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Das kostet das Heizen in Deutschland – der Heizspiegel 2019 ist da!

Der Heizspiegel 2019 für Deutschland ist da. Er liefert euch bundesweite Vergleichswerte zu Heizkosten und Heizenergieverbrauch. Damit könnt ihr eure Heizkosten vergleichen und so herausfinden, ob ihr mehr oder weniger Heizenergie verbraucht als vergleichbare Gebäude. Wer mehr verbraucht, sollte schnell die Gründe dafür finden, um nicht unnötig hohe Heizkosten zu zahlen. Alles, was ihr zum neuen Heizspiegel wissen müsst, steht hier.

Was ist der Heizspiegel für Deutschland 2019?

Der Heizspiegel für Deutschland 2019 ist ein Projekt der gemeinnützigen Beratungsgsesellschaft co2online GmbH mit Sitz in Berlin. Er entstand im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums in Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund e. V. und dem Verband kommunaler Unternehmen e.V. und wird seit 2005 alljährlich von co2online erstellt. Hier geht’s zu unserem Artikel zum Heizspiegel 2018.

In den Heizspiegel könne laut co2online schauen, wer sein Wohngebäude zentral mit Erdgas, Heizöl, Fernwärme oder Wärmepumpe beheize. Die Vergleichswerte enthalten demnach

  • sowohl die Anteile für Raumwärme (Heizen)
  • als auch zur Warmwasserbereitung.

Für den neuen Heizspiegel 2019 habe co2online nach eigenen Angaben 102.610 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet.

Wo findet ihr den Heizspiegel 2019?

Auf der Internetseite www.heizspiegel.de (alternativ: www.mieterbund.de) könnt ihr prüfen, wo ihr mit euren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten in Deutschland steht.

Viele Mietervereine, Stadtwerke sowie Städte und Gemeinden halten zudem einen Heizspiegel-Flyer für euch bereit, der euch ein erstes Abschätzen ermögliche, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung von co2online.

Was zeigt der Heizspiegel 2019?

Der neue Heizspiegel beziffert unter anderem die Heizkosten, die im vergangenen Jahr 2018 in Deutschland zu zahlen waren:

Was kosten Heizen in Deutschland?

700 Euro kostete es 2018  im Schnitt, eine 70 Quadratmeter große Vergleichswohnung, die in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen, durchschnittlichen Mehrfamilienhaus liege, zu beheizen – wobei es große Unterschiede von Wohnung zu Wohnung gegeben habe. Die Unterschiede entstünden vor allem aufgrund des Sanierungsstandes. Demnach zahlten in energetisch guten Häusern im Schnitt 470 Euro Heizkosten, während diese in energetisch schlechteren Häusern mehr als doppelt so hoch ausfielen: 980 Euro.

Wenn es um Heizkosten gehe, würden viele nur auf die Entwicklung der Energiepreise und auf das Wetter schauen. Dabei sei der Sanierungsstand eines Hauses der entscheidende Faktor für Heizkosten und den Klimaschutz. Das sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.

Auch die CO2-Emissionen würden demnach in sanierten Gebäuden deutlich geringer ausfallen. In einem energetisch sanierten Mehrfamilienhaus mit Erdgas-Zentralheizung entstünden in einer 70-Quadratmeter-Wohnung pro Jahr etwa 1,5 Tonnen klimaschädliches CO2 mit Heizen. In einem energetisch schlechteren Gebäude seien es im Schnitt 3,8 Tonnen. Nur zum Vergleich: Um diesen CO2-Unterschied zu kompensieren, müssten laut Loitz rund zweihundert Bäume zusätzlich gepflanzt werden.

Wer mit Heizöl heizt, musste 2018 erneut draufzahlen

Heizöl sei dem Heizspiegel 2019 zufolge der einzige Energieträger gewesen, dessen Preise im vergangenen Kalenderjahr spürbar gestiegen seien.

In der 70 Quadratmeter großen Vergleichswohnung mit Heizöl-Zentralheizung hätten Bewohner demnach durchschnittlich 845 Euro fürs Heizen gezahlt. Das seien 95 Euro mehr als im Jahr davor – wir reden hie rvon einem Anstieg von mehr als 10 Prozent.

co2online schreibt, dass das ein Grund mehr für Verbraucher sei, sich von ihrer Ölheizung zu trennen und auf klimafreundlichere Alternativen umzusteigen.

Heizkosten für Gasheizung und Fernwärmeheizung sanken leicht, Wärmepumpenheizung erstmals dabei

Die durchschnittlichen Kosten in der Vergleichswohnung mit Erdgas-Zentralheizung seien laut dem Heizspiegel auf 700 Euro (minus 50 Euro im Vergleich zu 2017) gesunken.

Bei Fernwärme waren es 860 Euro (35 Euro weniger als 2017) Heizkosten, die anfielen. Die niedrigeren Heizkosten begründet co2online insbesondere damit, dass es 2018 deutlich milder war als im Jahr davor.

Erstmals berücksichtige der Heizspiegel 2019 auch Wärmepumpen als Wärmeerzeuger, da sie inzwischen bei jedem vierten Neubau zum Einsatz kämen. Deshalb seien sie in diesem Jahr zum ersten Mal in den Heizspiegel aufgenommen worden: Wer sein Haus damit geheizt habe, hätte 2018 demnach 685 Euro gezahlt.

Prognose Heizkosten: Wie teuer wird das Heizen 2019?

Gleichwohl die Heizöl-Preise leicht gesunken seien, müssten Ölheizer im laufenden Jahr voraussichtlich mit Heizkosten rechnen, die auf dem hohen Niveau von 2018 lägen. Als Grund dafür führt der Heizspiegel die etwas kältere Witterung an.

Bei allen anderen Heizungsarten prognostiziert der Heizspiegel fürs laufende Jahr 2019 etwas höhere Heizungskosten als 2018:

  • Erdgasheizung: 2018er-Heizkosten plus 5 Prozent
  • Fernwärmeheizung: 2018er-Heizkosten plus 6 Prozent
  • Wärmepumpenheizung: 2018er-Heizkosten plus 3 Prozent

Grafik (Titel): co2online