Ihr kennt jetzt schon unseren amtierenden Handwerker des Monats, Hans Werner Roth, und seinen Betrieb, die Ulltech AG mit Hauptsitz in Aschaffenburg, sowie das erste Lieblings-Solarthermie-Projekt des Solarteurs: die Prozesswärme-Anlage von Teppich-Runte. Heute stellen wir euch Hans Werner Roths 2. Projekt des Monats April 2018 vor: Das rosa Haus hatte er 1989 gebaut, heute wohnt sein Sohn Michael mit seiner Familie darin und betreibt eine Pelletheizung mit teilsolarer Heizung.
2. Projekt des Monats April 2018: Das rosa Haus der Roths
Als Hans Werner Roth und seine Frau ihr rosafarbenes haus 1989 erbauten, setzen sie noch auf den Brennstoff Öl zur Wärmeerzeugung für die etwa 250 Quadratmeter Wohnfläche. Doch das Heizöl verbreitete im ausgebauten Wohnkeller seinen typischen Geruch – und der stieß den inzwischen neuen Hausherren Sohn Michael Roth und Familie übel auf.
Die alte Heizung des Hauses: Fossiler Ölkessel
2012, der alte Ölkessel von Viessmann hatte zu dieser Zeit 23 Betriebsjahre geheizt, nahmen die Roths eine Heizungsmodernisierung in Angriff: zum einen wegen des betagten Ölkessels und der mit seinem Betrieb verbundenen Kosten, zum anderen, weil die mit dem Ölkessel kombinierte Luftwärmepumpe extra Stromkosten verursachte. Außerdem versprachen sich die jungen Roths mehr Unabhängigkeit vom fossilen Heizöl und seinen stetig steigenden Kosten.
Die neue Heizung: Pellets plus Solarthermie
Die Wahl einer neuen Heizung fiel auf ein Pelletsystem: den Pellet-Brennwertkessel Pelletti III (Nennleistung: 25 kW) von Paradigma samt zugehöriges Saugsystem für den komfortablen, weil: automatischen Transport der Holzpellets vom Lagerraum zum Pelletkessel. Gelagert werden die etwa fünf Tonnen Holzpellets-Vorrat übrigens in dem Kellerraum, der früher den Öltank beherbergte. So mussten für den Betrieb der neuen Pelletheizung keinerlei Umbauten vorgenommen werden. Auch der neue Pufferspeicher EXPRESSO von Paradigma fand im Keller seinen Platz. Der Pelletkessel wird von einer nicht mal acht Quadratmeter großen Solarthermie-Anlage unterstützt, die auf dem Dach der Garage montiert wurde. Die beiden Kollektoren des Typs AquaPlasma Star azzuro erzeugen Wärme, die zur Versorgung der Wohnung von Michael Roth sowie der Einliegerwohnung des Großvaters reicht. Die Pelletheizung springt nur an, wenn die Sonnenenergie mal nicht ausreicht.
Verbrauch vom 2. Projekt des Monats April 2018: Vorher-Nachher-Vergleich
Mit dem Pellet-Brennwertkessel und den im Vergleich zu fossilem Heizöl deutlich kostengünstigeren und preisstabileren Holzpresslingen verbrauchen die jungen Roths deutlich weniger Heizenergie und sparen somit auch deutlich mehr Heizkosten. Die kombinierte Solarthermie-Anlage trägt ihren Teil zur Ersparnis bei. Waren es vor der Heizungsmodernisierung etwa 3.500 bis 4.000 Liter Heizöl im Jahr, die zum Heizen von Warmwasser und Heizwasser verfeuert wurden, was in etwa sieben bis acht Tonnen Holzpellets entspräche, so rechnen Michael und Hans Werner Roth jetzt mit etwa viereinhalb Tonnen Pellets. Das wäre eine Ersparnis von 35 Prozent.
Das 2. Projekt des Monats April 2018 im Überblick
Sie möchten auch Handwerker des Monats werden? Wenn Sie wie Hans Werner Roth glühender Kämpfer für die Wärmewende und noch dazu Paradigma-Partner sind, schreiben Sie uns bitte eine kurze E-Mail an: d.brumme@nullparadigma.de! Schildern Sie darin in ein paar Sätzen, was Sie antreibt und warum sie so gerne Solaranlagen bauen. Bitte schreiben Sie auch Ihre zwei Lieblingsprojekte dazu. Wir schauen uns das gemeinsam mit dem Gebietsmanager an und melden uns. Fotos: Ulltech AG / Paradigma