Roger Hackstock Austria Solar News Solarthermie Österreich

3 Solarthermie-News aus Österreich: Absatzplus, Fernwärme-Infoportal, Solarwärme-Galerie

Wir haben heute 3 spannende Solarthermie-News aus Österreich für euch. Zum einen meldet Austria Solar, dass das Interesse der Österreicher an Solarthermie heuer steige, im zweiten Quartal 2019 habe man demnach ein Verkaufsplus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Zum anderen habe Austria Solar zwei neue Internetauftritte hingelegt: Während sich auf dem Infoportal “Solare Fernwärme” insbesondere Entscheidungträger in Städten, Gemeinden und bei Fernwärmenetzbetreibern über die Vorteile solare Fernwärme informieren könnten, richte sich Austria Solar mit seiner neuen Solarwärme-Galerie an alle Verbraucher, um mit einer Vielzahl an Beispielen zu zeigen, wie Haushalte, Betriebe und Gemeinden in Österreich schon heute mit Solarthermie Geld sparen und das Klima schützen. 

1. Solarthermie-News aus Österreich: Heißer Sommer förderte Trend zu Solarthermie-Anlagen

Laut Roger Hackstock (Titelfoto), dem Geschäftsführer des österreichischen Solarverbandes Austria Sola, habe der Sommer 2019 den Trend zur Solarwärme verstärkt. Denn der ungewöhnlich heiße Sommer hätte unmissverständlich klargemacht, dass der Klimawandel voranschreite und Österreich das fossile Zeitalter so rasch wie möglich hinter sich lassen müsse. In Österreich würden im Jahr 220 Millionen Liter Heizöl und 240 Millionen Kubikmeter Erdgas zur Warmwasserbereitung verbrannt, sagt Hackstock in einer Presseerklärung. Die Politik müsse klare Maßnahmen setzen, um den Menschen zu helfen, davon wegzukommen.

Das steigende Interesse an Solarthermie-Anlagen in Österreich belege Hackstock zufolge eine brancheninterne Erhebung, die für das zweite Quartal 2019 ein Verkaufsplus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr ergab. Nach fast zehn Jahren Rückgang sei das eine deutliche Kehrtwende, sagt Roger Hackstock. Und weiter erklärt der Solarthermie-Experte, dass mit einer Solarwärme-Anlage die gesamte Wärmeversorgung im Haus im Sommerhalbjahr auf die Sonne umgestellt würde, während für die Montage der Anlage nur wenige Tage benötigt würden.

„Wenn das viele Haushalte machen, könnte der Heizöl- und Erdgasverbrauch für Warmwasser in Österreich sofort mehr als halbiert werden“, sagt Hackstock weiter. Die Wärmewende von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbarer Solarwärme erleichtere der österreichische Klimafonds: 700 Euro Förderung gebe es noch bis 30. November 2019 für Kleinanlagen, insgesamt stünden 500.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Zudem gebe es in einigen Bundesländern eine Landesförderung, die höchste in Tirol mit maximal 4.200 Euro, wenn man mit der Sonne heize.

Bei Kleinanlagen sei das Austria Solar Gütesiegel eine Fördervoraussetzung. Der Verband Austria Solar habe eine schnelle Solarinstallateur-Suche eingerichtet, um es den an Solarthermie interessierten Verbrauchern leicht zu machen, umzusteigen. Die Suche finde man auf der Startseite von Austria Solar. Nach Eingabe seiner Postleitzahl zeige eine interaktive Karte dem Suchenden lokal oder regional ansässige Solarteursadressen.

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2. Solarthermie-News aus Österreich: Solare Fernwärme für alle – neues Infoportal für Entscheidungsträger

Solare Fernwärme sei laut Austria Solar ideal, um die Wärmeversorgung von Städten und Gemeinden erneuerbar und klimafreundlich zu sichern. Deshalb zeige der Verband in seinem neuen Infoportal die Vorteile solarer Fernwärme auf. Unter dem Reiter “Daten und Fakten” auf der Startseite von Austria Solar fände sich die Rubrik “Solare Fernwärme”, die jetzt aufzeige, wo diese in Österreich bereits gut funktioniere und was es brauche, damit sie stärker genutzt werde.

Austria Solar schreibt in seiner zugehörigen Pressemitteilung, dass zurzeit etwa eine Million Haushalte in Österreich mit Fernwärme heizen würden. Der Anteil erneuerbarer Energie in der Fernwärme habe 2017 bei 55 Prozent gelegen, fast die Hälfte der Fernwärmeheizungen laufe fossil. Viele Stadtwerke hätten sich in den letzten Jahren zum Ziel gesetzt, die gesamte Fernwärmeversorgung bis zum Jahr 2050 auf CO2-freie Energieträger umzustellen. Solare Fernwärme helfe den Energieversorgern, so schreibt Austria Solar, dieses Ziel zu erreichen. Die Nutzung von Solarwärme im städtischen Fernwärmenetz sei demnach seit 20 Jahren erprobt und Stand der Technik. Solare Großanlagen würden heute spürbar höhere Solarerträge als vor 15 Jahren liefern. Dennoch würden jedes Jahr nur wenige solarethermische Großanlagen ans Fernwärmenetz angeschlossen.

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Das neue Infoportal zu solarer Fernwärme beantworte Entscheidungsträgern deshalb relevante Fragen wie:

  • Wieviel Energie kann Solare Fernwärme sparen?
  • Wieviel Fläche braucht man dafür?
  • Wie hoch sind die Kosten der Wärmeerzeugung?

Es zeige zudem auf, welche Vorteile solare Fernwärme biete, wo sie bereits sehr gut funktioniere und was es braucht, damit sie weiter ausgebaut werde. So erfahre man bei einem Besuch des Portals, dass

  • in Dänemark die solare Fernwärme mit 20 bis 40 Euro pro Megawattstunde (MWh) bereits günstiger als Erdgas sei und dass über 100 Dörfer und Städte dort solare Fernwärmenetze betrieben.
  • eine Solaranlage mit 700 Kilowatt (kW) Wärmeleistung (das entspreche in etwa einem Kollektorfeld von 1.000 Quadratmetern (m²) Fläche) in Österreich 10 Millionen Kilowattstunden (kWh) über 20 Jahre erzeuge, was 1,1 Millionen Kubikmeter an fossilem Brennstoff im Kraftwerk spare.
  • es eine Fläche brauche, die dem Areal von zwei Supermärkten samt Parkplätzen entspreche, um ein Fünftel des Wärmebedarfs von tausend Haushalten mit Solarer Fernwärme zu decken.

Das Infoportal sei im Rahmen des Task 55 im Solar Heating and Cooling Programm der Internationalen Energieagentur (IEA) erstellt worden und richte sich vor allem an Entscheidungsträger in Städten, Gemeinden und bei Fernwärmenetzbetreibern.

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3. Solarthermie-News aus Österreich: Solarwärme-Galerie in neuem Gewand

Wie spart man 50.000 Kubikmeter Erdgas und entlastet das Klima um 190 Tonnen CO2 pro Jahr? Fragen wie diese beantworte laut Austria Solar die neue Solarwärme-Galerie. Mit vielen Beispielen zeige sie, wie

  • Haushalte,
  • Betriebe
  • und Gemeinden

mit Solarthermie Geld sparen und das Klima schützen könnten.

In Österreich seien laut dem Branchenverband aktuell rund 300.000 Solarthermie-Anlagen in Betrieb, die CO2-freie Energie für

  • Warmwasser,
  • Heizen
  • und Prozesswärme

liefern würden. Die Solarenergie werde demnach nicht nur von privaten Haushalten genutzt, sondenr auch von Unternehmen, Gemeinden, Fernwärmebetreibern und Landwirten.

„Wir wollen mit der Galerie das breite Spektrum zeigen, welches Solarwärme in der Energieversorgung abdeckt“, sagt Roger Hackstock über die Solarwärme Galerie gegenüber der Presse. In kompakten und ansprechenden Anlagenbeispielen aller Kundengruppen präsentiere diese Fakten und Daten , wobei die Einsparungen bei Energieausgaben und CO2-Emissionen besonders hervorgehoben würden.

Auch die Kunden selbst kämen zu Wort und würden in der Solarwärme-Galerie über ihre Motivation berichten, in eine Solarwärmeanlage zu investieren.

Die neue Solarwärmegalerie finde man ebenfalls auf der Startseite von Austria Solar. Ein Kick auf den Reiter Galerie führe direkt zu den best-practise-Beispielen.

Grafiken (2): Austria Solar/IEA, Screenshot von solarwaerme.at, Titelfoto: Roger Hackstock/Austria Solar/Wilke