Was ist Gaswärme

Was ist Gaswärme?

In diesem Blogpost beantworten wir die Frage: “Was ist Gaswärme?”. Wir erklären den Begriff und zeigen, woraus und wie sich Gaswärme erzeugen lässt. Es geht also um das Produkt Gaswärme ebenso wie um die Produktion desselben. Wir klären über fossile und erneuerbare Quellen für Gaswärme auf und stellen die Gasbrennwerttechnik als Stand der Technik vor, um aus Gas Wärme zu machen.  

Gaswärme – eine einfache Begriffserklärung

Der Begriff Gaswärme meint Wärme, die erzeugt wird, wenn ein gasförmiger Brennstoff verfeuert wird. Der Brennstoff kann klassisches Heizgas sein, das aus Erdgas gewonnen wird und damit zu den fossilen Energiequellen gezählt wird. Auch mit erneuerbarem Biogas lässt sich Gaswärme erzeugen. Hierfür wird zunächst Biomasse vergast, die zu den nachwachsenden Energiequellen zählt.

Gaswärme aus fossilem Heizgas

Der Großteil der deutschen Heizungen wird mit Gas befeuert. Das belegen die Zahlen für das Jahr 2019 aus der aktuellen BDEW-Studie “Wie heizen die Deutschen?“, die wir euch dieser Tage auf dem Blog ausführlich vorgestellt haben. Knapp 50 Prozent der deutschen Heizungen verbrennen demnach Erdgas. Damit ist Erdgas der mit Abstand meistgenutzte Brennstoff zum Heizen hierzulande. Erdgas besteht Großteils aus Methan, sein Anteil variiert je nach Lagerstätte zwischen 75 und 99 Stoffmengenanteilen im Rohgas. Erdgas ist brennbar, es wird deshalb auch Brenngas genannt.

Beim Verbrennen von einem Kubikmeter Erdgas wird eine Wärmemenge von rund 10 Kilowattstunden freigesetzt.

Gaswärme aus erneuerbarem Biogas

Während fossiles Erdgas aufwändig aus den Lagerstätten unter der Erdoberfläche gewonnen werden muss, kommt Biogas aus sogenannten Biogas-Anlagen, die Biomasse zu Gas verarbeiten. Biomasse, das können

  • entweder nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzenreste aus der Forst- und Landwirtschaft sein
  • oder Bio-Abfälle.

Aufgrund ihrer hohen Energiedichte werden bestimmte “Energiepflanzen” auch direkt angebaut, um sie dann zu Biogas zu verarbeiten. Weitere Quellen für Biogas sind Klärschlamm und Fäkalien, sowohl von Tieren als auch von Menschen.

Die Biomasse wird in der Biogas-Anlage in feuchter Umgebung und unter Luftabschluss mikrobiologisch abgebaut. Es kommt dabei zu Faulung und Gärung. Dabei wird die organische Biomasse in Wasser, Kohelndioxid und Methan umgewandelt.

In einem Kubikmeter Biogas stecken je nach ursprünglicher Biomasse zwischen 5 und 7,5 Kilowattstunden Energie, die beim Verbrennen als Wärme freigesetzt werden.

Gasheizungen machen Gaswärme

Zum Verfeuern von Gas, fossiles Heizgas wie Biogas, braucht man Gasheizgeräte. Der typische Aufbau und die Funktionsweise einer Gasheizung lassen sich wie folgt beschreiben: Ein Gasbrenner dient der Verbrennung des Gases. Er erzeugt die Gaswärme. Gasbrenner gibt’s in verschiedenen Ausführungen. Über einen Wärmetauscher wird die Verbrennungs- und Abgaswärme (bei Gasbrennwertheizungen) an das Heizwasser übertragen. Zur Steuerung hat eine Gasheizung außerdem eine entsprechende Regeltechnik. Zum Heizungssystem gehört dann noch eine Umwälzpumpe, die das Heizwasser im Heizkreis zirkulieren lässt, ein Sicherheitsventil und ein Membran-Druckausdehnungsgefäß (MAG). Das gleicht die Volumenschwankung des Heizwassers während der Erwärmung aus. Zum Ableiten der Abgase haben moderne Gasbrennwertgeräte eine dünne Kunststoffleitung, die beispielsweise durch den Kamin geht.

Gasbrennwerttechnik ist heutzutage Stand der Technik. Ihr Vorteil: Sie macht auch die Gaswärme, die noch im Abgas der Verbrennung zum Heizen nutzbar anstatt sie über die Abgasleitung in die Umwelt auzustßen. Alles, was Ihr dazu wissen müsst, erklären wir euch hier in unserem Beitrag zur Brennwerttechnik. Moderne Gasbrennwertheizungen stellen wir euch hier im Einsatz vor: Die Beispiele aus der Praxis sind Gasbrennwertheizungen in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage, die ihrerseits noch einmal für Einsparungen am Brennstoff Gas und den daraus resultierenden Heizkosten sorgt. Die aktuellen Gasbrennwertheizgeräte für Ein- und Mehrfamilienhäuser von Paradigma findet ihr hier.

Grafik: Doreen Brumme