Energiedaten 2018

Viele, viele bunte Energiebilder!

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Das Bundewirtschaftsministerium hat aktualisierte Energiedaten veröffentlicht. Wessen Herz für bunt aufbereitete Fakten schlägt, der sollte einen Blick darauf werfen: Unter anderem auf die 0,2 Prozent Anteile der Solarthermie am Primärenergieverbrauch in Deutschland 2017. Schaut her!

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die aktuelle Version seiner Datensammlung „Energiedaten: Gesamtausgabe. Stand: Januar 2018“  veröffentlicht. Ihr könnt euch die 76 Seiten mit bunten Diagrammen, darunter Balkendiagramme, Tortendiagramme, Ringdiagramme und Liniendiagramme, die voller Energiefakten stecken, hier als PDF-Datei downloaden.

Zwar seien noch viele in der Datensammlung grafisch aufgearbeitete Energiedaten  aus 2017 vorläufig, aber wir finden, dass ein Blick darauf sich allemal lohnt. Denn die Daten schlüsseln unter anderem auf, woher die Energie kommt, die wir verbrauchen, und welche Energieträger unseren Energiemix ausmachen.

Primärenergieverbrauch 2017

Zum Beispiel lohnt ein Blick auf den Primärenergieverbrauch (PEV), der vom Bundeswirtschaftsministerium für 2017 bislang auf 13.525 Petajoule beziffert wird. Das Bundesumweltamt definiert den Primärenergieverbrauch als den „Energiegehalt aller im Inland eingesetzten Energieträger“. Der Begriff umfasse demnach sogenannte Primärenergieträger wie Braun- und Steinkohlen, Mineralöl oder Erdgas, die entweder direkt genutzt oder in sogenannte Sekundärenergieträger wie Kohlebriketts, Kraftstoffe, Strom oder Fernwärme umgewandelt würden. Berechnet werde der Primärenergieverbrauch, indem man alle im Inland gewonnenen Energieträger und den Saldo aus den importierten/exportierten Mengen sowie die Bestandsveränderungen abzüglich der auf Hochsee gebunkerten Vorräte addiere.     Ringdiagramm zum „Primärenergieverbrauch in Deutschland 2017“ zeigt im linken großen Ring die unterschiedlichen Energieträger auf, die unseren Energiemix bilden

Das Ringdiagramm zum „Primärenergieverbrauch in Deutschland 2017“ zeigt im linken großen Ring die unterschiedlichen Energieträger auf, die unseren Energiemix bilden – darunter in Grün den Anteil der Erneuerbaren Energien (EE) am Primärenergieverbrauch mit 13,2 Prozent. Damit liegen die EE an dritter Stelle nach Mineralöl und Erdgas und bereits vor Braunkohle, Steinkohle, Kernenergie und Anderen.

Der rechte kleine Ring des Diagramms schlüsselt die EE genauer auf: Der Anteil der Solarthermie an den 13,2 Prozent, die in 2017 1.773 Petajoule verbrauchte Primärenergie bedeuten, beträgt demnach 0,2 Prozent oder 29 Petajoule.

Wie sich der Mix der Energieträger zur Primärenergiegewinnung in Deutschland über die letzten Jahre veränderte, zeigt das folgende Balkendiagramm:

Und das nächste Balkendiagramm liefert Auskunft darüber, wie sich unser Primärenergieverbrauch seit 1990 entwickelte. Insbesondere der wachsende Balkenanteil der Erneuerbaren in Grün ist hier gut zu beobachten.

Den Beitrag der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch in Deutschland schlüsselt das folgende Balkendiagramm noch einmal genauer auf, wobei die leuchtend grüne Balkenspitze neben den explizit genannten jeweils die sonstigen Erneuerbaren Energien summieren, darunter auch die Solarthermie.

Energieflussbilder  

Wen der Energiefluss in Deutschland interessiert, der sollte sich das folgende Flussdiagramm anschauen.

Die Energiedaten, die hierfür aufbereitet wurden, stammen zwar aus 2015, aber mit den Entwicklungen im Hinterkopf, die die zuvor präsentierten Diagramme  aufzeigen, lässt sich daran doch ganz gut der Anteil der Erneuerbaren Energien (in Dunkelgrün) und ihr Fluss von den Energieträgern bis zu den Verbrauchern ablesen. Schaut rechts mal auf das Tortendiagramm Haushalt! Es zeigt den Anteil der Haushalte am gesamten Endenergieverbrauch (8.898 Petajoule) in 2015.

Für 2016 gibt es in der Datensammlung noch ein Energieflussbild, das darüber aufklärt, woher unsere Energie kommt und wie sich der Verbrauch aufteilt:

Noch viel mehr dieser bunten Energiebilder findet ihr unter dem eingangs genannten Link. Viel Spaß beim Bunte-Energiebildergucken!

Grafiken: BMWi

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