf Basis der installierten Leistung ohne großen bürokratischen oder technischen Aufwand.“ / ZITAT

    Damit wird klar, BDEW weiß sehr wohl das es Eigenverbrauch auch bei Anlagen ohne speziellen Zähler gibt – wie sonst könnten die eine Pauschale fordern ? Das (wie oben ausgeführt) bereits immer schon gezahlt wird, ist denen wohl ebenfalls bekannt.

    Wie sonst sollte man dies sonst verstehen (ZITAT) :

    „Künftig beträgt die Umlagepflicht für die Eigenversorgung aus neuen Erneuerbare-Energien- und KWK-Anlagen 40 Prozent. Im Interesse eines gleitenden Einstiegs in diese neue Regelung beträgt der Umlagesatz für diese Anlagen zunächst bis Ende 2015 30 Prozent und im Kalenderjahr 2016 35 Prozent. Diese Prozentsätze sollen nur in diesen Jahren gelten. Anlagen, die in diesen Jahren in Betrieb genommen werden, sollen ab 2017 auch die Umlage in Höhe von 40 Prozent zahlen. Alle anderen Anlagen sollen 100 Prozent zahlen“
    / ZITAT

    Das für mich erstaunliche ist dabei, 30 / 35 / 40 Prozent wäre eine Verringerung der bislang stillschweigend gezahlten Umlage (jedenfalls für „Neuzugänge“) Dies (von „uns“) zu bekämpfen, macht in Kenntnis der Tatsachen, eigentlich wenig Sinn. Dadurch wird de facto ein wenig ausgeglichen was durch inzwischen sehr niedrige Einspeisetarife die Amortisation in die Investition für eine eigene netzgebundene PV erheblich hinauszögert.

    Im Grund könnte der BDEW hoffen, alles bleibt wie es war und der Eigenverbrauch würde belastet wie „schon immer“ immer. Legt man eine Pauschale von fixen 30% auf die Bruttojahreserzeugung fest, wäre das eine „Verbesserung“ in deren Sinn – keine Verwaltungskosten, einfach 30% der „Brutto-Volleinspeisung“ mal aktuellem Umlagebetrag und jeder greift davon ab was „ihm zusteht“ ……

    Falls noch Interesse besteht, hier habe ich die Umlage detailliert aufschlüsselt. http://ccworms-2.de/viewtopic.php?f=56&t=126
    Um so jeden Aspekt der Umlage „sichtbar“ zu machen.

    1. Cornelia Daniel-Gruber

      hmm, das ist in der Tat interessant… aber warum ist das dann sonst noch niemandem aufgefallen??

      Die Infos aus dem letzten Link bzgl. Umlageaufschlüsselung kenne ich weitgehend leider. Tina Ternus hat dazu schon sehr viel gemacht und auch einiges aufgedeckt, ist halt für Otto Normalverbraucher sehr komplex aber ich finds auf jeden Fall interessant.
      http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/bsw-solar-verschlft-aufheben-des-eeg-paradoxons_100014530/
      http://www.pv-magazine.de/meinung/blogdetails/beitrag/das-eeg-umlagenmrchen-oder-die-wundersame-vermehrung-der-eeg-umlage_100012057/

    2. Felix Furtmayr

      Servus Cornelia,
      mir hat ein Bekannter gesagt, dass es auf der letzten Solarmesse (scheinbar erst ein paar Wochen her) schon fertige Systeme zu kaufen gab. Ein Heizstab, der direkt im DC Kreis hängt, und überschüssige Energie in die Heizung einleitet.
      Ich vermute, dass der Wirkungsgrad von PV-Modulen in Zukunft noch steigt – vielleicht auf 25%. Man denke an Infrarot Heizungen. Oder an die Verbindung mit einer Wärempumpe.

      Wie ich diesem Blog entnehmen kann, werden negative Aspekte der Solarthermie durch einige konservative Menschen, die keine Transparenz beim Preis ermöglichen und nicht gerade Innovationen durchboxen, verursacht. Schade. Warum muss es immer an den Leuten liegen?

    3. Cornelia Daniel-Gruber

      @Felix ja, diese Systeme gibt es ganz bestimmt, aber man sollte sich auf keinen Fall der Illusion hingeben, dass diese Systeme „Heizsysteme“ für den Winter sind. Das ist eine günstige Warmwasserbereitung im Sommer, die unter Umständen bei zu groß dimensionierten Anlagen ihre Berechtigung hat. Wie Herr Leukefeld schreibt handelt es sich um die Ersparnis von sehr kleinen Beträgen und ist noch lange kein Gesamtsystem, dass Unabhängigkeit schafft. Sobald ich eine Stromheizung habe, werden im Winter Abhängigkeiten vom alten Energiesystem geschaffen und je weniger Strom im Sommer verkauft werden kann, desto teurer wird dieser im Winter werden. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich für eine reine Stromlösung entscheidet. Auch hier muss eben aber auch unterschieden werden, ob das Haus an sich überhaupt noch einen nennenswerten Energieverbrauch hat. Wenn ich pro Jahr nicht mehr als 1000-2000 kWh Wärme brauche, ist es egal woher das kommt. Bei 10.000 oder gar 40.000 würde ich mir das schon gut überlegen.

  12. Rainer

    Cornelia Daniel-Gruber am 26/06/2014 am 16:29 sagte:
    hmm, das ist in der Tat interessant… aber warum ist das dann sonst noch niemandem aufgefallen??

    Das frage ich mich inzwischen auch !

    Allerdings, nur weil das ganz offensichtlich keiner auf dem „Tablett“ hatte, stimmt es nicht desto trotz. Die „andere Seite“ hat damit von Anfang an die „Förderung“ der EE nebst all der anderen Belastungen wie z.B. die Netzentgelte usw. im Vertrag fixiert. Eine geradezu geniale Methode der quasi „Zwangsbeteiligung“ à la „Münchhausen“ der Lügenbaron zieht sich ja bekanntlich selbst (nebst Pferd) aus dem Sumpf. So finanziert sich der größere Teil der PV-Kleinanlagenbetreiber gleich „um die Ecke“ zumindest teilweise selbst.

    Bei den anfänglich bezahlten Einspeisevergütungen und gleichzeitigen Belastungen, wurde das noch wenig wirksam. Doch mit fallenden Einspeisevergütungen und gleichzeitigem Steigen der Umlage, wurde so eine beträchtliche „Umschichtung“ vollzogen. Die Wirkung, besonders das gut erzählte Märchen des „Ausbeuters mit dem blauen Dach“ hat der Akzeptanz bei den „Nichtbesitzern“ sehr geschadet. Statt also diesen Beitrag einen „entsprechenden Platz in den Diskussionen einzuräumen“, konnte die angebliche Nichtbeteiligung dieser „Ausbeuter“ und angeblichen „Preistreiber“ voll als Gegenargument genutzt werden.

    Falls Sie oder andere noch Zweifel an dem Fluss von PV-Strom haben, empfehle ich das Studium des „Kirchhoffschen Gesetzes“ (von 1845) der wusste damals schon wohin Strom fließt, wenn „er“ mehr als einen Weg hat. Gehört zu den Grundlagen der Elektrotechnik, wie auch das (hoffentlich) besser bekannte „Ohmsche Gesetz“.

    Übrigens habe ich diese eigentlich „logische Erkenntnis“ auch auf anderen Blogs gepostet. Mit wenig „Resonanz“ bislang. Gerade kritische – gern auch ungläubige Kommentare, hätte ich gerne widerlegt. Wenigsten hier wurde nachgefragt – danke !

    Muss gestehen, ich wurde nur darauf aufmerksam, weil ich nach Wegen suche, meine eigene PV etwas „egoistischer“ zu nutzen. Das geht allerdings mit einem bestehenden Vertrag frühestens nach 20 … 21 Jahren. Dabei kann und will ich mich nicht beklagen. Als „Überschusseinspeiser“ (Selbstverbrauchserfassung) weiß ich genau wie viel kWh ich jeweils einspeise bzw. selbst nutze. Hätte ich 2011 schon „ahnen können“ wohin die Entwicklung geht, hätte ich allenfalls ~5 kWp bei der Bundesnetzagentur angemeldet. So sind es 12 kWp und es ist nur wenig frei auf Dach und „sonstwo“.

  13. Rainer

    @ Felix
    Beim „1. MPS Energie Gespräch Lambsheim am 26. Juni mit Peter Kosack“ (das ist Nähe Ludwigshafen) Referent war Dr.-Ing. Peter Kosack von der TU Kaiserslautern. War genau ihre „Vorstellung“ von Herrn Kosack näher „beleuchtet“. Unmöglich hier meinen Eindruck oder gar andere Teilnehmer näher zu erläutern. Stattdessen ein PDF des „Forschungprojekt Vergleichsmessung IR-/Gasheizung, Dr.-Ing. Peter Kosack, Technische Universität Kaiserslautern.“

    http://www.directtech.de/upload/ForschungsberichtIR_Heizung_Okt_2009.pdf

    Er vertritt die These, nur über solare Energie (zumindest langfristig) – also PV – lässt sich eine Form der „Autonomie“ bewerkstelligen. Am Ende eine Preisfrage die ausschließlich durch den Preis der installierten kWh (kWp) bestimmt wird. Von einigen „Abweichungen“ abgesehen (Wärmedämmung im Altbaubestand ja oder nein) stimme ich völlig mit dem was ich in der kurzen Zeit erfassen konnte überein.

    Elektrisch zu heizen, gleich „vor Ort“ ist eine sehr vernünftige Idee. Wer etwas „verbraucht“, was sonst ungenutzt bleibt, verhält sich völlig anders, als jemand, der knappe fossile Rohstoffe zu bis 2/3 nutzlos verbrennt, um gerade 1/3 davon als elektrische Energie zu nutzen. Das ist der wohl größte Unsinn der vorstellbar ist. Das Problem, gerade in der Heizperiode eben mit sehr kleinen PV-Anlagen, lediglich einen kleinen Teil der benötigten Heizenergie ersetzen zu können, sollte niemanden abhalten es dennoch zu tun. Wer alles zur „Geldfrage“ macht, wir sich noch sehr wundern was daraus zwangsläufig wird.

    Oben auf „Rainer“ klicken und die Grafik „Nach „Jahreszeiten“ ansehen. In der Heizperiode (2012 1. Oktober bis 1. April) habe ich 2.890 kWh aus meiner PV bezogen. Da ich el. Heize, ist alles was el. Geräte im Haus „verbraten“ zunächst einmal „Heizenergie“ lediglich das warme Abwasser verrinnt nutzlos und müsste „herausgerechnet“ werden.

    Bei einem „Inselbetrieb“ wäre diese Energiemenge direkt oder indirekt zur Verfügung gestanden. Da ich derzeit keine Wärmepumpe nutze und auch (noch) sehr wenig steuere bzw. regle, sind da durchaus noch „Verbesserungen“ möglich. Derzeit tausche ich schlicht die Einspeisung in der Zeit ohne Heizbedarf mit dem darüber ( 2.890 kWh) hinaus gehenden Bezug aus dem Netz in der Heizperiode. „Provider ist Naturstrom“.

    Nochmal jede kWh aus „PV vor Ort“ reduziert sowohl die Übertragungsverluste, als auch die sonst notwendige Verbrennung von Kohle und die damt verbunden Belastungen. Im bislang besten Monat seit ich diese PV betreibe, sind inzwischen bereits 1.519 kWh zu „vermelden“ die Jahresleistung liegt bei über 6.000 kWh und hat Ende Juni damit bereit über 60% von 2013 erreicht.

  14. Rainer

    Noch´n Beitrag 🙄

    Um das Gesagte zu ergänzen, da ich aus rechtlichen Gründen an meiner Bestandsanlage nichts ändern kann, werde ich auf den verbleibenden Flächen durch Umstrukturierung eine zweite kleiner Anlage aufbauen. Teuerste Komponente der „Wechsel-Lade-Gleichrichter“ und eine (nachwachsende) Batterieanlage.

    Diese PV „Marke Schrebergarten“ wird ohne jede Verbindung zu O-Netz betrieben werden. Klar, werde ich also auch die Umsatzsteuer nicht „geltend machen können“. Doch genau diese Bindung möchte ich keinesfalls nochmals eingehen. Ein Teil meiner el. Anlage wird zur „Insel“ fein säuberlich und sicher verriegelt vom O-Netz getrennt. Was immer da „reinkommt“ verlässt mein Grundstück allenfalls in Form von „Abwärme“ (was ja auch ohne PV nicht anders wäre).

    Klar, an meiner gegenwärtigen Verteilung muss ich einiges verändern und ob sich das Ganze „rechnet“ ist mir gleichgültig. Mein PKW „rechnet“ sich schließlich überhaupt nicht (nur um ein Beispiel von „allgemein akzeptierter“ Geldverschwendung anzuführen).

    Wer Juli 2014 mit 0,1288 €/kWh einspeist und seinen Strom für ~0,29 €/kWh zurückkauft (bei Volleinspeisung) muss für alles was er bezieht das 2,25fache einspeisen – eine typische „win win Situation“ also 🙄 Wer da noch was „hergibt“ dem kann keiner helfen. Falls – nur falls die Betriebe die eigentlich auch oder ganz von PV leben sich da nix einfallen lassen, was beide Seiten „hilfreich“ ist, dann ist denen leider auch nicht zu helfen. Auf die Hilfe der inzwischen 1,5 Millionen PV-Betreiber vor der „Novelle“ kann auch keiner hoffen. Viele davon verstehen wenig bis nichts von dieser Angelegenheit 😯

  15. L. Mauris

    Hier noch ein anderer Aspekt für die Kostenrechnung bei der Verwendung von Elektroheizstäben für die Warmwasserbereitung bei hoher Sonnenintensität. Wir haben aufgrund der großen Dachfläche 15,25 kWp auf dem Dach. Kombiniert mit einer Sonnenbatterie mit 20 kWh sind wir einerseits auch an regnerischen Tagen den Eigenverbrauch zu produzieren und die Nächte ohne Zukauf zu überbrücken. Die Batterie wurde über eine Zuschuss-/Kreditlösung der KfW finanziert, was als Eingeständnis gegenüber den Energiekonzernen eine Drosselung der Einspeisung auf maximal 60% der kWp-Leistung (also hier 9,15 kW) als Auflage brachte. Nun würde der Bereich über 9,15 kW + Eigenverbrauch + Batterieladung im Zeitraum zwischen 11 und 16 Uhr ohne Vergütung weggedrosselt. D.h. wer eine größere PV-Anlage und eine subventionierte Batterie besitzt, kann eine neue Rechnung aufmachen. Ein 4 kW-Heizstab in einem Pufferspeicher und ein Elektroauto (alternativ Plug-in Hybrid) können so ohne Kosten geladen werden. Und schon hinkt der Vergleich mit Gas (7 ct) und Öl (9ct) bzw. der entgangenen Einspeisevergütung (derzeit < 0,13 ct). Zugegeben nicht das Problem der meisten PV-Anlagenbesitzer, aber eine andere Berechnungsart gegenüber der im Artikel aufgezeigten.

    1. Sabine E. Rädisch Post Author

      Eine interessante Ergänzung zum Artikel, danke dafür! Ich nehme an, dass Ihr Batteriespeicher mit dem KFW-Förderprogramm 275 (Erneuerbare Energien – Speicher) finanziert wurde. Das gibt es seit 2013 und es besteht in einem zinsgünstigen Kredit für kombinierte Anlagen aus Photovoltaik und Batteriespeicher – für Neuanlagen oder zur Speichernachrüstung von Photovoltaik-Anlagen, die nach 31.12.2012 in Betrieb gingen. Das heißt, für Besitzer von älteren Anlagen ist es leider nicht interessant, aber wie Sie schon richtig schreiben, macht es PV-Anlagen für Neueinsteiger eventuell wieder etwas attraktiver, um den Eigenverbrauch an elektrischem Strom zu erhöhen. Allerdings: Beim Heizen könnte doch der Pufferspeicher direkt „geladen“ werden, und erst recht der Akku des Elektroautos? Natürlich abhängig von den Bedürfnissen der Nutzer (viele Leute sind ja gerade dann mit dem Auto unterwegs, wenn die PV-Anlage Spitzenerträge liefert). Wann sich das Heizen mit Strom sonst noch lohnt, lesen Sie auch in einem neueren Artikel hier im Blog.

  16. Christoph_aus_München

    Hallo Zusammen,
    nun ist seit dem letzten Beitrag ein wenig Zeit vergangen und ich bin komplett neu in dem Thema.
    Ich denke eine „vernünftige“ Aussage über das Thema wird es aus Richtung Wirtschaft und Politik nie geben.
    Ich gehöre definitiv NICHT zu den Solarunternehmern, ich bin eher von der Variante „aufgeschlossen für neues“ und Selbstversorgung unterstützen.
    Bei mir sieht die Konstellation folgendermaßen aus:
    Ich habe ein sehr kleines Dach mit einer 1,5 kWp PV Anlage (also weder eine „Geldmaschine“ noch ausreichend für unseren 5-Personen Haushalt) mit Selbstnutzung vor Einspeisung.
    Mein Ziel war es nur den Strom für meine Terrarien (5 Stück damals) selbst zu erzeugen, denn das geht irgendwann auch ins Geld.
    Einen Stromspeicher habe ich nicht, denn für die kleine Anlage sind diese leider absolut überteuert.
    Aber „dank“ meinen Terrarien habe ich im vergangenen Jahr (erstes Betriebsjahr) auch nur für ca 30€ Vergütung eingespeist. Oder andersherum gesagt, ich habe wirklich maximal selbst verbraucht.
    Wenn ich jetzt von den groben Werten ausgehe („gekaufter Strom“ kostet das Doppelte wie die Vergütung) …hätte ich somit mit einem Stromspeicher 30€ mehr eingespart…. das steht (leider) nicht im Verhältnis zum Anschaffungspreis eines Stromspeichers. Auch wenn mir bewusst ist ist, dass so eine PV den Strom dann produziert, wenn man ihn gerade nicht nutzt (alle außer Haus und Licht brennt auch keines), aber die Terrarien haben diesen Umstand ja kompensiert.
    Inzwischen habe ich das ganze Haus inkl. Terrarien optimiert, d.h. alles was ging auf LED umgebaut, ein paar Altgeräte gegen effizientere Geräte getauscht usw.
    Ergo habe ich inzwischen wohl mehr „Überschuss“
    Da nun leider meine Heizung den Geist aufgegeben hat, rückte natürlich der Gedanke PV->Wärme näher…. und hier die Frage Heizstab für den Wärmepuffer oder eine Elektroheizung…
    Hier sollte ich erwähnen, dass ich bereits einen wassergeführten Kaminofen habe, also ist ein Wärmepuffer/-speicher vorhanden.
    Ich muss nun sagen, auch wenn sich das alles wirktschaftlich wohl nicht wirklich rechnet, werde ich wohl eine Stromheizung für meinen Puffer kaufen, um einfach die gesamte Einspeisung zu „verhindern“, denn die Heizung kostet nun mal nur einen Bruchteil des Stromspeichers.
    Die Rechnungen mit 28 cent(Strom), 14 cent(Einspeisung) und 7 cent(Gas) sind zwar eher ein Gegenargument, aber mit Steuer und v.A. Solarsteuer in Aussicht denke ich ist das alles nicht soo übel und ein kleiner Schritt in Richtung Ökologie und ein sehr kleiner in Richtung Autonomie.

    Mein Fazit:
    Jeder der über das Thema nachdenkt, sollte wissen was er will… und individuell überlegen, was ihm den größten Nutzen und das beste Gefühl gibt.
    Falls es sie je gab, sind die Zeiten jedenfalls vorbei, in denen eine Neuanschaffung (ohne Hausneubau) kurzfristig für schwarze Zahlen auf dem Konto sorgen.
    Vor der Neuanschaffung überlegen was Euch mehr entlastet und ALLE Optionen mit einbeziehen:
    -Wieviel Stromverbrauch ist Tagsüber und Nachts vorhanden?
    -Wieviel Warmwasser verbrauche ich am Tag?
    -Solarthermie oder PV (oder gemischt wenn Ihr soviel Dach habt)?
    -Mit oder ohne Stromspeicher?
    -Wie lange macht’s die Heizung noch? Was kostet hier eine Umrüstung auf Pufferspeicher?
    -usw.

    Nehmt Euch die Zeit, denn nur mit „Paneele auf das Dach schrauben“ ist es nicht getan.

    Vielleicht hilft mein durchaus unkonventioneller Ansatz anderen – vor allem denen mit wenig Dach/kleinen Anlagen – beim Treffen einer Entscheidung.

    In diesem Sinne,
    Christoph

  17. Sabine E. Rädisch

    Hallo Christoph,

    vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht. Für mich klingt das alles sehr vernünftig und pragmatisch – PV-Anlage nicht als Renditeobjekt, sondern als sinnvolle Ergänzung zur Energieversorgung eines Dauer-Stromverbrauchers (Terrarien), dazu sinnvolle Energiesparmaßnahmen… und eine Einspeisung von überschüssigem Strom in eine „Stromheizung“, da das PV-Modul ja schon vorhanden ist. Die Kriterien im Fazit geben schon mal einen guten Überblick, welche Überlegungen man in die Entscheidung mit einbeziehen sollte. Bleibt noch die Frage: Wie decken Sie nun den Rest Ihres Heizenergiebedarfs ab, nachdem sich die alte Heizung verabschiedet hat? Das PV-„Zubrot“ und der Kaminofen decken doch sicher nicht alles ab?

    Viele Grüße
    Sabine

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