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Förderanträge: Pelletheizung und Solarthermie-Heizung liegen voll im Trend

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Über ein Plus von sage und schreibe 150 Prozent seit Jahresbeginn bei den Anträgen auf staatliche Förderungen im Rahmen der KfW- und MAP-Förderprogramme zum Heizen mit erneuerbaren Energien berichtet der DEPV. Insgesamt seien demnach bis Mitte Mai bereits rund 50.000 Anträge gezählt worden, von denen knapp die Hälfte auf Holzheizungen, allen voran Pelletheizung und wassergeführter Pelletkaminofen, entfielen. Fast ein Fünftel betrage der Anteil von Solarthermie-Heizungen.

Der DEPV, der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V., bewertet diesen Trend zum Heizen mit einer Pelletheizung und einem wassergeführten Pelletkaminofen als sehr positiv. Der zugehörigen Pressemeldung zufolge spiele Holzenergie mit mehr als 22.000 (genaugenommen sind es 22.179 Anträge, siehe Tabelle unten) von rund 50.000 Förderanträgen auf Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Marktanreizprogramms (MAP) eine gewichtige Rolle au fdem Weg in die Wärmewende. Zumal auch das Klimaschutzpotential von Holzfeuerungen mit jährlich zusätzlich knapp 245.000 Tonnen (t) eingespartem CO2 deutlich vor anderen erneuerbaren Heizsystemen (Quelle: Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/19790)).

Die neue Vorsitzende des DEPV, Beate Schmidt-Menig, sehe in dem Trend “Hin zu Holzwärme” die Bestätigung, dass die politische Weichenstellung „Weg von Ölwärme“ bei den Menschen Zuspruch finde. Tatsächlich würden demnach fast die Hälfte aller Förderzusagen 2020 auf dem Austausch einer Ölheizung basieren. Um diesen Weg weiterzugehen, brauche es Schidt-Menig zufolge weitere Heizungsbaubetriebe, die sich zum Pelletfachbetrieb fortbilden ließen. Als Experten für moderne Holzfeuerungen stünden diese, vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) geschulten Handwerker, den Kunden mit Fachkompetenz zur Seite. Die seit Jahresbeginn erheblich verbesserten Förderbedingungen des Bundes für den Einbau von erneuerbaren Heizungen, darunter Holz- und Pelletfeuerungen ebenso wie Solarwärmeheizungen und Wärmepumpenheizungen, seien ein wichtiger Schritt in Richtung Wärmewende. Sie würden direkt als Konjunkturmotor für die heimische Wirtschaft wirken.

Der DEPV beziffert die bewilligten Förderanträge für Heizsysteme mit Stand vom 15. Mai 2020 wie folgt: Antragszahlen_Förderung_Heizen_mit_Erneuerbaren

Moderne Pelletheizung spart Brennstoff und CO2

Stand der Technik bei Pelletheizungen ist die Brennwerttechnologie. Damit wird ein Maximum der im Brennstoff Holzpellets chemisch gespeicherten Energie (ursprünglich Sonnenenergie) zur Wärmeerezugung genutzt. Das spart Brennstoff und damit auch Brennstoffkosten sowie Treibhausgas-Emissionen. Das Verbrennen der Holzpellets geschehe laut DEPI klimafreundlich, weil CO2-neutral. Das heiße demnach, dass beim Verbrennen der kleinen Holzpresslinge nur das an Kohlendioxid (CO2) freigesetzt werde, was das Holz im Laufe seines Wachstums aufgenommen habe. Damit schließe das Heizen mit Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung den CO2-Kreislauf. Hinzu kämen pro Kilowattstunde (kWh) 22 Gramm (g) CO2, die beim Fertigen der Pellets entstünden und in der Klimabilanz zu berücksichtigen seien. Zum Verlgeich: Bei Heizöl würden pro kWh Wärme 318 g und bei Erdgas 247 g CO2 emittiert werden. Deshalb leiste Heizen mit Pellets einen Beitrag zum Klimaschutz.

Mehr zum Heizen mit Holzpellets und zu  Pellet-Brennwertheizungen lest ihr in unseren folgenden Beiträgen:

Ein Fünftel der bewilligten Förderanträge 2020 entfällt auf Solarwärme-Heizungen

Wie die Übersicht zeigt, wurden vom 1. Januar bis 15. Mai 2020 9.074 Förderanträge fürs Heizen mit  Solarwärme-Anlagen bewilligt. Auf unsere Nachfrage nach einer noch aktuelleren Zahl vom 19. Juni antwortete uns das BAFA: “Für das Förderprogramm ‘Heizen mit erneuerbaren Energien’ stellen wir derzeit neuere Zahlen zusammen und bereiten die Veröffentlichung einer Halbjahresstatistik vor.” Darauf sind wir sehr gespannt!

Foto: Doreen Brumme