Gimbweiler: Nahwärmenetz mit Solarthermie-Großanlage von Ritter XL Solar eingeweiht

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Gute Nachrichten aus Gimbweiler in Rheinland-Pfalz: In dem Bioenergiedorf im Hunsrück wurde das neue Nahwärmenetz eingeweiht. Laut der Pressemeldung des Klimaschutzministeriums Rheinland-Pfalz versorge das neue Wärmenetz mehr als 100 Gebäude im Ort mit umweltfreundlicher Wärme – erzeugt mit einer Solarthermie-Großanlage von Ritter XL Solar und zwei Holzhackschnitzelkesseln. Die Wärmetrasse komme auf eine Länge von gut 4.000 Metern. 

Mit der Umstellung der Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien, Solarthermie und Biomasse, spare die Gemeinde Gimbweiler künftig mehr als 600 Tonnen (t) CO2 pro Jahr ein – das entspreche mehr als 200.000 Litern (l) Heizöl. So leistee Gimbweiler nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern stärke auch die regionale Wertschöpfung. Denn die zur Wärmeversorgung benötigten Holzhackschnitzel würden aus der Region stammen. Das sei ein Erfolgsmodell, wovon auch andere Kommunen im Land profitieren könnten, sagte Staatssekretär Erwin Manz am vergangenen Freitag bei der feierlichen Einweihung des neuen Nahwärmenetzes. Das Klimaschutzministerium habe dieses mit etwa 151.000 Euro gefördert, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Solarwärme und Holzwärme – das ist Wärme fit4future

Erneuerbare Energien übernähmen zunehmend die Verantwortung für ein sicheres und kostengünstiges Energieversorgungssystem. Man wolle in Rheinland-Pfalz bis spätestens 2040 klimaneutral sein. Dafür brauche man das Engagement der Kommunen als zentrale Schlüsselakteure für die Umsetzung des Klimaschutzes vor Ort und engagierte Gemeinden wie Gimbweiler, sagt der Staatssekretär weiter. Die Kommune setze sich seit Jahren aktiv für eine klimafreundliche Energiegewinnung ein: Sei es

  • bei der Stromerzeugung aus Windenergie-Anlagen und Solarstromanlagen (Photovoltaik-Anlagen),
  • bei der Anschaffung eines Elektro-Bürgerautos
  • oder bei dem neuen Bio-Solar-Nahwärmenetz.

Man lasse die Städte und Gemeinden bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort nicht allein. So habe das Klimaschutzministerium Rheinland-Pfalz den Kommunen mit seiner Landesenergieagentur einen starken Partner zur Seite gestellt, der diese dabei tatkräftig unterstütze. Zudem fördere es die Energiewende in Kommunen mit zahlreichen Programmen:

  • Von der Erstellung energetischer Quartierssanierungskonzepte
  • über die Unterstützung bei der Anschaffung von Solarspeichern
  • bis hin zur Förderung von kommunalen Nahwärmenetzen auf Basis Erneuerbarer Energien, wie in Gimbweiler, erklärte Staatssekretär Manz abschließend.

Über das Nahwärmenetz Gimbweiler mit einer großen Solarthermie-Anlage von Ritter XL Solar

Die Solarthermie-Anlage von der Großanlagensparte Ritter XL Solar in unserem Unternehmen Ritter Energie besteht aus 240 Hochleistungs-Solarthermie-Kollektoren des Typs Ritter XL 19/49. Das ergibt ein Kollektorfeld von 1.186 Quadratmetern (m2). Es wurde als Freiland-Montagesystem montiert. Wie alle unsere Solarthermie-Anlagen läuft auch die Großanlage in Gimbweiler umweltfreundlich mit Wasser als Wärmeträger, auf Chemie wird bei ihrem Betrieb verzichtet.

Nahwaermenetz_Gimbweiler
Heizzentrale des neuen Nahwärmenetzes Gimbweiler. Foto: ©MKUEM

Während in der Heizperiode zwei große Holzhackschnitzelkessel erneuerbare Wärme erzeugen, übernimmt im Sommerhalbjahr unsere Ritter XL Solarthermie-Anlage die Hauptarbeit.

Diese schon in etlichen anderen dörflichen Netzen erprobte Arbeitsteilung habe laut unseren Kollegen von Ritter XL Solar zur Folge, dass im Sommer und an schönen Tagen im Frühjahr und im Herbst für die Wärmeversorgung überhaupt nichts mehr verbrannt werden müsse. Insgesamt werde die Solarthermie-Großanlage mindestens 29 Prozent der jährlich benötigten Wärmemenge beisteuern.

Gimbweiler: Technische Eckdaten zur Solarthermie-Großanlage auf einen Blick

  • Größe des Kollektorfelds: 1.186 m²
  • Kollektor-Typ: 240 Kollektoren vom Typ Ritter XL 19 / 49
  • Jahreswärmeertrag: 535 MWh
  • Spezifischer Jahresertrag: 451 kWh/m² a

Fotos: Ritter XL Solar (Titelbild), ©MKUEM (Heizzentrale Gimbweiler)