Nachhaltig, kreativ, authentisch

nachhaltig, kreativ und authentisch

Sparsamkeit ist aus der Mode gekommen: Noch meine Oma verfügte über ein Rührgerät, das mit einer kleinen Handkurbel betrieben wurde. Stromfrei, geräuscharm und ausfallsicher. Geruhsam auf der Hausbank sitzend, konnte sie die Sahne zum Sonntagskaffee steif schlagen und dabei noch mit der Nachbarin plauschen. Und das Energiekonzept des Bauernhauses beruhte auf der Nähe von Mensch und Tier. Moderne Wohnhäuser verfügen selten über einen angebauten Kuhstall, stattdessen wohnen wir heute mit unzähligen lieb gewordenen Stromfresserchen zusammen und möchten es zu jeder Zeit behaglich warm.

Es ist noch Platz auf deutschen Dächern

Da sind andere Lösungen gefragt, und mit Sparen allein schaffen wir keine Energiewende. Ich bin nach wie vor ein Fan kreativer, dezentraler Lösungen. Auf den Landwirtschaftsgebäuden von heute glänzen Photovoltaikmodule, zumindest in Deutschland, wo eine großzügige Einspeisevergütung den Solarstrom mehr als salonfähig machte. Doch was ist mit der Heizung? Die wird nämlich bei der aktuellen Energiedebatte gern vergessen. Dabei entfällt mehr als die Hälfte des Endenergiebedarfs in Deutschland auf Wärmeenergie! Die Sonne ist wohl die älteste aller Wärmequellen auf unserem Planeten. Mit Hilfe der Solarthermie machen wir sie nutzbar für die Heizung – oder, ein Blick in die Zukunft, auch für industrielle Prozesse.

Auf  deutschen Dächern ist genug Platz für eine friedliche Koexistenz von Strom- und Wärmeerzeugung. Neben der Solarthermie gibt es noch Wärmepumpen, Pelletsheizung, intelligente Haustechnik, effiziente Dämmung, neue Speichertechnologien – es tut sich was bei den Erneuerbaren Energien. Und zwar auch dezentral, abseits vom Strombereich.

Auf der Jagd nach Informationen

Doch es gibt noch viele offene Fragen, Potentiale, Raum für neue Ideen. Darum bin ich hier vertreten, als Ingenieurin, Bloggerin und Kreative. Technik und Texten sind meine Leidenschaft; ich liebe es, Energie-Wissen aufzuspüren und gut lesbar zusammenzustellen – für mich selber und für Euch. Ich bringe gern Struktur in die Vielzahl der Fakten, die sich dabei auftun. Oft muss ich kürzen und vereinfachen; die Kunst ist, das wirklich Wichtige auswählen und Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren.

Besonders neugierig bin ich darauf, was sich andere Ingenieure und Ingenieurinnen einfallen lassen, und wie die Solarthermie im Einzelnen funktioniert. Das Grundprinzip ist einfach, doch die Details sind anspruchsvoll und die Technik wird ständig weiterentwickelt. Nicht zu vergessen die individuelle Planung und Qualitätssicherung der einzelnen Anlage vor Ort.

Ich werde aber nicht nur technisches Wissen zusammentragen, sondern auch immer wieder Fragen stellen: Gibt es ein Grundrecht auf billige Energie? Wie umweltverträglich ist die Wärmepumpe? Wenn ich dabei Widerspruch provoziere, weil man manches anders sehen kann  – umso besser! Steigt ein in die Diskussion bei Ecoquent Positions.

Foto: (c) Weyrauch

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4 Kommentare zu “Nachhaltig, kreativ, authentisch”

  1. Antje Radcke

    Freue mich sehr über diesen neuen Blog und dessen AutorINNEN! Möge die Solarthermie endlich die öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient!
    Und Energiesparen kann man ja trotzdem – ich habe mir z.B. einen guten alten “Teppichdackel” gekauft, der gemeinsam mit dem Besen den Staubsauger in den meisten Fällen überflüssig macht 😉

  2. Cornelia Daniel

    Danke liebe Antje! Wir hoffen auch, dass die Solarthermie nun eine Plattform hat bei der die allerneuesten Technologien und Projekte sichtbar werden. Da verstaubte Bild des Kollektors als reines “Zubrot” zur fossilen Heizung muss sich ändern und die Branche auch die Vollversorgungsidentität annehmen.

    Jetzt musst du mir nur noch erklären was ein Teppichdackel ist??

  3. Antje Radcke

    Ein Teppichdackel ist eine Art Staubsauger ohne Strom (zur Veranschaulichung einfach den Begriff in die Google-Bilder-Suche eingeben). Funktioniert super. Früher war das ‘ne echte Innovation nach dem Teppichklopfer.

  4. Sabine E. Rädisch Post Author

    Stimmt, so einen Teppichdackel hatte meine besagte Oma auch. Ich wusste nur nicht, dass er so genannt wird. Habe aber sofort verstanden, was Sie meinen, Antje 🙂 Als Kind dackelte ich eifrig damit über den Flurläufer, es war also noch dazu ein praktisches Spielzeug… Und, wie der Handquirl, ziemlich geräuscharm. Dass beide Geräte (wieder) im Handel sind, zeigt, dass intelligente Lösungen immer gefragt sind. Während Dackel und Quirl allein mit Muskelkraft auskommen, fängt die Solarthermie die Energie dort ein, wo sie gebraucht wird.

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