Neuer Online-Leitfaden bringt euch in 15 Schritten zur Solarthermie

Solarthermie-Kollektoren von Paradigma mit der gelben Kappe

Wir haben euch hier auf dem Blog Ende 2015 die auch von Paradigma unterstützte Aktion (der Beweis: das Titelfoto zeigt unseren Kollektor mit seinem Markenzeichen: der gelben Kappe -ganz unten links in der Bildecke!) Praxistest Solarthermie vorgestellt, der Teil der Kampagne „Wirksam Sanieren“  der co2online GmbH war. Dabei wurden neun Hausbesitzer und ihre Solarthermie-Anlagen fast zwei Jahre lang begleitet. Ihre Erfahrungen ergänzt um Hintergrund-Infos stehen euch jetzt als Leitfaden online zur Verfügung. Ich habe den Leitfaden für euch gecheckt und schreibe hier, was ich von ihm halte.

Der neue Online-Leitfaden ist in 3 Kapitel mit insgesamt 15 Schritten untergliedert. Jeder Schritt ist grafisch animiert und bietet euch Gelegenheit, per Mausklick auf die zugehörige Schaltfläche „mehr erfahren“ zu klicken, um an mehr Informationen zum jeweiligen Thema zu kommen.  Die Hintergrund-Infos sind ausführlich, verständlich und ansprechend geschrieben und gestaltet und um die Erfahrungen der im Praxistest beobachteten Verbraucherhaushalte und etliche der zugehörigen Daten ergänzt worden. Das Ganze ergibt einen umfassenden Ratgeber, den ich euch nur empfehlen kann.

Natürlich nicht ohne Folgendes anzumerken: Wer darüber hinaus tiefer in das eine oder andere Kapitel des Leitfadens einsteigen möchte, wird hier bei uns auf dem Blog ganz sicher Antwort auf jede Frage finden, die auftaucht. Denn mit inzwischen 778 Artikeln online sind wir nun mal die erste Adresse im Netz, wenn’s um Solarthermie geht.

Solarthermie planen (Schritte 1 bis 6)

Los geht’s mit Schritt 1: „Grundlagen prüfen“. Hier müsst ihr klären, ob es bei euch genug Sonne für eine Solarthermie-Anlage gibt. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, wie euer Dach ausgerichtet ist, ob ihr im Haus Platz für einen Pufferspeicher habt, ob die Solarverrohrung sich gut durchs Haus legen lässt und ob euer Haus gegebenenfalls unter Denkmalschutz steht, woraus sich bautechnische und / oder optische Einschränkungen ergeben könnten.

Schritt 2 „Informationen sammeln“ verhilft euch zu Infos. Unter anderem gibt’s die laut der co2onlie GmbH via eine Erstberatung seitens der Internetseite praxistest-solarthermie.de.

In Schritt Schritt 3 des Leitfadens „Art der Anlage festlegen“ entscheidet ihr, ob eure Solarthermie-Anlage euch nur Warmwasser liefern oder zugleich auch die Heizung unterstützen soll.

In Schritt 4 könnt ihr die „Größe der Anlage bestimmen“: Die Dimensionierung wird dabei unter anderem an der Personenzahl im Haushalt, der Art der Anlage (siehe Schritt 3), der Wohnfläche und der Kollektorart festgemacht.

Schritt 5 bringt euch ans Eingemachte: Es geht um das Thema „Solarthermie finanzieren“.

Schritt 6 soll euch zeigen, wie ihr  einen „Handwerker finden“ könnt. Der Leitfaden liefert hierzu Anhaltspunkte, woran sich ein guter Handwerker erkennen lasse, darunter, dass er

  • euer Haus besichtige, ehe er sein Angebot mache,
  • mit der Technik, die er anbiete, Erfahrung habe,
  • die Erträge und die Wirtschaftlichkeit der Anlage im Vornherein berechne.
  • einen guten Ruf besitze
  • und euch zu Förderungen beraten könne.

Solarthermie installieren (Schritte 7 bis 12)

Weiter geht’s schon mit der Installation eurer Solarthermie-Anlage. Schritt 7 „Installation vorbereiten“ hält eine praktische Checkliste bereit, um den Überblick über nötige Vorarbeiten zu behalten, darunter Vorbegehung mit Handwerker(n), Schaffen von Baufreiheit und Besorgen von Dachziegeln mit Solardurchgang.

In Schritt 8 „Kollektoren montieren“ werden bereits die Solarthermie-Kollektoren aufs Dach montiert. Hier habt ihr die Wahl, ob dies in Form einer

  • Aufdach-Montage
  • Indach-Montage
  • oder Flachdach-Montage

geschehen soll. Wichtig dabei sei laut Leitfaden das Vermeiden von Verschattung.

Schritt 9 kümmert sich ums Thema „Anlage installieren“.

Und in Schritt 10 geht’s ums „Anlage abnehmen“.

Schritt 11 erklärt, warum ihr einen „hydraulischen Abgleich machen“ solltet.

Und Schritt 12 begründet schließlich, warum es sich lohnt, dass ihr wenige Wochen nach Installation und Inbetriebnahme der Anlage einen „Termin für ersten Check vereinbaren“ solltet.

Solarthermie-Alltag und Monitoring (Schritte 12 bis 15)

Die verbleibenden Schritte des Leitfadens informieren euch über

  • Möglichkeiten zur Überwachung (Monitoring) der Funktionstüchtigkeit eurer Anlage (Schritt 13)
  • und zur Anpassung der Regelung (Schritt 14)
  • sowie zur Vorgehensweise bezüglich „Inspektion und Wartung“ (Schritt 15).

Die 5 wichtigsten Erfahrungen der Praxistester

Aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz, den die neun Verbraucherhaushalte ansammelten, die im Praxistest Solarthermie waren, hat die co2online GmbH die fünffolgenden  als besonders wichtig herauskristallisiert:

  1. Energieberatung nutzen: Nur ein unabhängiger Energieberater kann einschätzen, ob Solarthermie eine sinnvolle Investition ist. Außerdem kann er die Größe der Anlage berechnen.
  2. Fördermittel nicht vergessen: Für Solarthermie gibt es viele bundesweite und regionale Förderprogramme.
  3. Vorbegehung machen: Vor dem Einbau sollten Hausbesitzer Details der Installation mit ihrem Handwerker besprechen. Zum Beispiel, wo genau die Kollektoren montiert werden und wie lange die Heizung ausfallen wird.
  4. Auf handwerkliche Qualität achten: Nach den ersten Betriebswochen ist ein Check der Solarthermie-Anlage durch den Installateur oder einen Energieberater wichtig. So haben Hausbesitzer Gewissheit, dass die Anlage optimal läuft und hohe Solarerträge erzielt.
  5. Erfolg langfristig kontrollieren: Beim Monitoring einer Solarthermie-Anlage werden regelmäßig Daten zu den Erträgen der Anlage ausgewertet. Mögliche Störungen können sofort erkannt und behoben werden.

Das bringt euch Solarthermie: Ersparnis an Heizenergie zwischen 17 und 54 Prozent

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich eine Solarthermie-Anlage anzuschaffen, ist die Antwort auf die Frage, welche Ersparnis

  • an Energie
  • Energiekosten
  • und CO2-Emissionen

diese bringt, von immenser Bedeutung: Im Praxistest hat man die Anlagen der neun Testhaushalte mit zahlreichen Messgeräten versehen, darunter Gas-Smart-Meter, Wärmemengenzähler und Kaltwasserzähler. Alle Daten der Teilnehmer wurden laut der co2online GmbH mit dem „hauseigenen“ Energiesparkonto  ausgewertet. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen demnach, dass die Praxistester nach dem Einbau von neuen Heizanlagen mit Solarthermie zwischen 17 und 54 Prozent Heizenergie und daraus resultierende Kosten sparen. Dadurch seien nicht nur die Heizkosten gesunken: Im Schnitt vermeide jede Anlage pro Jahr 3.000 Kilogramm klimaschädliches CO2. Zum Vergleich: Das sei deutlich mehr CO2 als jedes Jahr mit dem Stromverbrauch eines durchschnittlichen 4-Personen-Haushalts entstehe (rund 2.250 Kilogramm).  Im Herbst 2017 sollen die Erträge der Praxistest-Anlagen noch einmal genauer bewertet werden – darauf bin ich gespannt, ihr auch?

Foto (Titel): co2online GmbH

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