Videotipp: Solare Prozesswärme spart 30 % Energie

solare prozesswärme

Das Heizen mit Solarthermie ist auch für die Industrie interessant: Über 20 Prozent der in der Industrie benötigten Wärme liegen in einem Bereich von unter 100 Grad Celsius, und solare Prozesswärme kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Im Webvideomagazin www.ressource-deutschland.tv ist ein toller Film über solare Solarwärme“ href=“https://blog.paradigma.de/industrielle-prozesswarme-ziele-im-fahrplan-solarwarme/“>Prozesswärme zu sehen, der uns gleich begeistert hat: Mit der Sonne produzieren zeigt die ganze Bandbreite dessen, was in Sachen solare Prozesswärme möglich ist – an Hand von drei sehr unterschiedlichen Industriebetrieben.

Solare Prozesswärme 1: Sahnetörtchen und Solarthermie

Die Gebrüder Hack Feinbackwaren GmbH beispielsweise nutzt solar erwärmtes Spülwasser. Besondere Bedeutung hat das für die Fertigung von fetthaltigen Backwaren wie Sahnetorten: Gut 7000 Liter warmes Wasser benötigt die Komplettreinigung der Fertigungslinie. Dabei spart Solarthermie bis zu zwei Drittel der Energie ein – mit Hilfe von etwa 100 Quadratmetern Vakuumröhrenkollektoren, die an der Fassade montiert wurden. Der restliche Energiebedarf wird mit Gas gedeckt. Da die Anlage erst im April 2014 in Betrieb ging, steht eine Jahresbilanz noch aus.

Solare Prozesswärme 2: Galvanik-Teile bekommen ihr Fett weg und trocknen

Bereits 2011 ging die Anlage der Firma Hustert Galvanik GmbH in Betrieb – sie spart 30 Prozent im Jahresdurchschnitt. Bei Hustert werden Metallbauteile, z.B. für Landmaschinen, galvanisch verzinkt. Dafür kommen sie zuerst ein heißes Entfettungsbad, nach dem Verzinken werden sie mit warmer Luft getrocknet. Die Anlage ist ein Aquasystem der Firma Paradigma, d.h. sie benutzt reines Wasser als Wärmeträger. So können die Heizkörper der Reinigungsbecken direkt vom warmen Wasser durchströmt werden; in die Trocknungskammer ist ein Wasser-Luft-Wärmetauscher eingebaut. Die Anlage verfügt über Vakuumröhrenkollektoren mit 221 m² Bruttokollektorfläche.

Solare Prozesswärme 3: Nicht nur heiße Luft

Luftströme werden auch im Lackiercenter Schulte benötigt: Beim Lackieren hält ein zimmerwarmer Luftstrom die Staubteilchen fern, anschließend kommen die frisch lackierten Fahrzeuge in eine Trockenkammer mit 70 Grad. Dabei sorgt Solarthermie für gut ein Drittel Energieeinsparung, weitere 20 Prozent spart der Betrieb durch Wärmerückgewinnung aus der Abluft. Dafür sind 140 m² Vakuumröhren der Firma Narva im Einsatz. Das Besondere: Da das Temperaturniveau der Luftströme konstant und jederzeit abrufbar sein muss, wird das warme Wasser zwischen Speicher und Wärmetauscher kontinuierlich im Kreislauf gefahren.

Optimale Abstimmung der Solarthermieanlage ist das A und O

Die Beispiele im Film zeigen, was bei solarer Prozesswärme alles möglich ist, wenn die Anlage individuell auf die Produktionsprozesse abgestimmt ist. Dann kann die Industrie mit Solarthermie eine Menge Energie und Geld einsparen und dabei noch von der Bafa gefördert werden. Auffallend ist, dass alle drei Betriebe auf die – im Gegensatz zu den Flachkollektoren – meist effizienteren Vakuumröhrenkollektoren setzen.

Foto: VDI Zentrum Ressourceneffizienz/Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Quellen:

 

mal geteilt
image_pdf

Kommentar verfassen

Ihre Emailadresse wird nicht veröffentlicht.Pflichtfelder sind so gekennzeichnet *

Erlaubtes HTML <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>