Pellets plus Solar sparen 50% an Heizkosten ein

Pellets plus Solar statt Gas sparen mehr als 50% Energie – 2. Projekt des Monats

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Wir präsentieren euch hier unser 2. Projekt „Pellets plus Solar“ des Monats März 2018. Es handelt sich dabei um das zweite der beiden Lieblings-Solarthermie-Projekte (zum 1. Projekt des Monats geht’s hier lang) unseres amtierenden Handwerkers des Monats, Andreas Jung, den wir hier interviewt haben. Der Solarteur führt seinen Betrieb JungSolar in der Kurzen Baunastraße 23 in 34270 Schauenburg in Nordhessen. Lest hier, warum das Projekt unserem Partner-Handwerker Andreas Jung am Herzen liegt.

Über das 2. Projekt des Monats März 2018

Das Haus, um das es hier geht, ist ein Mehrfamilienhaus in Kassel, das im ersten und Obergeschoss sowie im Dachgeschoss jeweils eine Wohnung hat.

Das Haus aus den 1960er-Jahren gehört Gregor Hinz. „Ein junger Mann, der zum Zeitpunkt der Gebäudesanierung studierte und zugleich seine eigene Firma leitete“, sagt unser Handwerker des Monats, Andreas Jung. „Insbesondere hat mich beeindruckt, dass der junge Bauherr, der selbst und vom Elternhaus her einen fachlichen Hintergrund hat, sein Gebäude von Grund auf ökologisch und energetisch auf Niedrigenergiehaus-Standard saniert und als KfW-Effizenzgebäude ausgelegt hat. Und bei der Wahl ökologischer und energetischer Baumaßnahmen zuerst den Umweltschutz und erst danach die Energie- und Energiekostenersparnis im Auge hatte, auch wenn das mitunter teurer wurde, als ursprünglich geplant.“

Das Haus hat eine zu beheizende Wohnfläche von etwa 300 Quadratmetern. Es war zu Beginn der Sanierung in einem bautechnisch guten Zustand. Gregor Hinz wollte die beiden unteren Wohneinheiten vermieten, ins Dachgeschoss wollte er selbst einziehen. „Dass ein Vermieter seine Mietobjekte nicht nur energetisch sondern auch komplett ökologisch saniert, ist heutzutage noch immer keine Selbstverständlichkeit“, sagt Andreas Jung.

Unser Partner-Solarteur wurde 2016 mit der Modernisierung der Heizungsanlage und teilweise auch der Haustechnik im Hinzschen Haus beauftragt.

Die alte Heizung vom 2. Projekt des Monats März 2018: atmosphärischer Gaskessel

Das Gebäude in Kassel wurde bislang mit einer alten Gasheizung beheizt. Andreas Jung baute zunächst den atmosphärischen Gasheizkessel aus. Teilweise wurden auch alte Heizkörper entfernt und mit neuen ersetzt. Der Heizraum wurde für die neue Heizung hergerichtet, der Raum daneben als Brennstofflager.

2. Projekt des Monats März 2018 Solarthermie Kassel Mehrfamilienhaus JungSolar
Pellets plus Solar im Heizungskeller des Mehrfamilienhauses von Gregor Hinz in Kassel. Foto der Pellets-Brennwertanlage: Andreas Jung, JungSolar

Die neue Heizung: Pellets plus Solar mit Brennwerttechnik

Als neuen primären Wärmeerzeuger baute Andreas Jung eine Pelletheizung ein: einen Pellet-Brennwertkessel PELEO Optima mit einer Nennleistung von 16 Kilowatt (kW) von Paradigma. „Das beim Heizen anfallende Kondensat muss zur Schmutzwasserableitung im Nachbarraum geführt werden, da im Heizungsraum kein Abfluss vorhanden ist“, erklärt der Handwerker.

Zur „Pellets plus Solar“ – Heizungsanlage gehört auch ein Kombispeicher AQUA EXPRESSO mit integrierter Frischwasseranlage, gleichfalls aus dem Hause Paradigma. Sein Fassungsvermögen (Puffervolumen) beträgt 800 Liter.

Die Solarthermie-Anlage auf dem Dach unterstützt die Pelletheizung als sekundärer Wärmeerzeuger. Sie besteht aus zwei Solarthermie-Kollektoren des Typs CPC-Vakuumröhrenkollektor STAR 19/49 von Paradigma. Die Kollektoren haben jeweils eine Bruttokollektorfläche von 4,94 Quadratmetern, so dass die Anlage auf dem Dach des 2. Projekts des Monats März 2018 insgesamt auf knapp 10 Quadratmeter Kollektorfläche kommt. Der spezifische jährliche Kollektorertrag wird von der Solar Keymark für diesen Kollektortyp auf 663 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr und Quadratmeter beziffert.

Verbrauch: vorher – nachher im Vergleich

Grundsätzlich, so schätzt unser Handwerker des Monats, Andreas Jung, lassen sich bei Gebäuden aus den 1950er- und 1960er-Jahren bis zu zwei Drittel Energieverbrauch einsparen, wenn sie energetisch optimal saniert werden. Das Haus von Gregor Hinz verbrauchte vor der Sanierung mit Pellets plus Solar gut 50.000 kWh Energie zum Erwärmen von Brauchwasser und Heizwasser. Damals noch mit einem Gaskessel anstatt der modernen Pellets-Brennwertanlage.

Nach der energetischen und ökologischen Sanierung sind es nur noch etwa 18.000 kWh, die gebraucht werden, um den Heizwärmebedarf des Gebäudes und seiner Bewohner zu decken. Das entspricht etwa vier Tonnen Holzpellets im Jahr, sagt Andreas Jung – wovon die Solarthermie-Anlage etwa ein Viertel  deckt.

Dank der energetischen und ökologischen Sanierung des Gebäudes und mit Hilfe des Brennwert-Pelletkessels sowie der Solarthermie-Anlage ist der Verbrauch demnach um deutlich mehr als die Hälfte gesunken.

Das Projekt Pellets plus Solar auf einen Blick

Baujahr der Anlage:2016 
alte Heizung:Atmosphärischer Gaskessel
neue Heizung:Pellet-Brennwertheizung: PELEO OPTIMA (Nennleistung: 16 kW) und Pufferspeicher AQUA EXPRESSO 800 Liter mit Frischwasserstation
von Paradigma
Trinkwassererwärmung:ja, über Frischwasserstation
Solarthermie-Anlage:2 x STAR CPC-Vakuumröhren 19/49 á 4,94 m2 Bruttokollektorfläche von Paradigma2 x 663 kWh/a je m2 nach Solar Keymark Datenblatt (50° C Würzburg)
Solarertrag:erwartet: 4.000 kWh/a
Eingesparter Brennstoff nach Modernisierung:> 50 Prozent
alter Brennstoffbedarf:50.000 kWh
neuer Brennstoffbedarf:erwartet: 15.000 kWh (=3 Tonnen Holzpellets plus Solar)
Ausführender Betrieb:
Andreas Jung, JungSolar, Kurze Baunastraße 23, 34270 Schauenburg-Elgershausen, Telefon: 05601 96 172 40, Telefax: 05601 96 172 499,
E-Mail: mail@nulljungsolar.de, Internet: www.jungsolar.de

Fotos: Andreas Jung / JungSolar

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