Handwerker des Monats Januar 2018 Paradigma Solarteure Vervoorts 3 Meister

Handwerker des Monats ist mehr als ein Solarteur

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Unser erster Handwerker des Monats in 2018 ist Philipp Vervoorts (im Titelfoto ganz hinten). Er ist frischgebackener Meister seines Fachs und arbeitet seit gut einem Jahr in der Vervoorts GmbH – Heizung, Sonne, Bad in der Gemeinde Kranenburg (Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen), die an die Niederlande grenzt. Den Familienbetrieb leitet Philipps Vater Ulrich Vervoorts (im Bild mittig) in zweiter Generation. Im Interview spricht Handwerksmeister Philipp Vervoorts über Verbindungen: die zu seinem Beruf, zu seinem Vater und zu seinen Kunden.  Und er erklärt, warum ein Solarteur heute auch Aufklärer ist. 

Philipp Vervoorts, unser Handwerker des Monats, erzählen Sie uns bitte etwas über Ihren Familienbetrieb!

Philipp Vervoorts:  Meine Großeltern Theo (siehe Titelfoto ganz vorne) und Karola Vervoorts haben den Familienbetrieb 1961 in Kranenburg gegründet. In den ersten Betriebsjahren umfasste unser Auftragsangebot

  • die reguläre Arbeit auf der Baustelle
  • den Verkauf in einem kleinen Ladengeschäft
  • und die Klempnerei.

Meine Großeltern, so erzählt es mein Vater, haben nachts, wenn die Kinder schliefen, oft noch Bauteile gefertigt, die es anderswo nicht gab. Schon Mitte der 1960er hatte sich der Betrieb so einen Namen gemacht, der mit Zuverlässigkeit und Engagement verbunden wurde, dass er sich vergrößern konnte. Meine Großeltern hatten sowohl öffentliche als auch private Auftraggeber diesseits der Grenze und zunehmend auch solche, die aus den angrenzenden Niederlanden stammten. Mein Vater trat 1986 nach seiner Ausbildung zum Meister für Heizung und Installation in die Firma ein. Im geschichtsträchtigen 1989 erweiterte der Betrieb sein Angebot und zur Ladenfläche kam eine große Ausstellung für Bäder und Heizsysteme. Der Bereich schlüsselfertige Bäder wurde ausgebaut und wir Vervoorts spezialisierten uns auf ökologische Heiztechnik mit Solarenergie und Pellets.

Handwerker des Monats Vervoorts GmbH Kranenburg
Der Familienbetrieb unseres Handwerkers des Monats: Die Vervoorts GmbH – Heizung, Sonne, Bad in der Klever Straße 34 in 47559 Kranenburg. Foto: Vervoorts GmbH, Philipp Vervoorts

Welchen Ausbildungsweg zum Solarteur haben Sie eingeschlagen?

Ich habe zunächst eine klassische Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Heizung, Sanitär und Klimatechnik in Freiburg absolviert.  Dann arbeitete ich in dem Beruf als Kundendienstmonteur und habe meinen Kundendiensttechniker gemacht. Eine Meniskusverletzung beim Vereinsfußball verdonnerte mich dann für eine Zeit ins Büro, wo ich den Kundendienst des Betriebs leitete. Abends begann ich mit der Meisterschule.

Und wie landeten Sie im Familienbetrieb, Philipp?

Ich bin in und mit dem Betrieb groß geworden. Schon als Teenager mit 14, 15 habe ich in den Ferien mitgeholfen. Die Arbeit hat mir gefallen und den Wunsch gefestigt, selbst in diese Richtung zu gehen.

Eigentlich wollte ich in Freiburg bleiben, aber als mein Vater Unterstützung im Betrieb brauchte, weil er krankheitsbedingt eine kleine Auszeit brauchte, war ich selbstverständlich zur Stelle. Nach den vier Wochen hier gefiel es mir im Familienbetrieb so gut, dass ich geblieben bin.

Gerade habe ich meinen Meister gemacht …

Glückwunsch!

… und damit gibt es schon drei von uns (siehe Titelfoto!).

Was bedeutet es Ihnen, mit Ihrem Vater zusammen zu arbeiten?

Ich bin froh, die Chance zu haben, mit ihm zusammen zu arbeiten. Noch arbeite ich ja quasi im Schutz seiner Verantwortung: Er hält seine Hand über mich und ich kann mich entwickeln, wachsen, an meinen Fähigkeiten arbeiten. Ich kann noch viel von meinem Vater lernen. Wir sind ja nicht nur Vater und Sohn… Wir sind auch beste Freunde. Unsere Verbindung ist stark, privat wie beruflich. Das spüren unsere Kunden: Sie können sich auf uns verlassen, sehen schon heute den Betriebsleiter von morgen.

Wie kommt’s, dass das Thema Solarthermie auf der Liste Ihrer Dienstleistungen steht?

Mein Vater hat sich von Anfang an um das Thema ökologisches Heizen gekümmert. Wer den Weg einschlägt, kommt unweigerlich zu Solarenergie.

Sie sind Paradigma-Partner. Was sind die Gründe für diese Partnerschaft?

Über Empfehlungen von Kollegen kam mein Vater vor mehr als 20 Jahren auf Paradigma. Er war sowohl von der unternehmerischen Idee Alfred Ritters als auch von der Kollektortechnik überzeugt – und ist es bis heute. Wir bemühen uns für unsere Kunden um das Beste an Heiztechnik und Paradigmas Kollektoren erfüllen diesbezüglich unsere Ansprüche. Mit Paradigma verbindet uns Verlässlichkeit: Wir fühlen uns als Handwerker von der Firma unterstützt und auch auf herausfordernden Baustellen nicht allein gelassen. Und dass Moritz Ritter ins Unternehmen trat, bietet uns als Partner eine ähnliche Sicherheit wie mein Betriebseintritt unseren Kunden: Wir sehen, dass und wie es mit dem Unternehmen weitergeht. Das ist für uns als Familienbetrieb ein wichtiger Aspekt unserer Partnerschaft.

Beschreiben Sie uns bitte Ihr aktuelles Paradigma- / Solarthermie-Projekt!

Wir haben da einen Plan: Eine große Anlage auf dem Firmengebäude. Aber der Plan ist wirklich noch in der Planung! (lacht)

Bitte nennen Sie uns als Handwerker des Monats Ihr Lieblings-Solarthermie-Projekt!

Jede Anlage ist für uns Handwerker etwas Besonderes. Jeder Auftrag hat seine Besonderheiten, seien es besondere Wünsche des Kunden oder bauliche Besonderheiten. Irgendwie gehen wir ja mit jedem Kunden eine Ehe ein…

Das müssen Sie näher erklären!

Ein kompletter Auftrag besteht heute aus individueller Beratung, dem Verkauf, der Montage und einer Wartung über Jahre. Das ist eine Verbindung über Jahre, Jahrzehnte, die wir mit unseren Kunden eingehen.

Zurück zum Lieblingsprojekt: Gibt’s da eins, das Sie uns als Projekt des Monats hier auf dem Blog näher vorstellen würden?

Für mich ist immer der Moment der schönste, wenn unsere Kunden nach einer gewissen Laufzeit der modernisierten Heizung bestätigen können, dass die von uns erwartete Ersparnis an Brennstoff und damit CO2 tatsächlich zustande kam. Ein gutes Beispiel dafür ist die neue Heizung mit Solarthermie, die wir bei Familie Heek installiert haben. Das Projekt stelle ich Ihnen gerne näher vor!

Abgemacht. Das wird unser erstes Projekt des Monats! Zur nächsten Frage: Wo drückt der Schuh im Alltag? Welche Hürden sind im alltäglichen Umgang mit Solarthermie gegebenenfalls besonders hoch beziehungsweise schwer zu nehmen?

Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit der Lage. Wir haben – auch dank unserer Aufklärungsarbeit – eine gute Nachfrage nach Solarenergie.

Aufklärungsarbeit? – Klären Sie uns darüber bitte auf!

Als Solar-Handwerker reden wir direkt mit den Verbrauchern über Heizungen, die sich rechnen: für den Verbraucher und für die Umwelt. Unsere Kunden kommen zu uns, weil ihnen die Ungewissheit zu schaffen macht, wie lange sich ihre bestehende Heizung, die abhängig  von der Verfügbarkeit und den Preisen fossiler Brennstoffe ist, noch rechnet. Andere treibt eher der grüne Daumen in die Heizungsmodernisierung. Und wieder andere kommen zu uns, weil ihre alte Heizung kaputt ist. Allen unseren Kunden wollen wir die Heizung einbauen, die am besten zu ihnen passt. Und so bieten wir in unseren Schulungsräumen, der “Pelleteria”,

  • Energiefrühstücke
  • und Energieabende

an. Dort halten mein Vater und ich im Wechsel Vorträge über Heizen mit Erneuerbaren Energien wie Heizen mit Holzpellets und Solarthermie. Auch über Förderungen für Heizungen mit Erneuerbaren informieren wir unsere Kunden ausführlich.

Wie viele solcher Energievorträge halten Sie im Jahr?

Zusammen kommen mein Vater und ich auf rund 50 Veranstaltungen.

Wie gut sind die besucht?

Aus unserer Sicht zählt jeder Kunde, den wir aufklären können. Mal ist es nur ein Gast, mal sind es drei und mal zehn.

Das heißt, dass Sie als Solar-Handwerker neben der klassischen Handwerksarbeit auch ganz neue Wege gehen: als Marketier und Führer durch den Förderdschungel!

Ja, das ist für uns ein ganz wichtiger Aspekt unserer Arbeit. Ökologisches und ökonomisches Heizen beschränkt sich ja nicht mehr nur auf einen Kessel allein. Wir klären unsere Kunden auch über Optimierungen der kompletten Heizungsanlage wie den hydraulischen Abgleich und mehr smarte Lösungen auf.

Und gerade bei Solarthermie-Kollektoren ist diese Aufklärung auch nötig: Da werden oft noch Äpfel mit Birnen verglichen. Wir erklären unseren Kunden beispielsweise, warum die Paradigma-Kollektoren mit ihrer Aqua-Plasma-Technologie die höchste Leistung am Markt bringen und zeigen ihnen an unseren bereits verbauten Anlagen, dass die versprochene Energieersparnis damit auch tatsächlich eintritt.

Gerade haben wir in unserer Ausstellung die neue Pelletheizung von Paradigma Peleo Optima mit Brennwerttechnik installiert.

Heizraum Ausstellung Vervoorts GmbH Handwerker des Monats
Der neue Heizraum in der Ausstellung der Vervoorts GmbH – unser Handwerker des Monats. Foto: Vervoorts GmbH, Philipp Vervoorts

Und wie schon gesagt, an einer großen Solarthermie-Anlage auf dem Betriebsdach planen wir noch … So haben unsere Kunden Pellets und Solar zum Anfassen und Anschauen.

Sie erwähnten eben auch smarte Heizungslösungen: Stehen die bei den Kunden bereits auf der Wunschliste?

Wir bauen smarte Heizungs-Steuerung und -Überwachung heute als Standard mit ein. Aus eigener Erfahrung bei mir daheim kann ich nur sagen, dass das wirklich hilft, Heizenergie und Heizkosten zu sparen. Und darum geht es doch!

Genau! Ein tolles Schlusswort, Philipp! Nochmals danke, für dieses Gespräch über Sie als Handwerker des Monats und die Einblicke in Ihre Arbeit.

Fotos: Vervoort GmbH, Philipp Vervoort