Mertens: "Mit dem Kollektorlabel sind wir vorne dabei"

Wie schon im letzten Artikel versprochen, fangen wir derzeit viele Marktstimmen zum Thema Kollektorlabel ein. Um zu zeigen, dass mittlerweile sehr viele Branchenvertreter ein solches Label als längst überfällig betrachten, sprechen wir nun mit einigen der Unterstützer der ersten Stunde. Heute sprechen wir mit Herrn Mertens, dem Geschäftsführer von Westech Solar, einem Großhändler für solarthermische Systeme, welcher im Online-Shop und auf der Website bereits aktiv mit dem Kollektorlabel wirbt.

Herr Mertens, könnten Sie Ihr Unternehmen kurz vorstellen?

Westech Solar hat sich seit seiner Gründung in der Branche der erneuerbaren Energien bestens etabliert. Das Kerngeschäft des Unternehmens basiert auf dem Vertrieb von innovativen Produkten und Systemen zur ökologisch erneuerbaren Energiegewinnung im Bereich Solarenergie. Damit verbindet Westech Solar Umwelt und Wirtschaft mit ökologisch sinnvollen und hochwertigsten Produkten zu einem geschäftlichen Erfolg.

Wir arbeiten nach den folgenden Grundsätzen:

  • Entwicklung und Verkauf wirtschaftlich sinnvoller Systemlösungen unter vorrangiger Nutzung regenerativer Energien
  • Sinnvolle Einbindung konventioneller und/oder vorhandener Technik in die Systemlösungen
  • Ausbaufähigkeit der Teillösungen zu Gesamtsystemlösungen
  • Einsatz von hochwertigen, beständigen und hygienisch einwandfreien Werkstoffen
  • Einbindung der direkten Solarenergie in das Gesamtsystem für Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung
  • Nicht die Einzelkomponenten sondern das optimierte Zusammenspiel der ausgewählten Bausteine bestimmt Wirtschaftlichkeit, Energieeinsparung und Umweltverträglichkeit des Gesamtsystems

 Wie kamen Sie zum Kollektorlabel, wo haben Sie davon erfahren?

Wir halten uns stets auf dem Laufendem was das Thema Erneuerbare Energien angeht. Seien es die Neue EnEv, andere Verordnungen oder Vorschriften. Wir wollen nicht nur einfach mitschwimmen – wir wollen vorne voraus sein. Auf einer Fachmesse wurden wir das erste Mal auf das Label aufmerksam. Seit diesem Tag an sind wir von der Idee überzeugt.

Warum waren Sie so schnellentschlossen und haben sofort mitgemacht?

Im Bereich der Elektronik gibt es schon seit über 6 Jahren ein ähnliches Label. Transparenz schaffen und Wärmeerzeuger vergleichbar machen ist und sollte immer die Grundlage eines solchen Label sein.

Farbige Effizienzskalen machen sehr einfach und deutlich den Energieverbrauch von Produkten sichtbar und ermöglichen es Kunden europaweit, beim Kauf energieeffiziente Produkte zu wählen. Auf der anderen Seite sorgen die Effizienzklassen für mehr Wettbewerb zwischen den Herstellern, da potenzielle Kunden die angezeigte Energieeffizienz von Geräten bei der Kaufentscheidung stärker berücksichtigen. Jeder ist somit vergleichbar und transparent dem Kunden gegenüber.

Sie werben auf ihrer Website sehr stark mit dem Label. Was erwarten Sie sich davon?

Wir bieten Verbrauchern die Möglichkeit, aus dem Produktsortiment den Kollektor zu wählen, der für sie den passenden Ertrag liefert. Es wird eine klare Aussagen gemacht und überzeugt mit einer übersichtlichen Gliederung sowie einer intuitiv verständlichen Darstellung. Der Kunde wird nicht von undurchsichtigen und aufgeblasenen Testergebnissen und Leistungskurven verwirrt.

Der Solarthermiebranche geht es derzeit sehr schlecht, warum ist das Ihrer Meinung nach so und was müsste man dagegen tun?

Das denke ich mal hat mit der Größe der Lobby für Photovoltaik zu tun. Es wird viel stärker Meinung und Werbung für Module als für Kollektoren gemacht. Daher ist der Kunde stärker auf Photovoltaik als auf Solarthermie ausgerichtet und sucht stärker in diesem Bereich.

Sie verkaufen sowohl solarthermische Systeme als auch Photovoltaikanlagen, was mich persönlich sehr freut, weil ich ebenfalls ein Anhänger beider Systeme bin. Leider hat sich in den letzten Jahren eine gewisse Konkurrenz entwickelt. Wie sehen Sie diese Entwicklungen, warum bieten Sie nach wie vor beides an und wie sehen Sie die Kombination von PV und Wärmepumpe wenn es um Heizungen (nicht um Warmwasserbereitung) geht.

Es ist mir persönlich sehr wichtig das heutzutage Solarthermie und Photovoltaik sinnvoll kombiniert Hand in Hand verbaut wird. Damit kann aus beiden Lösungen das effizienteste und regulativste System gebaut werden. Thema Sonnenhaus.

Nun wie immer die Wunschfrage zum Schluss. Wenn Sie sich von der deutschen und europäischen Energiepolitik etwas wünschen dürften. Was wäre das?

Anstatt weiterhin die Wünsche und Anregungen der europäischen Energiekonzerne wie RWE, Shell und Co. zu bedienen, sollte die EU lieber über eine alternative Energieversorgung nachdenken. Erneuerbare Energien lösen nicht nur die Abhängigkeit von russischen Energieimporten, sondern auch eine neue Abhängigkeit von europäischen Energiekonzernen.

Fiebke / photocase.com

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