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Biotreppe mit Solarthermie: Ausweg aus der Kostenfalle

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Wir haben euch bereits erklärt, was die Biotreppe ist und auch vorgerechnet, was sie kostet. So viel steht fest: Die Biotreppe-Kosten sind hoch. Doch hier kommt die gute Nachricht: Es gibt einen Weg, das Kostenrisiko der Biotreppe aktiv zu begrenzen, ohne auf die Gasheizung verzichten zu müssen, ohne teure Infrastruktur und ohne großen Umbau. Der Weg führt auf euer Hausdach: Biotreppe mit Solarthermie.

Solarthermie ersetzt Biomethan sofort und dauerhaft

Eine Solarthermieanlage wandelt Sonnenlicht in Wärme um und speist diese direkt in den Pufferspeicher ein, aus dem sie dann in den Heizkreislauf geschickt wird. Was euch die Anlage an Solarwärme liefert, muss euer Gaskessel nicht mehr erzeugen. Und was der Gaskessel nicht verbrennen muss, muss auch nicht als teures Biomethan eingekauft werden.

Das klingt nicht nur einfach, es ist es auch.

Die Solarthermieanlage verändert weder eure bestehende Heizungstechnik, noch braucht sie einen neuen Brennstoff. Ihr “Brennstoff” ist die Sonnenenergie – und die kommt gratis zu euch aufs Hausdach. Sie ergänzt demnach, was an Technik bereits da ist. Und sie ersetzt teure Gaswärme. Die Solarthermieanlage tut das von dem Moment an, in dem die erste Sonne auf den Kollektor fällt.

Was eine Solarthermieanlage an Wärme liefert

Unser Paradigma Solarthermiekollektor AQUA PLASMA 19/50 zum Beispiel kommt nach der Solar-Keymark-Zertifizierung, dem europäischen Prüfstandard für Solarthermiekollektoren, geprüft vom TÜV Rheinland, auf einen spezifischen Jahresertrag von 661 Kilowattstunden (kWh) Wärme pro Quadratmeter (m2) Bruttokollektorfläche.

Für ein typisches Einfamilienhaus mit 150 m2 Wohnfläche empfiehlt sich eine Anlage mit rund 10 m2 Bruttokollektorfläche. Das entspricht zwei Modulen des AQUA PLASMA 19/50. Diese Anlage liefert pro Jahr:

10 m2 mal 661 kWh/m2 = 6.610 kWh Wärme

  • Das sind 6.610 kWh Wärme, die die Sonne erzeugt.
  • 6.610 kWh, die nicht aus dem Gasnetz kommen müssen.
  • 6.610 kWh, auf die kein Biomethan-Aufschlag fällig wird.

Was das in Euro bedeutet: Jahr für Jahr

Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer ISE, die wir euch hier bereits vorgestellt haben, liegt der Biomethan-Aufschlag gegenüber fossilem Erdgas bei rund 3 bis 5 Cent je kWh (ct/kWh). Nimmt man einen realistischen Gesamtgaspreis von 13 ct/kWh im niedrigen Szenario der Studie an, spart die Solarthermieanlage im ersten Betriebsjahr:

6.610 kWh × 0,13 €/kWh = rund 859 Euro

Im höheren Preisszenario, 16 ct/kWh, sind es bereits über 1.050 Euro pro Jahr.

Und das ist erst der Anfang. Denn mit jeder Biotreppenstufe steigt der Biomethan-Anteil im Gas – und damit der Preis jeder kWh, die aus dem Gasnetz kommt. Das heißt: Was die Solarthermie spart, wird in den kommenden Jahren mehr wert:

Biotreppe Solarthermie

Die genauen Zahlen hängen von der künftigen Preisentwicklung ab, doch die Richtung ist eindeutig: Je höher die Biotreppe steigt, desto wertvoller wird jede solar erzeugte kWh.

Die Solarthermieanlage erfüllt auch die gesetzliche Pflicht

Mit Solarthermie spart ihr aber nicht nur Geld. Sie befreit euch vorerst auch von der Biotreppe-Pflicht:

Das GModG sieht ausdrücklich vor, dass Hausbesitzer:innen, die ihre Gasheizung mit einer ausreichend dimensionierten Solarthermieanlage kombinieren, die ersten beiden Biotreppenstufen bis Ende des Jahres 2034 vollständig erfüllen können: ohne Biomethan, ohne Mehrkosten beim Brennstoff.

Die Mindestanforderung für ein Einfamilienhaus:

0,07 m2 Aperturfläche je m2Nutzfläche

Bei 150 m2 Wohnfläche sind das rund 10,5 m2: Das ist eine Größe, die zwei Module des Paradigma Kollektors AQUA PLASMA 19/50 problemlos abdecken.

Und das ist noch nicht alles: Vakuumröhrenkollektoren wie der Paradigma  AQUA PLASMA werden im GModG sogar bevorzugt behandelt: Ihre erforderliche Mindestfläche reduziert sich gegenüber Flachkollektoren um 20 Prozent. Das ist ein weiterer Vorteil der Hochleistungstechnologie.

Ab dem Jahr 2035 ist dann ein Fachkundigennachweis erforderlich, der die solare Deckung des Wärmebedarfs belegt. Wer eine gut dimensionierte Solarthermieanlage betreibt, wird diesen Nachweis in der Regel ohne Aufwand erbringen können.

Biotreppen-Kosten senken: Solarthermie als erster Schritt – nicht als letzter

Wer heute eine Gasheizung mit Solarthermie kombiniert, trifft keine endgültige Entscheidung. Er trifft eine kluge Zwischenentscheidung. Die Solarthermieanlage auf dem Dach arbeitet mit jeder Heizung zusammen: auch mit einer Wärmepumpe, die vielleicht in zehn Jahren folgt. Dann entlastet sie die Wärmepumpe in der Übergangszeit, senkt deren Stromverbrauch und verlängert ihre Lebensdauer.

Der Einstieg mit Solarthermie hält euch alle Türen offen. Er

  • senkt die laufenden Kosten sofort,
  • erfüllt die gesetzlichen Anforderungen
  • und schafft eine Infrastruktur, die auch beim nächsten Heizungstausch noch wertvolle Dienste leistet.

Die Sonne schickt euch keine Rechnung. Die Biotreppe kostet euch mit jeder Stufe mehr. Das ist der einfachste Grund, heute mit Solarthermie anzufangen.

Foto: Paradigma