Wärmepumpenförderung 2026_Fristen

Wärmepumpenförderung 2026: Zuschüsse, Fristen und Voraussetzungen

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Wer im laufenden Jahr 2026 eine Wärmepumpe kauft, bekommt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten vom Staat zurück – noch. Die Bedingungen dafür ändern sich alle sechs Monate, und für eine bestimmte Gruppe von Hausbesitzer:innen tickt eine besonders scharfe Frist: Wer bereits eine Wärmepumpe oder Pelletheizung besitzt, die 2008 oder später installiert wurde, verliert zum 1. Januar 2027 die komplette Förderung für einen Austausch. Dieser Artikel fasst alles zusammen, was ihr zur aktuellen Wärmepumpenförderung 2026 wissen müsst.

Paradigma Wärmepumpe als Teamplayer WP Hypernova
Unsere beste Wärmepumpe: Die Paradigma Luftwärmepumpe WP Hypernova ist leiser und effizienter als andere Wärmepumpen in der Kategorie Luft-Wasser. Damit steht sie an der Spitze der BAFA-Liste. Foto: Paradigma

Wärmepumpe: Fördersätze 2026 im Detail

Die zentrale Wärmepumpenförderung läuft über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), Programm KfW 458, die seit dem 21. Juli 2026 in ihrer aktuellen Fassung in Kraft ist:

Grundförderung: 30 Prozent. Sie steht allen Antragstellenden zu, unabhängig vom Einkommen, vorausgesetzt, dass das Gebäude mindestens fünf Jahre alt ist.

Klimageschwindigkeitsbonus: aktuell 16 Prozent. Greift, wenn ihr

  • eine funktionstüchtige Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung ersetzt,
  • oder eine Gas- beziehungsweise Biomasseheizung, die mindestens 20 Jahre alt ist.

Der Bonus sinkt ab dem 1. Februar 2027 alle sechs Monate um 4 Prozentpunkte, bis er im August 2028 vollständig entfällt.

Einkommensbonus: neu gestaffelt. 40 Prozent bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro.

Familienzuschlag: neu seit Juli 2026. Lebt mindestens ein minderjähriges Kind in eurem Haushalt, sinkt das für die Wärmepumpenförderung 2026 angesetzte Einkommen einmalig um 10.000 Euro, was oft eine höhere Einkommensstufe erreichbar macht.

Maximaler Gesamtfördersatz: bis zu 80 Prozent, gedeckelt auf förderfähige Kosten von aktuell 28.000 Euro für die erste Wohneinheit, macht maximal 22.400 Euro Zuschuss.

Entfallen ist der frühere Effizienzbonus von 5 Prozent für natürliche Kältemittel, er wurde ersatzlos gestrichen.

Was sich zum 21. Juli 2026 geändert hat

Vorher lagen die maximale Förderung bei 70 Prozent auf bis zu 30.000 Euro förderfähige Kosten, der Klimageschwindigkeitsbonus bei 20 Prozent, der Einkommensbonus pauschal bei 30 Prozent bis 40.000 Euro Einkommen. Seit der Reform ist die Förderung für Geringverdienende und Familien großzügiger geworden, während die förderfähigen Höchstkosten und der Klimageschwindigkeitsbonus gesunken sind und seither kontinuierlich weiter sinken.

Wärmepumpenförderung 2026: technische Voraussetzungen

Nicht jede Wärmepumpe wird automatisch gefördert. Diese Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0, nachgewiesen nach VDI 4650 Blatt 1
  • Gebäudealter: Bauantrag oder Bauanzeige müssen mindestens fünf Jahre zurückliegen.
  • Lärmgrenzwerte: Seit Januar 2026 müssen Luft-Wasser-Wärmepumpen mindestens 10 Dezibel (dB) unter dem europäischen Ökodesign-Grenzwert liegen.
  • Listung: Die Anlage muss auf der BAFA-Liste förderfähiger Wärmepumpen geführt werden.
  • Ab 1. Juli 2027: Neue Wärmepumpen benötigen eine digitale Schnittstelle nach dem europäischen Code of Conduct for Energy Smart Appliances, zum Beispiel im EEBUS-Format.
  • Ab 1. Januar 2028: Gefördert werden dann nur noch Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel, praktisch also mit R290 (Bundesverband Wärmepumpe).

Die wichtigste Frist: Austausch einer bestehenden Wärmepumpe oder Pelletheizung

Das ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird, obwohl er finanziell am schwersten wiegt: Wer eine Wärmepumpe oder Pelletheizung besitzt, die ab 2008 installiert wurde, und diese gegen eine neue Anlage austauschen will, bekommt dafür zum 1. Januar 2027 gar keine Förderung mehr. Und bei Anlagen, die vor dem Jahr 2008 installiert wurden, sinkt die Förderung auf pauschal 25 Prozent der Gesamtkosten.

Für alle, deren Wärmepumpe zwischen 2008 und heute eingebaut wurde und in absehbarer Zeit ohnehin ersetzt werden müsste, gilt deshalb: Der Antrag muss vor dem 1. Januar 2027 gestellt sein, sonst entfällt die Förderung komplett, unabhängig vom technischen Zustand der Anlage.

Fristenübersicht auf einen Blick

Wärmepumpenförderung

Schritt für Schritt zum Antrag

  1. Paradigma-Partnerbetrieb kontaktieren und die Anlage planen lassen
  2. Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung abschließen
  3. Bestätigung zum Antrag (BzA) mit BzA-ID vom Fachbetrieb einholen
  4. Antrag im Portal „Meine KfW” stellen, zwingend vor Baubeginn
  5. Förderzusage abwarten, erst danach mit den Arbeiten beginnen
  6. Anlage installieren lassen, 36 Monate Zeit ab Zusage
  7. Bestätigung nach Durchführung (BnD) einreichen, Rechnung hochladen
  8. Auszahlung

Der teuerste Fehler, den ihr machen könnt, ist der: den Auftrag zu vergeben, bevor der Antrag gestellt und bestätigt wurde. In diesem Fall wird der Antrag ohne Prüfung abgelehnt.

Die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit allen Details findet ihr in Teil 7 unserer Artikelreihe zur Wärmepumpe.

Rechenbeispiel zur Wärmepumpenförderung 2026

Ein Haus mit fossiler Heizung, Investition 28.000 Euro, entspricht der aktuellen Förderobergrenze:

  • Ohne Einkommensbonus: 30 Prozent Grundförderung plus 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus, macht 46 Prozent, also 12.880 Euro
  • Mit vollem Einkommensbonus (Einkommen bis 30.000 Euro) plus Familienzuschlag: 30 plus 16 plus 40 Prozent, gedeckelt auf maximal 80 Prozent, also 22.400 Euro

Der Unterschied zwischen den beiden Szenarien beträgt 9.520 Euro, allein abhängig von Haushaltseinkommen und Familienzuschlag.

Häufige Fragen zur Wärmepumpenförderung 2026

Wie viel Förderung bekomme ich für eine Wärmepumpe?

Zwischen 30 und 80 Prozent der förderfähigen Kosten, abhängig von eurem Einkommen und davon, ob ihr eine fossile Heizung ersetzt.

Wird eine alte Wärmepumpe auch gefördert, wenn ich sie austausche?

Nur eingeschränkt. Bei ab dem Jahr 2008 installierten Anlagen entfällt die Förderung zum 1. Januar 2027 komplett, bei älteren Anlagen sinkt sie auf pauschal 25 Prozent.

Muss ich den Antrag vor oder nach dem Kauf stellen?

Zwingend vorher. Der Antrag muss bewilligt sein, bevor ihr einen bindenden Vertrag mit dem Fachbetrieb abschließt, ein Vertrag mit aufschiebender Bedingung ist die übliche Lösung dafür.

Welche Wärmepumpe wird 2026 noch gefördert?

Fast alle gängigen Modelle mit natürlichem oder synthetischem Kältemittel, solange sie auf der BAFA-Liste (siehe Link oben) stehen und die Mindest-Jahresarbeitszahl von 3,0 erreichen. Ab dem Jahr 2028 gilt zusätzlich die Pflicht zum natürlichen Kältemittel.

Lohnt sich eine Wärmepumpe trotz sinkender Förderung noch?

Für die meisten Haushalte ja, weil Grundförderung und Einkommensbonus erhalten bleiben oder sogar großzügiger geworden sind. Was konkret sinkt, sind der Klimageschwindigkeitsbonus und die Höchstgrenze, planbar über die Fristentabelle oben.

Weiterführende Informationen

Wer tiefer einsteigen möchte, findet die ausführliche Einordnung in unserer siebenteiligen Artikelreihe „Warum sich der Kauf einer Wärmepumpe 2026 lohnt” insbesondere in Teil 7 zur Förderung. Wer eine bestehende erneuerbare Heizung austauschen möchte, findet die vollständige Einordnung zur 2008er-Regel in unserem Artikel „Alte EE-Heizung tauschen, solange es noch Förderung gibt“.

Interesse an einer Wärmepumpe? Unsere Paradigma Partner-Betriebe beraten euch unverbindlich und prüfen eure konkrete Förderfähigkeit.

Foto: andranik123 – Adobe.Stock.com, Paradigma