Solare Fernwärme in Italien – die Top 5

Im Rahmen unserer Umschau in Europa, die zeigen soll, welche Großanlagen die einzelnen europäischen Staaten zur Gewinnung solarer Fernwärme am Laufen haben, wenden wir heute unseren Blick nach Italien.

Bereits Anfang des Jahres hat uns Claudia hier auf dem Blog Ecoquent Positions die aktuellen Entwicklungen zur solaren Nah- und Fernwärme in Italien vorgestellt: „Italien macht das Fernwärmenetz solarthermiereif“ lautete der Titel ihres Blogposts damals. Und der sagt bereits alles. Zwar bevorzuge Italien bei der Planung von Bauvorhaben – sowohl im privaten, als auch im gewerblichen und industriellen Bereich – Nahwärmenetze und wolle für neue Nahwärmenetze einen Garantiefonds einrichten, aber dank der geplanten Einführung von Einspeisetarifen für zugeführte Wärme und der Herabsetzung der geforderten Betriebstemperatur der zugeführten Wärme ebne man solarthermisch erzeugter Energie den Weg in die italienischen Netze, stellte Claudia zu Jahresbeginn erfreut fest.

Hier sollen die fünf größten Anlagen zur Gewinnung solarer Fernwärme Italiens  vorgestellt werden. Und wir können es gar nicht oft genug schreiben: Was sich bei den bisherigen Top-5-Artikeln abzeichnete, trifft auch auf Italien zu – die Infos zu den einzelnen italienischen Anlagen sind mitunter sehr dünn. Wer größere, neuere Anlagen oder solartechnische Details zu den aufgelisteten weiß, meldet sich bitte bei uns, am besten via Kommentar.

1. Platz: Rom

Projekt
Metro Cash & Carry Großmarkt, Rom,
Ort / Lage
Rom, Hauptstadt Italiens
In Betrieb seit
2008
Brutto-Kollektorfläche
3.000 m² (auf dem Dach)
Technologie
Solarthermieanlage "Solar Chilling", Kollektoren plus Absorptionskälteanlage kühlen bzw. beheizen den Markt
Speicherkeiner
Thermische Leistung2.100 kWth
Kostenunbekannt
Factsheethttp://www.einzelhandel.de/index.php/themeninhalte/europa/broschueren/klimaschutzleben-handelundenergieeffizienz/alternativewegeimklimaschutz-erneuerbareenergien/item/117599-metrogroup-innovativesolarthermie.html

Quellen & Links: SDH

2. Platz: Como

Projekt
Municipality Como
Ort / Lage
Como, Stadt in der Lombardei, Hauptort der Provinz Como, 45 Kilometer nördlich von Mailand
In Betrieb seit
2008
Brutto-Kollektorfläche
640 m²
Technologie
keine Angabe
Speicherkeine Angabe
Thermische Leistungkeine Angabe
Kostenunbekannt
Factsheet

Quellen & Links: SDH

3. Platz: Piscina Playa

Projekt
Haupt-Sportzentrum "Piscina Playa" in der Gemeinde Catania
Ort / Lage
Catania, nach Palermo zweitgrößte Stadt der Region Sizilien und Hauptstadt der Provinz Catania.
In Betrieb seit
2006
Brutto-Kollektorfläche
628 m²
Technologie
Flachkollektoren liefern Wärme zum Beheizen des Swimmingpools
Speicherkeiner
Thermische Leistung440 kWth
Kosten390.000 Euro (Totale Kosten, 577 Euro
pro m²)
Factsheethttp://www.solarge.org/index.php?id=1632

Quellen & Links: SDH

4. Platz: Bolzano (1)

Projekt
Centro di Formazione Professionale "Luigi Einaudi", Bozen
Ort / Lage
Bolzano (Bozen), Landeshauptstadt der autonomen Provinz Südtirol, Sitz der Südtiroler Landesregierung und des Südtiroler Landtags.Hauptstadt der Provinz Catania.
In Betrieb seit
2007
Brutto-Kollektorfläche
627 m²
Technologie
keine Angabe
Speicherkeine Angabe
Thermische Leistungkeine Angabe
Kostenkeine Angabe
Factsheet

Quellen & Links: SDH

5. Platz: Bolzano (2)

Projekt
Centro di formazione ospedaliera "San Maurizio", Bozen
Ort / Lage
Bolzano (Bozen), Landeshauptstadt der autonomen Provinz Südtirol, Sitz der Südtiroler Landesregierung und des Südtiroler Landtags.Hauptstadt der Provinz Catania.
In Betrieb seit
2007
Brutto-Kollektorfläche
572 m²
Technologie
keine Angabe
Speicherkeine Angabe
Thermische Leistungkeine Angabe
Kostenkeine Angabe
Factsheet

Quellen & Links: SDH

Außer Platz 1 (Metro-Großmarkt Cash & Carry in Rom) sind die italienischen Top-5-Anlagen auch eher klein. Und auch in dieser Übersicht belegen jede Menge Lücken und fehlende aktuellere Daten als solche von 2011 das Problem, Daten zu den Fernwärmeanlagen Europas zu bekommen. Wer von Euch mehr über Italiens größte Fernwärmeanlagen weiß, melde sich bitte: Ecoquent Positions braucht Lückenfüller! Wir sagen schon mal vorab Danke!!

Foto: Lichtsucht / photocase.com

Darf’s ein bisschen mehr sein? Passend zum Thema:
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2 Kommentare zu “Solare Fernwärme in Italien – die Top 5”

  1. Marian

    Wow, die zweitgrößte Anlage für Solare Fernwärme mit nur 640m² Brutto-Kollektorfläche? Das ist echt mal nicht viel für ein Land wie Italien. Umfasst die Liste nur die staatlichen Anlagen? Im privaten, bzw. wirtschaftlichen Sektor wird es doch bestimmt noch weitere Großanlagen geben, oder was ist Ihre persönliche Meinung Frau Brumme?

    Viele Grüße,
    Marian

    1. Cornelia Daniel

      Wir haben hier leider auch nur die Informationen vom Portal SDH – Solar District Heating und ich finde die Anlagen auch beschämend klein und normalerweise sind da sowohl private als auch staatliche Anlagen enthalten. Ich denke, dass es in den letzten Jahren einfach weniger Support für diese Art von Anlagen gegeben hat was sich mit den neuen Fernwärmeregelungen http://blog.paradigma.de/italien-macht-das-fernwarmenetz-solarthermiereif/ vielleicht ändern könnte. Da diese erst kürzlich in Kraft getreten sind, könnte es aber noch dauern bis hier wirklich Ergebnisse zu erwarten sind.

      Falls jemand dazu mehr weiß, einfach melden. Die Informationen sind leider sehr lückenhaft da es vermutlich durch fehlende Förderung auch keine Meldepflicht gibt für Anlagen die eben privat gebaut wurden.

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