++EILT++ Verbot für neue Öl- und Erdgasheizungen in Dänemark

Verbot von Ölheizungen in Dänemark

So oder so ähnlich hätte die Headline letztes Jahr oder spätestens am 1. Jänner durch alle Medien gehen müssen. Tat sie aber nicht, deshalb hole ich das jetzt nach. Dass Dänemark es wirklich ernst meint mit der vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien, habe ich schon an mehrfacher Stelle erwähnt. Seit meinem ELEEP Studientrip dorthin schaue ich immer wieder was da drüben so passiert. Dass seit Jänner 2013 die Installation von Öl- und Gasheizungen in Neubauten verboten ist, kam mir jedoch erst jetzt und vor allem irgendwie nebenbei zu Ohren und je mehr ich darüber nachdenke, desto bewusster wird mir, welch historischer Schritt das eigentlich ist. Man muss sich das einmal vorstellen, ein Land verbietet einen bzw. gleich zwei ganze Wirtschaftszweige!

Unspektakuläre Aussendung des Dänischen Energieministeriums

Also nochmal: Dänemark verbietet seit diesem Jahr den Einbau von Öl- und Erdgasheizungen (Biogas wird nicht verboten) bei Neubauten und dem nicht genug; ab 2016 werden auch Altbauten umgestellt! Gefunden habe ich das durch Stöbern in Foren und dieser Passus versteckt sich auf Seite zwei eines offiziellen Dokumentes des dänischen Klima, Energie und Bauministerium. Alleine der Name dieses Ministeriums sagt schon aus, dass die Dänen verstanden haben, dass dieses Thema interdisziplinär angegangen werden muss. Ich will gar nicht wissen in wie vielen verschiedenen Ministerien die Agenden für Energie, Klima und Bauen in Deutschland und Österreich verstreut sind. Aber zurück zu unserer Aussendung, da steht ganz trocken und ohne viel Tamtam:

Mehr erneuerbare Energien in Gebäuden
Die Vereinbarung beinhaltet das Auslaufen von Öl-Heizkessel in bestehenden Gebäuden durch folgende Maßnamen:
– Ab 2013 Verbot der Installation von Öl-Heizkessel und Erdgas-Kessel in Neubauten ab 2013
– Ab 2016 Verbot der Installation von neuen Öl-Heizkessel in bestehenden Gebäuden wo Fernwärme oder Erdgas zur Verfügung stehen.
–  Bereitstellung von Mitteln in der Höhe von DKK 42 Millionen (€ 5,6 Mio.) im Zeitraum 2012-2015  für die Finanzierung der Umstellung von Öl- und Gaskesseln auf erneuerbare Energieträger in bestehenden Gebäuden.

Keine einzige Headline zu diesem Thema

Ich hab nun etwas gegoogelt wer im letzen Jahr darüber berichtet hat. Bis auf einige Diskussionen in Foren und einem unscheinbaren Artikel auf Econitor, wo das in einem Nebensatz erwähnt wird, habe ich aber NICHTS gefunden. Liebe Journalisten, was wenn nicht das ist eine headlinewürdige News, die eigentlich um die ganze Welt gehen hätte müssen. Das erste Land, welches nicht nur redet und erneuerbare Kapazitäten aufbaut, sondern die alten tatsächlich ABBAUT. Daran hakt es nämlich noch gewaltig. Wir bauen brav aus, aber die schmutzigen Kraftwerke laufen weiter und dann wundern wir uns, wenn die Preise an der Börse sinken.

Diese Info schlichtweg nicht erwünscht?

Ohne jetzt vielleicht in die Ecke der Verschwörungstheoretiker geschoben zu werden, frage ich mich ob die Regierungen und Medien unserer Länder einfach nicht wirklich Interesse daran haben, dass diese Vorgehensweise vielleicht auch noch Mode macht. Ich finde diese Entscheidung ist noch geschichtsträchtiger als der Atomausstieg Deutschlands, über den die Medien ja tagein-tagaus berichteten. Die paar Atomkraftwerke zu ersetzen ist wohl ein Klacks im Vergleich dazu welchen Aufstand die Kessellobby bei uns machen würde, wenn man so eine Idee überhaupt nur ausspricht.  Bei uns (Ö) schießt die Industrie sogar noch Förderungen zu, wenn man seinen alten Ölkessel durch einen neuen ersetzt. Das ist wirklich für mich wie der erste gratis Schuss für Drogensüchtige. Ist man erstmal süchtig, kommt man die nächsten 10 Jahre dann nicht mehr los. Wer bei den Ölpreisen noch drauf reinfällt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Blöd ist’s nur wenn zum Beispiel ein Vermieter die Mieter mit Ölkesseln beglückt. Die dürfen dann jahrelang für die Fehlentscheidung brennen. Mit einem solchen Verbot werden also auch Mieter geschützt.

Warum nicht auch bei uns?

Ich stelle nun die Gretchenfrage. Warum nicht auch in Österreich und Deutschland? Was sind die Gründe, abgesehen von fehlenden Konzepten für einen ganzheitlichen Ausstieg aus fossilen Energien? Lasst uns versuchen, diese Eilmeldung mit einem Jahr Verspätung öffentlich zu machen um diese Frage öffentlich beantworten zu lassen. ++EILT++

Nachtrag 15.2.2012

Wahnsinn welches Echo die Meldung ausgelöst hat, ich wusste ja, dass das ein Headlinefähiges Thema ist, umso merkwürdiger, dass das bislang noch niemand aufgegriffen hatte. Hier eine Liste der weiteren Artikel, die zu dem Thema erschienen sind.

Weitere Artikel, die über den Ausstiegs Dänemark aus der Öl- und Gasbeheizung berichten:

Bild: hemogenes / sxc.hu

Darf’s ein bisschen mehr sein? Passend zum Thema:
  • Verbot-Ölheizung-Österreich-2015-Metro
    Verbot für Ölheizungen auch für Österreich ab 2015?

  • Mit kleinen Schritten aus der Heizölpreisfalle
  • Aufschrei Preissteigerung Heizöl
    Wo ist der Aufschrei zur 10 Prozent Heizölpreissteigerung?
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Vielen Dank und sonnige Grüße

26 Kommentare zu “++EILT++ Verbot für neue Öl- und Erdgasheizungen in Dänemark”

  1. Blumental

    Naja, ich denke Deutschland und Dänemark kann da nur eingeschränkt vergleichen. Dänemark setzt seit langem auf Nahwärme. Soweit ich weiß werden 80% der Haushalte in Dänemark mit Nahwärme versorgt. Insofern dürfte der Anteil an verkauften Öl- und Gaskesseln bereits in der Vergangenheit relativ gering gewesen sein. Ein Verbot tut der Industrie da also auch nur eingeschränkt weh.

    Sinnvoll ist das Nahwärmekonzept in Dänemark allemal, nur kann man es nicht von heute auf morgen auf ein anderen Land überstülpen. Es gibt ja einige Konzepte in denen Nahwärme eine wichtige Rolle spielt: Power to Gas beispielsweise, wo man mit überflüssigen Strom zuerst Wasserstoff herstellt und den dann methanisiert. Der Prozess hat einen schlechten Wirkungsgrad, doch man könnte die Abwärme der Anlagen in Nahwärmenetzen nutzen. Genauso wie bei der anschließenden Verstromung des Gases in GuD-Kraftwerken (Gas und Dampf).
    Das geht aber alles nicht von heute auf morgen. Was will man den Leuten sagen die sich in den letzten Jahren neue, effizientere Kessel gekauft haben? Tut uns leid, ihr müsst jetzt auf Nahwärme umsteigen?
    Man hätte sich darüber vor ein paar Jahren Gedanken machen müssen. Oder man muss sich jetzt Gedanken machen und endlich ein sinnvolles Konzept aufstellen. Dann könnte man vielleicht in einem Jahrzehnt auch solche Verbote wie in Dänemark durchsetzen. Jetzt von heute auf morgen funktioniert das nicht, da muss man realistisch bleiben. Worauf soll man umsteigen?
    Wärmepumpen? Wenn die an kalten Tagen besonders gefordert sind, kommt das Stromnetz aktuell schnell an seine Grenzen. Und solange 75% des Stroms immer noch aus fossilen Brennstoffen kommen, ist das auch nicht wirklich regenerativ.
    Pellet-Kessel? Gas aus Biomasse? Das Potential dafür ist beschränkt.

    Ich weiß auch nicht ob man es sich mit den Öl-Kesseln so einfach machen kann. Ich bin kein Österreich-Experte (komme aus Deutschland) aber ich könnte mir vorstellen das in einigen Ecken des Landes Öl-Kessel einfach eine praktische Lösung darstellen. Aufgrund der geografischen Lage wird vermutlich nicht jede kleine Ortschaft ans Gas-Netz angeschlossen sein. Öl-Kessel werden in diesen Fällen eine einfache und zuverlässige- aber sicher keine billige- Lösung sein.

    Auch in Deutschland erkläre ich mir den Anteil der verkauften Öl-Kessel (der jedoch immer weiter sinkt) teilweise mit solchen Fällen.

    Eine wirklich gute Frage ist jedoch trotzdem warum solche Meldungen nicht mal ansatzweise den Weg in die Presse finden. Das gilt ja auch für andere Fälle. Wo war die Meldung im letzten Jahr, das Strom aus neuen Photovoltaik-Anlagen billiger ist als der aus der Steckdose und deshalb neue private Anlagenbetreiber den Strom primär erstmal selber verbrauchen werden?
    Eine Verschwörung vermute ich dahinter nicht. Die traurige Wahrheit ist wohl einfach, das die Medienlandschaft nicht mehr differenziert genug auf das Zeitgeschehen schaut und nur auf der Jagd ist nach der nächsten Headline hinter der sich ein Artikel verbirgt, der ohne lange Erklärungen auskommt.

    Wie die Kessel-Hersteller auf solche Vorschläge reagieren würden, ist auch eine gute Frage. Ich habe gelesen, das die EU plant, ab 2020 einen Standard für Neubauten festzulegen der dem Passivhaus-Standard entspricht. Sollte das tatsächlich zu kommen, würde das ja praktisch einen Verbot von Öl- und Gaskesseln für Neubauten gleichkommen. Man darf gespannt sein.

  2. Cornelia Daniel Post Author

    Hallo Herr Blumental,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort zu so später Stunde. Natürlich kann man das nicht von heute auf morgen machen und viele wissen auch nicht, dass das derzeitige dänische Konezpt 4 Jahre!!! ausgearbeitet wurde. Wir müssen also unbedingt anfangen, ganzheitliche Konzepte für die Umstellung zu machen, lange dauern wird’s dann eh von selbst.

    Mir ging’s auch nicht darum das für Österreich oder Deutschland zu verlangen, nur darum, dass diese wirklich wichtige Meldung in keinem einzigen Medienhaus aufgenommen wurde. Aber vielleicht ja jetzt :-).

  3. JC

    Hallo,
    also ich finde das schon auch nachamenswert. Schließlich bestünde bei uns in Deutschland auch die Möglichkeit mal über Nahwärme nachzudenken. Dass es bei uns gegenwärtig noch nicht möglich ist, offenbart doch gerade wie weit wir da zurück sind.
    LG, JC

  4. florian

    naja, das Konzept ließe sich ohne weiteres auf Österreich umlegen. Man kann mit Fug und Recht davon sprechen, dass Dänemark hier ambitionierter arbeitet. Im Strombereich wurde der Übertragungsnetzbetreiber verstaatlicht um zu 100% das Ziel der vollständigen Versorgung mit erneuerbarer Energie zu erreichen. Im Wärmebereich wird der Antrieb wohl ähnlich sein – in beiden Fällen – Strom wie auch Wärme hat diese Einstellung Großunternehmen hervorgebracht und auch kleinregionale Strukturen gefördert. Mit Vestas (Windenergie) und Dong Energy (Wind, Wärme) sind das global erfolgreiche Unternehmen, die vorrangig im erneuerbare Energien Sektor aktiv sind.

    Wie erwähnt, strukturell ließe sich das auch in Österreich umsetzen. Nur vom Wärmebereich gesprochen gibt es nur leider seit Jahrzehnten die ehemaligen Staatsbetriebe, die zB das Gasnetz in den Kommunen kontrollieren, Ölkonzerne, die jährlich Werbung für Ölheizungen machen und ähnliches. Es gibt eben kein durchorganisiertes Arbeiten am gemeinsamen Ziel, kein politisches Commitment zu Erneuerbaren. Ansonsten wäre Nahwärmeversorgung auch in Österreich leicht möglich, die Besiedelungsdichte ist hoch genug.

    Wenn man sich allerdings die zögerliche Nutzung der 100 Mio Euro Sanierungsförderung ansieht, muss man sich auch fragen, ob nicht Österreicher an sich einfach nicht genug Eigenantrieb haben…

    1. Cornelia Daniel Post Author

      Was mir in Dänemark auch aufgefallen ist, dass die Kräfteverhältnisse in der Industrie eben genau durch Vestas und Dong völlig anders verteilt sind und dadurch war die Zieldefinition offensichtlich einfacher. Es ist ja nicht so, dass wir nicht auch einen Plan bis 2050 hätten. Nur leider kennt niemand die Energieautarkeistudie und von einer Finanzierung davon sind wir meilenweit entfernt. Umso besser, dass ein Land zumindest mal zeigt, wie es gehen kann.

    2. florian

      Naja das ist schon auch ein Henne-Ei Problem. Wenn die Politik zwischen der Polemik der “hohen Kosten” und den Chancen für die Wirtschaft hin und her gerissen ist kann das nicht klappen. Ein Wandel muss kommen das ist Fakt. Das Ökostromgesetz in Österreich ist schon eine Vorlage, das muss man zugeben. Es ginge mehr aber es tut sich etwas. Bei der Wärme hinkt es allerdings, da sind wir von Gas und Öl getrieben und es fehlen innovative Ansätze die über ein paar Nahwärme Hackschnitzelanlagen hinaus gehen. Realistische Politik kann meiner Meinung nach nur noch offen sagen, dass es nicht mehr anders geht und wir alle zusammenarbeiten müssen (oder eigentlich dürfen). Es wäre also an der Zeit, dass die Politik das “Heute” “spannende Zeiten” nennt und sich den Chancen stellt. Der Apparat darunter muss aber wohl zum Glück gezwungen werden.

  5. Jan Gesthuizen

    Man ist schon neidisch, dass uns das nicht selber aufgefallen ist 😉

    Aber wir werden jetzt auf jeden Fall unseren Teil dazu beitragen dieses schöne Beispiel weiter bekannt zu machen.

    1. Cornelia Daniel Post Author

      🙂 Dann muss ich etwas richtig gemacht haben! Jedenfalls suuuper, dass ihr auch darüber berichtet. Ich glaube man könnte dieses Thema noch viel größer machen und da seid ihr dann die Profis. Ich kann euch jedenfalls versprechen, dass die Absatzzahlen steigen werden, wenn ich mir die Resonanz hier so anschaue 😉

  6. Markus Gailfuß (BHKW-Infozentrum)

    Ähm – vielleicht hat es noch keiner mit bekommen:
    aber in Deutschland dürfen seit 2009 im Neubau-Bereich keine Erdöl- oder Erdgaskessel mehr eingesetzt werden, wenn nicht die EnEV-Bestimmungen deutlich unterschritten, regenerative Energiequellen wie z. B. Solarthermie oder Holzpellet zumindest teilweise zum Einsatz kommen oder BHKW-Anlagen mindestens 50% des Wärme-/Kältebedarfs abdecken. Und wenn wir von einem teilweisen Einsatz von regenerativen Energiequellen sprechen, so beträgt dieser beispielhaft für feste Biomasse mehr als 50% des Wärmebedarfs. Bei Solarthermie sind es immerhin noch 15%.
    Das Ganze nennt sich dann Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG).
    Im Bundesland Baden-Württemberg gibt es für Bestandsgebäude im Bereich der Wohnungswirtschaft und für Altenpflegeheime bereits seit 2008 die Pflicht, bei einem Austausch der Heizkesselanlage regenerative Energiequellen zumindest anteilig zu nutzen. Auch hier ist ein Einsatz eines “stupiden” Brennwert- oder Heizölkessels nicht möglich.
    Vielleicht von vielen ebenfalls unbemerkt: das europaweite ErP-Labeling für Heizkessel wird noch vor dem Jahre 2020 dazu führen, dass reine Brennwert-Kessel ohne regenerative Zusatztechnologie (also z. B. Solarthemieunterstützung) oder BHKW gar nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Dadurch werden alle regenerativen und alternativen Technologien deutlich konkurrenzfähig – und zwar auch für Bestandsgebäude.

    Dänermark ist aber mit Deutschland und Österreich nur schwer vergleichbar.
    Aufgrund der sehr weisen Entscheidung Dänemarks in den 1970er Jahren, den Bau von Kondensations-Kraftwerken ohne Wärmenutzung zu verbieten, wurde der Ausbau zentraler und dezentraler Heizkraftwerke mit Fernwärme forciert. Nahezu 60% der Gebäudeflächen in Dänemark werden über Fernwärmesysteme beheizt, die zu einem Großteil in Kraft-Wärme-Kopplung und mit regenerativen Energiequellen betrieben wird.
    Übrigens: Der Entwicklungspfad für die Wärmeversorgung der nächsten Jahre sieht in Dänemark einen massiven Ausbau der Elektrowärmepumpen vor. Diese sollen vorrangig die Heizöl- und Erdgaskessel ersetzen.
    Warum ist das so? Weil die Dänen irgendwie den Überschuss ihres Stroms aus Windkraftanlagen nutzen wollen.
    In Österreich oder Süddeutschland wird das in Bezug auf Windkraft schon ein wenig problematischer – und mit PV-Strom ist in der Heizperiode die Bude nicht unbedingt warm zu kriegen…

    1. Cornelia Daniel Post Author

      Danke für die tollen Inputs und Insights Markus! Und ja, offensichtlich hat auch das keiner mitbekommen, weil die Zeitungen einfach ständig nur über Strom schreiben. Ich kann mir aber auch schon vorstellen warum. Mir wird ja schon schwindelig wenn ich nur deine Zusammenfassung lese was die wenn’s und dann’s dieser offensichtlichen Beamtenregelung betrifft. Will mir gar nicht vorstellen wie viele Beamte damit beschäftigt sind irgendwelche Prozentzahlen zu überprüfen. Die Dänen schaffen das in einem einzigen Satz, das ist für mich auch das Herausragende.

      Die Strategie klingt in sich geschlossen jedenfalls recht vernünftig aber das ewige: Das Land kann man mit dem Land nicht vergleichen klingt für mich mittlerweile eher wie eine faule Ausrede. Man kann sich zumindest ein paar Dinge abschauen und auf sein eigenes Land übertragen – ohne dabei aber auf alle möglichen Industrieinteressen Rücksicht zu nehmen.

  7. Kilian Rüfer

    Warum erscheinen solche Headlines nicht? Berchtigte Frage. Auf dem Weg zu einer journalistischen Nachricht müssen diverse Hürden genommen werden. Die Redaktion muss es gut finden. Die Nachricht muss dem Leser gefallen. Die Zeitung muss den richtigen politischen Schwerpunkt haben. Nehmen es Nachrichtenagenturen auf? Gibt es bereits mehr als fünf Berichte dazu? Ich frage mich manchmal auch ob es nur die menschlich chaotische Unvollkommenheit ist. Vielleicht können wir Blogger zu Agenda-Settern aufsteigen. Immerhin sollen die Plagiatsgeschichten auch im ehrenamtlichen Hinterfragen begonnen haben.

  8. regina urbon

    Klasse! Wie krieg ich nur die anderen 14 Leutchen unserer Eigentumergemeinschaft dazu? Selbst der Nachbar Kaminkehrer hat nichts Besseres zu tun als auf die seiner Meinung nach hervorragenden Werte der Olheizung zu verweisen! Beantwortet die Frage nach dem Alter det olheizung gar nicht erst und fuhlt sich allein durch die Frage dsnach auf den Schlips getreten… die Heizung ist vermutlich so alt wie das Mehrfamilienhaus. Ach ja! Aber keine Sorge: ich werde aktiv und bin fur Vergleiche und Vergleichswerte dankbar. Herzlicher Gruss gina urbon

  9. Petra

    Hilfe! Die armen Dänen werden ersticken!!!

    Holzverbrennung ist extreme Luftverschmutzung! Ich kann das sagen! Müssen wir ja jeden Tag mit den Auswirkungen, der ach so modernen Holzöfen und Holzheizungen leben!
    Ich habe Asthma und leide massiv unter dem Dreck! Es wird immer schlimmer!

    1. Cornelia Daniel Post Author

      Also die Dänen haben sich schon etwas dabei gedacht. Die Ölheizungen werden nicht durch einzelne Holzöfen ersetzt, sondern haben ein ausgeklügeltes Wärmenetz in Planung bzw. in Betrieb, welches mit Solarthermie, Biomasse und überschüssigem Windstrom bzw. Abwärme betrieben wird. Bitte ein bisschen auf die Wortwahl achten, wenn gepostet wird. Ich würde auch mal behaupten, dass auch Ölheizungen gewisse Abgase verursachen, die einem Asthma nicht förderlich sind. Wichtig ist es so viel Energie wie möglich aus Wind und Sonne zu holen und so wenig wie möglich zu verbrennen. Egal welcher Stoff es ist.

    2. Blumental

      Sie schreiben es doch selber als Kommentar unter einem ihrer Videos, der Kessel über den sie sich beschweren wird vermutlich nicht so betrieben wie es gedacht war. Wenn der Nachbar in seinem Ölkessel Schweröl verbrennen würde, wäre das auch nicht im Sinne des Erfinders.

      Staubabscheideverfahren für Holzkessel sind bereits entwickelt und lassen sich gerade bei größeren Anlagen (relevant in Dänemark da dort viel Nahwärme) gut realisieren.

  10. Petra

    Wortwahl? Ich hab nur die Wahrheit geschrieben. Sie können gern auf meinem YouTube Kanal „TF2Petra“ diese Realität besichtigen.

  11. Cornelia Daniel Post Author

    Wie gesagt, Dänemark geht weg von Einzelfeuerungsanlagen, hinzu Wärmenetzen, die so erneuerbar wie möglich betrieben werden. Schwarze Schafe gibt’s unter einzelnen Hausbesitzern einfach immer viele, deshalb sind kleine dezentrale Anlagen, die hohe Auflagen haben, viel einfach zu überwachen und sauber zu betreiben. Tut mir leid, dass Sie so viele Probleme mit den Nachbarn haben. Würde deshalb aber nicht die ganzheitliche Vorgehensweise der Dänen verurteilen.

  12. Petra

    Vielleicht zeigen uns die Dänen den richtigen Weg, hier in Deutschland läuft nämlich etwas gewaltig schief.

  13. Cornelia Daniel Post Author

    In Sachen Biomasse meinen Sie? Leider wurde der Wärmemarkt sehr, sehr lange vernachlässigt und es fehlen langfristige Konzepte. Es wäre Zeit das mal richtig klug anzugehen. Dänemark hat das Konzept ganze vier Jahre lang ausgearbeitet und verhandelt. Man kann sich ausrechnen wie weit man von Lösungen entfernt ist, wenn man noch nichtmal angefangen hat, darüber zu sprechen.

  14. Petra

    Das ist richtig, zur Zeit versucht hier jeder seine Heizkosten auf fast Null zu senken. Nicht nur die Nachbarn machen das, es ist ein allgemeines Problem. Wie 19 45 wird alles Brennbare verbrannt, aber nicht um zu überleben, sondern um zu sparen.

  15. Petra

    @Blumental

    Das Problem ist, dass die Leute kein Geld für irgend welche Staubabscheider oder Filter ausgeben wollen.

  16. Yoshimi Yamaguchi

    Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Verbot für neue Öl- und Gasheizung in Dänemar“ vom 14.02.2013 gelesen. Ich habe danach die Homepage der dänischen Botschaft besucht. Dort fand ich auch keine weitere Information. Könnte ich Ihnen paar Fragen stellen?
    – Welche Heizung kann stattdessen eingebaut werden, nur die Wärmepumpe?
    – Warum darf im bestehende Gebäude Gasheizung eingebaut werden, anstatt das Haus energetisch zu sanieren?
    Für Ihre Antwort im Voraus vielen Dank !

    1. Cornelia Daniel-Gruber Post Author

      Hallo Frau Yamaguchi,

      Dänemark setzt vor allem auf Fernwärme und da auf solare Fernwärme gekoppelt mit Biomasse und Gas. Es gibt so weit ich weiß nur mehr sehr wenige Häuser, die eine eigene Heizgelegenheit haben und ich denke schon, dass auch Holzheizungen und alle anderen erneuerbaren erlaubt sind, vielleicht hat hier sonst noch jemand Details. Leider wurde der Link zu der Presseaussendung vollständig gelöscht, auch innerhalb der Seite führt der Link ins Leere. Hier das Strategiepapier 2050 wo das auch erwähnt ist. http://www.ens.dk/sites/ens.dk/files/dokumenter/publikationer/downloads/energy_strategy_2050.pdf Dort steht noch 2012 drinnen, es wurde dann anscheinend nach hinten verschoben.

      Die 2. Frage kann ich leider nicht beantworten aber trotz Sanierung braucht es meist noch eine Heizung. Ich nehme mal an, dass die Energiestandards ohnehin sehr hoch sind. Die Restenergie darf eben nicht mehr mit kleinen fossilen Befeuerungsanlagen erzeugt werden.

      Vielleicht hat sonst ein Leser noch eine Antwort auf die Fragen?

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Vielen Dank und sonnige Grüße

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