#hope4future

#hope4future (1): Zwischen Bangen und Hoffen

Die Klimakrise ist da. Wer sie nicht sieht, will sie nicht sehen. Wer nichts dagegen unternimmt, vergeht sich an allem, was war, was ist und was kommt. Er vergeht sich auch an allen, die waren, die sind und die kommen. Die Klimakrise zu überleben, das ist das Ziel, das wir haben. Es zu erreichen, kann nicht Sache Einzelner sein. Der Klimakrise müssen wir uns alle stellen. Gemeinsam. Als Familie. Als Deutsche. Als Menschen. Was wir dafür brauchen? Ideen und Konzepte zum Gestalten unserer neuen Zukunft – und #hope4future.

Wer wie ich mitten im Leben, mitten in einer Familie mit vier Kindern zwischen 5 und 15, mitten in Hamburg, mitten in Europa lebt, braucht viel Kraft. Vorstellungskraft. Denn als Mutter von aufgeweckten Kindern, die ich nie vor den schlechten Nachrichten dieser Welt bewahrt habe, muss ich tagtäglich Antworten auf Fragen finden, die die Zukunft betreffen. Was, wenn …

Hoffnung schwindet?

Was soll ich sagen: Es fällt mir angesichts der gebremsten Klimaschutzpolitik unseres Landes und der Welt von Tag zu Tag schwerer, hoffnungsvolle Bilder von Zukunft zu malen. Das gelingt mir mitunter weder im Kleinen für unsere Familie, noch im Großen für die Menschheit. Eine diffuse Zukunftsangst macht sich breit. Ohnmachtsgefühl und Sorge überlagern Hoffnung. Doch als Mutter ist Hoffnungsspender Teil meiner Jobbeschreibung.

Hoffnung, woher nehmen …

Wie erkläre ich meinen Kindern das Tun und Lassen unserer Regierung und der Regierungen anderer Länder in Sachen Klimaschutz, wenn ich es mir selbst oft nur mit Gier nach Macht und Besitz erklären kann? Wie soll ich meine Kinder motivieren, die Welt zu entdecken, ihren Zusammenhalt zu ergründen und sich für ihren Fortschritt, insbesondere den wissenschaftlichen, einzusetzen, wenn die klügsten (Klima-)Wissenschaftler in der Klimakrise von den politischen Entscheidern nicht oder nur kaum gehört werden? Ein Ignorieren der wissenschaftlichen Stimmen á la „nach mir die Sintflut“ kann ich leider auch nicht ausschließen. Denn ich bin selbst Politikwissenschaftlerin. Journalistin. Solarthermie-Bloggerin. Ich weiß, wie der Laden (nicht) läuft.

Ich motiviere meine Kinder zu politischem Handeln: Ich stehe hinter ihnen und gehe mit, wenn sie freitags auf die Straße gehen, um mit #fridays4future friedlich eine lebenswerte Zukunft für sich und uns alle einzufordern – von denen, die (wir wissen es alle) heute darüber entscheiden und diese kaum mehr erleben werden. Die Stimmen von uns Eltern zur Europawahl haben wir als Familie in die Wahlurnen geworfen: 2 für 6. Dass somit auch ihre Stimmen Politik bewegen können, haben die Kinder unmittelbar erlebt. Doch reicht das?

Als Politologin weiß ich, wie Politik gemacht wird. Als Mutter mache ich jeden Tag Familienpolitik. Ich bin Legislative, Exekutive und Judikative. Welche Macht das Wort, das Reden und Debattieren in der Politik hat, erlebe ich tagein tagaus. Ich weiß um die Zeit, die Ideen brauchen, um in Demokratien/Familien in Taten umgesetzt zu werden.

Doch es geht hier nicht um eine politische Idee unter vielen, zu der wir uns bekennen müssen. Nicht um politische Entscheidungen, die wir in einer gewünschten Farbe vertreten und durchsetzen – gegen andere Ideen in anderen Farben. Eben mal die Welt retten, ist nicht Sache einer politischen Strömung. Das kann es nicht sein. Denn heute geht es um das Überleben aller, ganz gleich, welcher politischen Couleur. Die Klimakrise fragt nicht nach links, mitte oder rechts. Sie fragt nicht nach arm oder reich. Sie nimmt allen alles. Sie nimmt uns das Leben. Das klingt dir zu pathetisch? Hier sind die Klimafakten.

Damit ist die Klimakrise global, wir können ihr nicht als Einzelner begegnen. Wir müssen einander an die Hand nehmen und eine Allianz bilden, über politische Farben hinweg. Das erfordert Größe und Mut. Von jedem von uns.

Mit der Familie mache ich täglich vor, wie das geht – alles Tun und Lassen einem gemeinsamen Ziel zu unterwerfen. Sich selbst hier und da zurück zu nehmen und als Teil des Ganzen am friedlichen Miteinander zu arbeiten. Oder glaubt hier etwa jemand, eine tägliche Mahlzeit am Familientisch sei keine demokratische Entscheidung, resultierend aus den Stimmen für und wider Pellkartoffeln mit Kräuterquark und Fischstäbchen? Beschränkt von Verfügbarkeit ökokorrekt und fair produzierter Lebensmittel und dem Familienbudget? Beeinflusst von Geschmack und Wissen um die Wirkung der Nährstoffe. Getroffen unter Zeitdruck?

Werde Hoffnungsspender – spende hier #hope4future!

Mit diesem kurzen Einblick in meine persönliche Befindlichkeit zwischen Hoffen und Bangen um die Zukunft und die demokratische Entscheidungsfindung für die Mahlzeiten in meiner Familie starte ich eine neue Reihe auf diesem Blog: „#hope4future“.

Ich suche nach Ideen und Konzepten, Ratschlägen und Anleitungen zur Gestaltung von Zukunft, nach allem, was Hoffnung weckt. Vor allem in Kindern.

  • Du bist ein #parents4future?
  • Ein #scientists4future?
  • Ein #teachers4fiture?
  • Ein #entrepreneurs4future?
  • Ein #artists4furture?
  • Ein #doctors4future?

Du hast #hope4future?

Dann melde dich! Ich verschaffe dir Platz hier auf dem Blog und du kannst uns allen #hope4future machen! Schreib an: mail@nulldoreenbrumme.de

Foto: Paulo Sousa/photocase