2,32 Solarheizungen Solarthermie-Anlagen in Deutschland 2017

2,32 Millionen Solarthermie-Anlagen in Betrieb: 78.000 neue Solar-Heizungen in 2017

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 78.000 Solarthermie-Anlagen in Betrieb genommen, der Großteil auf Eigenheimen. Damit erhöht sich die Zahl aller hierzulande betriebenen auf 2,32 Millionen Solarthermie-Anlagen. Außerdem bestätigen die Verbände für das Jahr 2017 ein wachsendes Interesse an solarer Nah- und Fernwärme.

Ende 2017 waren 2,32 Millionen Solarthermie-Anlagen auf Deutschlands Dächern in Betrieb

Die Zahl der Solarwärmeanlagen in Deutschland sei im vergangenen Jahr 2017 um rund 78.000 gewachsen, so dass Ende 2017 hierzulande über zwei Millionen Solarwärmeanlagen in Betrieb gewesen seien. Diese Zahlen veröffentlichten der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) Anfang dieser Woche. In der zugehörigen gemeinsamen Pressemitteilung liefern BDH und BSW-Solar zudem eine Grafik, die die Angabe „über zwei Millionen“ sogar noch genauer auf 2,32 Millionen Solarthermie-Anlagen beziffert und in Relation zu den Zahlen der Jahre zuvor stellt:

Gas, Öl, Wärmepumpe oder Holz – in Kombi mit Solarthermie sparen die Heizungen bis zu 40 Prozent

Gegenüber der Presse sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten König, dass Solarheizungen weiterhin populär seien. Das liege daran, dass sie mit nahezu allen anderen Heizsystemen kombiniert sowie unkompliziert nachgerüstet werden könnten. Wer beim Thema Wärme allein auf dauerhaft billiges Öl und Gas setze, liefere sich hohen Kostenrisiken aus. Solarkollektoren würden König zufolge Heizungen bereits für kleines Geld zukunftstauglich machen.

Und Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH führt aus, dass die Kombination von Effizienz und Erneuerbaren Energien sowohl im Neubau als auch in der Bestandsmodernisierung Sinn mache.

in Kombination mit Solarthermie kämen hier als Lösungen in Betracht. Gegenüber der Altanlage ließen sich demnach Energieeinsparpotenziale von bis zu 40 Prozent realisieren.

Das zeigen euch auch immer wieder unsere Projekte des Monats, die unsere Handwerker des Monats hier auf dem Blog vorstellen.

Interesse an solarer Nah- und Fernwärme ist in 2017 gestiegen

In der Pressemitteilung heißt es weiter, dass die Branchenverbände in 2017 ein wachsendes Interesse seitens

  • Stadtwerken,
  • Gewerbe
  • und Kommunen

an der Errichtung solarthermischer Großanlagen zur Erzeugung von Nah- und Fernwärme registriert hätten, während Solarthermie-Kollektoren in den letzten Jahren hauptsächlich auf Eigenheimen errichtet worden seien. Der Grund für das gestiegene Interesse an Großanlagen sei nach Ansicht der Verbände der, dass diese inzwischen klimafreundliche Wärme für unter fünf Cent pro Kilowattstunde liefern könnten.

Wer mehr zum Thema solare Nah- und Fernwärme lesen möchte, der klickt zum Beispiel hier:

Neues aus Hallerndorf: Sonniges Nahwärmenetz mit 1.300 m² Kollektorfläche

Auch 2018 winken Verbrauchern attraktive staatliche Förderungen für den Umstieg auf Solarwärme

Die Verbände BDH und BSW machen zugleich darauf aufmerksam, dass Verbrauchern auch in diesem  Jahr attraktive staatliche Zuschüsse für den Umstieg auf Solarthermie winken würden. Für die solare Heizungsmodernisierung eines Eigenheims betrüge die Förderung demnach in der Regel 3.600 Euro. Hinzu käme der Umstand, dass augenblicklich noch niedrige Zinsen günstige Finanzierungskosten ermöglichen würden. Die Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm müssen immer vor Beginn der Umbauarbeiten beantragt werden, zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Grafiken: BSW-Solar, BDH, Stand 1/2018