Auf Projekt 1 des Monats folgt unmittelbar Projekt 2. In diesem Fall bleibt das Ganze ja quasi in der Familie, denn bei den beiden Projekten handelt es sich um die Privathäuser unserer amtierenden Handwerker des Monats Juni, Christian und Rüdiger Schramm, die ihre Handwerksbetriebe Team Schramm in Deutschland und Luxemburg führen. Das Interview mit Christian Schramm könnt ihr hier lesen, sein Projekt “Passivhaus” haben wir hier vorgestellt. Projekt 2 ist das Haus von Rüdiger Schramm. Mal sehen, was er an Solarthermie zu bieten hat!
Rüdiger Schramms Einfamilienhaus mit einer zu beheizenden Wohnfläche von 240 Quadratmetern steht in Bethingen, Mettlach. Es wurde 2007 gebaut.
20 Quadratmeter Solarthermie-Kollektoren auf dem Dach
Von Beginn an setzte unser Handwerker des Monats Juni 2016 Rüdiger Schramm auf Solarthermie: Er installierte auf dem Dach seines Hauses sechs Solarthermie-Kollektoren des Typs CPC 30 STAR azzurro von Paradigma. Die gesamte Bruttokollektorfläche der Solarheizung beträgt 19,8 Quadratmeter. Die Anlage erwirtschaftet einen Jahresertrag von 6.900 Kilowattstunden (kWh/a). “Die Wahl fiel einst auf Paradigma-Kollektoren”, sagt Rüdiger Schramm, “weil die den besten Wirkungsgrad aufwiesen”. Wissen müsse man, so erklärt Schramm lachend weiter, dass seine Anlage von Weitem sichtbar ist – “ein Aushängeschild für mich als Solarteur, aber auch für den Hersteller Paradigma …”
Im Haus werkelt außerdem eine Pelletsheizung, deren jährliche Brennstoffbedarf bei 3,5 Tonnen Holzpellets liegt. Das entspricht bei aktuellem Tonnenpreisen von derzeit 215 Euro gut 750 Euro im Jahr. Für die Trinkwasserbereitung ist eine Frischwasserstation im Einsatz.
Wichtig war Rüdiger Schramm die optimale Kombination der Komponenten seiner Heizungsanlage, die sich insbesondere in der warmen Saison von März bis Oktober auszahlt.
Projekt 2 des Monats Juni 2016 - Einfamilien in Bethingen
Anlagengröße: | 6 Kollektoren á 3,30 Quadratmeter: 19,8 Quadratmeter | Maximaler Kollektorertrag laut Solar Keymark (SK) Standort Würzburg 50°: 1.990 kWh/Jahr |
Kollektoren: | CPC 30 STAR azzurro | Normertrag der Kollektorfläche laut SK: 11.940 kWh/Jahr |
Neue Heizung: | Pelletheizung, Frischwasserstation | Jahresverbrauch Holzpellets: 3,5 Tonnen |
Trinkwassererwärmung: | ja | |
Heizungsunterstützung: | ja | |
Beheizte Fläche: | 240 Quadratmeter | Baujahr der Anlage: 2007 |
Ausführender Betrieb: | Rüdiger Schramm, Team Schramm SARL, 16 ZAE Le Triangle Vert, L-5691 Ellange, Telefon: +352 266772, Fax: +352 266772 99, E-Mail: info@nullteamschramm.com, Internet: http://www.teamschramm.com/. www.teamschramm.com/ |
L-5691 Ellange, Telefon: +352 266772, Fax: +352 266772 99, E-Mail: info@nullteamschramm.com, Internet: http://www.teamschramm.com/
Fotos: Team Schramm
Wie viele kWh/a werden, mittels WMZ nachgewiesen, tatsächlich geerntet?
Moin, Herr Dipl.-Ing. Creifelds – ich leite die Frage gleich mal weiter …
Leider kann ich Ihnen hier keine genaue Antwort geben, da weder Monotoring noch WMZ bei der Anlage vorhanden sind. War 2007 noch nicht an der Tagesordnung ;o)
Hallo liebe Energiewender/-innen
Solarenergie, ob nun thermisch oder PV, ist die Energie der Wahl. Doch unter Klimaschutzgesichtspunkten kann ich das Verbrennen von immer knapper werdendem Holz nicht mehr verstehen. Bindet doch 1m3 Holz 1 Tonne CO2 bzw. gibt sie wieder frei wenn ich ihn verbrenne. Siehe dazu auch das Video “Holzlüge” unter https://www.youtube.com/watch?v=LbxzSkPivqE
Biomasse hat dazu den extrem niedrigen Wirkungsgrad bezogen auf die Umsetzung der Sonnenenergie (ca. 1-2%). Ein 50 Jahre alter Baum ist schnell verbrannt und emmitiert dann das CO2 auf einen Schlag, das er vorher in 50 Jahren gesammelt hat.
Klug? Ich meine, das können wir uns nicht mehr leisten!
Holz ist ein Energiespeicher und sollte nur dann verbrannt werden, wenn Sonne und Wind nicht liefern.
Klimafreundliche Grüße von
Hermann
@ Hermann
Vollste Zustimmung!!!
Zusätzlich zur Holzlüge kommt noch hinzu, das die Nutzungsgrade technisch bedingt hier im Vergleich zu allen anderen Verbrennungswärmeerzeugern deutlich die schlechtesten sind. Stückholzverbrennung ist eigentlich ein Umweltskandal insbesondere, wenn auch die Feinstaubbelastungen zusätzlich berücksichtigt werden.
Restholznutzung, die keiner anderen stofflichen Verwertung zu geführt werden kann, bildet hierbei eine Ausnahme.