Als wir euch vor ein paar Wochen unsere Deutschlandkarte mit Großanlagen unserer Ritter Energie Marke Ritter XL Solar vorstellten, haben wir darauf auch schon die derzeit noch im Bau befindliche Solarthermie-Großanlage in Potsdam aufgezeigt. Auf der Baustelle hat sich inzwischen viel getan: Wir kommen gut voran mit dem Bau der in diesem Jahr größten Anlage made by Ritter Energie. Schaut selbst!
Unter der Marke Ritter XL Solar baut Ritter Energie große Solarthermie-Anlagen, die ihre Solarwärme sowohl in Nahwärmenetze und Quartiersnetze als auch in Fernwärmenetze einspeisen.
Solarthermie-Großanlage made by Ritter XL Solar in Potsdam – die Fakten
Die Solarthermie-Großanlage in Potsdam wird derzeit auf einer Freifläche nahe dem Heizkraftwerk Süd aufgebaut. Ihr Bauherr sind die Stadtwerke von Potsdam, die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP), die Freifläche ist Teil eines Industriegeländes auf dem Areal der EWP.
Das gesamte Solarthermie-Feld besteht aus 1.044 Solarthermie-Kollektoren, die auf eine Bruttokollektorfläche von 5.157 Quadratmetern (m²) kommen. Um die Fläche effektiv auszunutzen, werden jeweils zwei Kollektoren übereinander aufgeständert. Die Aufständerung ist am obersten Punkt mit 2,24 Metern (m) übermannshoch. Der Aufstellwinkel der Kollektoren beträgt 20 Grad (°), damit im Sommer ein Maximum an Solarstrahlung aufgenommen und in nutzbare Wärme umgewandelt werden kann.
MIt ihrer Fläche von 5.157 Quadratmetern ist diese Ritter-XL-Solar-Großanlage die größte, die Ritter Energie in 2019 bislang errichtet hat und nach der 8.300 m² großen Großanlage, die wir im Jahr 2016 für die Stadtwerke Senftenberg gebaut haben, unsere bisher zweitgrößte Anlage überhaupt.
Mit dieser großen Fläche erzeugen die Solarthermie-Kollektoren in Potsdam pro Jahr etwa 2,3 Gigawattstunden (GWh) solare Wärme. Diese Wärme wird direkt vor Ort in das bestehende Wärmenetz der Stadtwerke Potsdam eingespeist. Das gelingt in einem speziellen Gebäude über Wärmetauscher: der sogenannten WÜST (das steht für Wärmeübergabestation). Zur WÜST gelangt die solare Wärme über Leitungen, die wir im Erdreich verlegen. Die Potsdamer Anlage wird von uns so ausgelegt, dass die Wärmeeinspeisung durchweg in den Vorlauf des Potsdamer Wärmenetzes erfolgt:
- im Sommer mit einer Vorlauftemperatur von 90 Grad Celsius (° C)
- im Winter mit einer Vorlauftemperatur von bis zu 105 ° C
Die maximal erreichbare Leistung der Anlage liegt bei etwa 3,1 Megawatt (MW). Im Vergleich zur herkömmlichen Flachkollektortechnologie kommt unsere Anlage aus Hochleistungs-CPC-Vakuumröhrenkollektoren mit Aqua-Plasma-Technologie auf ein Mehr an Solarwärme von über 60 Prozent.
Über 40 Prozent der einfallenden jährlichen Strahlungsenergie können in Hochtemperaturwärme umgewandelt werden, das ist um den Faktor 2 bis 3 mehr als bei der Technologie Photovoltaik zur Erzeugung von Solarstrom. In Deutschland wird laut Experten der Solarwärme ein möglicher Anteil an der Fernwärmeversorgung von circa 15 Prozent zugesprochen.
Solare Fernwärme als ein Standbein zur Fernwärmeversorgung der Potsdamer
Bislang versorge das Heizkraftwerk Süd, ein Gaskraftwerk, das 1995 ans Netz ging, 95 Prozent der Haushalte in Potsdam mit Fernwärme und 90 Prozent mit Strom. Der Aktionsplan Klimaschutz der Landeshauptstadt Brandenburgs sehe laut Zeitungsberichten online vor, dass die Potsdamer Energie- und Fernwärmeversorgung langfristig nicht allein vom zentralen Heizkraftwerk-Süd im Industriegebiet abhängig sein und stattdessen dezentral neu aufgestellt werden solle. Konkret wolle die Energie und Wasser Potsdam GmbH künftig Tiefengeothermie, Solarthermie und BHKW (Blockheizkraftwerke) als weitere Standbeine zur Energieversorgung nutzen.
Noch mehr Bilder zur Potsdamer Anlage zeigen wir euch auf Ritter XL Solar. Schaut mal rein!
Fotos: Ritter XL Solar