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30 Jahre Paradigma – Interview mit Ulrich Trojan

Mit dem heutigen Interview in unserer Reihe “30 Jahre Paradigma” stelle ich euch den Mann aus der Marketing-Abteilung von Paradigma vor, der unter anderem auch unseren Blog betreut. Lest hier, was Ulrich Trojan über Paradigma, seine Arbeit im Haus und Solarthermie denkt!

Ulrich “Uli” Trojan, da wir eng zusammen arbeiten und uns dabei duzen, bleibe ich auch im Interview beim paradigmaüblichen “du”: Stellst du dich und deine Funktion bei Paradigma bitte kurz vor!

Ulrich Trojan: Klar, gerne. Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Töchter im Kindergarten-Alter. Im Marketing-Team der Ritter-Gruppe bin ich seit Anfang 2009, damals noch in Karlsbad, und betreue die Webseiten, Newsletter und den Blog der Ritter-Gruppe und kümmere mich um deren Weiterentwicklung. Für unsere Partner-Handwerker führe ich Webshop-Webinare durch oder setze Aufträge aus der gesamten Breite des Online-Marketings um.

Hast du ein Beispiel für einen solchen Auftrag?

Die Wünsche reichen beispielsweise

  • von Webseitenerstellung
  • über die Suchmaschinenoptimierung
  • bis hin zum Aufsetzen von AdWords-Werbekampagnen oder Social Media-Profilen.

Wie kamst du zum Unternehmen?

Das war so: Ich schrieb gerade meine Diplomarbeit bei einem Automobilzulieferer und hatte als Thema die Zukunft der Mobilität, globale Trends und abgeleitete Strategien zur Begegnung der entwickelten Szenarien. Da wurde mir so richtig bewusst, dass die Suche nach sauberer Energie schlichtweg alles verändern wird. Nicht nur für die Automobilindustrie, sondern für alle Branchen und die Gesellschaft im Allgemeinen. Der Ausblick „auf der Sonnenseite“ zu arbeiten, erschien mir deshalb nur folgerichtig, da die Sonnenenergie nach wie vor eine der günstigsten als auch friedlichsten Technologien ist.

Uli, was machst du als Marketingreferent genau? Womit ist dein alltäglicher Arbeitstag gefüllt?

Während meine Kollegen ihre Schwerpunkte im Bereich Print/Grafik, SAP oder PR haben, bin ich als „Trojaner“ natürlich der Online-Mann. Ich bespiele die Plattformen mit Inhalten, verwalte Zugänge und bin zugleich die Schnittstelle hin zu dir, unserer engagierten Bloggerin & Social-Media- Fee Doreen Brumme (Danke für die Blumen, Uli – Anmerkung von Doreen). Regelmäßig gilt es auch, Online-Kennzahlen auszuwerten oder Werbekampagnen  und Newsletter aufzusetzen. In den letzten Monaten gehörte auch die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu meinen Aufgaben.

Welchen Stellenwert hat das Marketing im Hause Paradigma?

Das fünfköpfige Marketing-Team kümmert sich um die Kommunikation der gesamten Ritter-Gruppe und deren Marken. Wegen unseres selektiven Vertriebs bei Paradigma über das Fachhandwerk sind unsere Partner selbstverständlich das wichtigste Sprachrohr in den Markt. Daher treten wir gegenüber unseren Partnern auch immer mehr wie eine klassische Marketing-Agentur auf und unterstützen die Handwerker bei der Außendarstellung ihres Betriebs mit Paradigma als starke Marke im CO-Branding-Modell. Aufgrund der engen Zusammenarbeit erhalten wir im Gegenzug immer wichtiges Feedback, um unsere Produkte und Prozesse weiter zu verbessern.

Uli, was ist das Image von Paradigma?

Paradigma verspricht ökologische Konsequenz: Die beste und umweltfreundlichste Lösung für Heizungssysteme anzubieten. Der Name Paradigma steht für das Anders-Sein und das bewusste Durchbrechen eingeschlagener Denkmuster, um die Ziele einer möglichst hohen energetischen Unabhängigkeit zu erreichen und das Klima zu schützen.

Das AquaSolar-System mit Wasser als Solarflüssigkeit ist dafür immer noch der beste Beweis. Immer wieder höre ich auch, dass selbst langjährigen Paradigma-Kennern nicht bewusst war, dass bei Paradigma eine gelbe Sonne im Inneren des Logos steckt … bei Paradigma steht die Sonne eben bewusst im Mittelpunkt und nicht nur als nachrangiges Beiwerk eines Systems.

Paradigma ist zugleich auch eine Premiummarke für den Partner-Handwerker vor Ort, mit der er seine Affinität zu erneuerbaren Energien und innovativer Technik ausdrücken kann, um damit sein Profil gegenüber anderen Heizungsbauern mit Lösungen von der Stange zu schärfen.

Was ist die große Herausforderung in deinem Job?

Zugleich eine Vielzahl an Bällen in der Luft zu behalten.

Wie stehst du zu Solarthermie?

Die Solarwärme ist rundum sauber und sympathisch. Sobald man für die Solarwärme brennt, wandert der Blick immer auf die Dächer, um zu sehen, welche Anlagen dort verbaut sind oder ob sich das leere Dach eignen würde.

Welches Potential hat Solarthermie – und wird das schon voll ausgeschöpft?

Die Energiewende ist meiner Meinung nach ohne die großflächige Nutzung der Solarwärme im Wärmesektor nicht machbar. Erfreulich finde ich, dass vor allem bei Wärmenetzen derzeit ein Umdenken stattzufinden scheint. Du hast hier auf dem Blog ja schon viele Beiträge dazu gebracht. Aber auch auf dem klassischen Markt für Paradigma, die Ein- und Mehrfamilienhäuser, sind noch viel zu wenig Dachflächen belegt – insbesondere von heizungsunterstützenden Anlagen.

Warum wird das Solarwärme-Potential noch nicht ausgeschöpft?

Unsere Gesellschaft ist dem Umweltschutz gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt. Zumindest so lange er sich nicht direkt in der eigenen Brieftasche bemerkbar macht. Bezogen auf den Solarthermie-Markt bedeutet das: Richtig aktiv werden die Menschen (sind auch nur Gewohnheitstiere)  oftmals erst, wenn der Heizölpreis über eine bestimmte psychologische Marke springt. Wie im Jahr 2008 auf dem Höhepunkt der Bankenkrise.

… die Medien schrieben dieser Tage, dass “Millionen Heizöl-Verbrauchern … “ein teurer Herbst” drohe, aber ich wollte dich nicht unterbrechen …

Hinzu kommt sicherlich die Gleichsetzung von „Solar“ mit Strom in den Medien. Es ist also noch viel Aufklärungsarbeit nötig. Das war auch eines unserer Hauptziele des Paradigma-Blogs, das sich inzwischen zum reichweitenstärkste Solarthermie-Blog im D-A-CH gemausert hat.

Uli, was wünschst du Paradigma zum Geburtstag?

Dass die derzeit spürbare Begeisterung vieler unserer Partner und Monteure, aber auch Endkunden, weiter anhält. Es ist immer wieder schön, wenn wir, oftmals noch direkt von der Baustelle, Bilder unserer Anlagen in Aktion geschickt bekommen. Dabei werden die Begeisterung und der Stolz der Monteure an der Technologie und dem Geleisteten so richtig greifbar.

Danke dir, Uli, dass ich dich vors Mikro ziehen durfte, um diese Interviewreihe mit einem weiteren Paradigma-Macher zu bereichern!

Foto: Paradigma