KfW_Förderung_Solarthermie_2020_Zentrale

Solarthermie-Förderung 2020 – so fördert die KfW Solarwärme

Weiter geht’s mit unserer Reihe zur Solarthermie-Förderung 2020. Nachdem wir euch in Teil 1 die Austauschprämie für Ölheizungen, in Teil 2 das novellierte Marktanreizprogramm (MAP) und in Teil 3 förderfähige Anlagen vorgestellt haben, geht es im vorliegenden Teil um die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die euch ebenfalls unterstützt, wenn ihr eure Heizung modernisiert und dabei sogar auf erneuerbar umstellt.

Im Rahmen der Anpassung ihrer Förderprogramme an die bundesdeutschen Klimaziele hat die KfW vor allem ihre Förderung im Bereich Heizen geändert. So ist die Ölheizung raus aus der Förderung, selbst dann, wenn ihr euer Haus zum Effizienzhaus macht (siehe unten). Wichtig: Die Heizungsförderung obliegt nun im Großen und Ganzen dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das seine Förderung zudem von “der Festbetragsförderung auf eine anteilige Förderung umgestellt” hat und sich als “Grundlage für die Berechnung des Zuschusses” künftig der “förderfähigen Investititonskosten” bedient. Das vereinfacht die bisherige BAFA-Heizungsförderung erheblich.

Wir liefern euch hier einen Überblick über die aktuellen Änderungen der KfW-Förderung. Spätestens ab Ende Januar 2020 (genauer: ab dem 24. des Monats) sollen diese in Kraft treten, zum Beispiel gibt’s dann höhere Zuschüsse, laut KfW höhere Tilgungs- und Investitionszuschüsse sowie Kreditbeträge, für energetische Maßnahmen und effiziente Gebäude, was auch bedeutet, dass die Förderung erneuerbarer Energien steigt.

Geänderte KfW-Programme auf einen Blick

  • Energieeffizient Sanieren – Kredit (151/152)

Seit Jahresanfang 2020 wickelt das BAFA die Heizungsförderung für Einzelmaßnahmen nahezu komplett ab. Daher entfällt die KfW-Förderung sowohl für

  • Ölheizungen,
  • als auch für Gasheizungen sowie
  • ergänzende Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Auch das sogenannte Heizungs- und Lüftungspaket entfalle. Ebenso würden seit Jahresbeginn Wärmeerzeuger auf Basis des fossilen Energieträgers Öl, ganz gleich, ob moderne Ölbrennwertheizung oder Öl-BHKW, bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus nicht mehr gefördert. Öl ist out! Die Kosten dafür würden deshalb nicht mehr als  förderfähig angesehen. Gut zu wissen: Für die energetische Berechnung zum KfW-Effizienzhaus ließe sich der nicht förderfähige Wärmeerzeuger allerdings nach wie vor berücksichtigen.

Nah- und Fernwärme sowie die Optimierung der Heizungsanlage fördere die KfW laut Medienberichten auch künftig.

Fürs Sanieren eures Hauses zum KfW-Effizienzhaus oder falls ihr euch sanierten Wohnraum kauft erhöhe sich laut KfW der Tilgungszuschuss um 12,5 Prozent. Der höchstmögliche Kreditbetrag steige demnach um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. Für euch hieße das, dass ihr bis zu 48.000 Euro eures KfW-Kredites nicht zurückzahlen müsstet. Ein stattliches Sümmchen!

Die folgende Tabelle der KfW zeigt euch, wie der KfW-Tilgungszuschuss in Prozent in Abhängigkeit vom Energieeffizienz-Standard eures Gebäudes variiert:

KfW_Förderung_Solarthermie_2020

Beim Erreichen des ENergiestandards Effizienzhaus 55 helfen euch energetische Maßnahmen wie die Heizungsmodernisierung. Wenn ihr beispielsweise mit einer Pelletsheizung Wärme erzeugt, die ihr mit einer Solarthermie-Heizung kombiniert, kommt ihr leicht an dei Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) beziehungsweise in Zukunft des Gebeäudeenergiegesetzes (GEG) heran.

Stebt ihr mit der energetischen Sanierung eures Wohngebäudes keinen KfW-Effizienzhaus-Standard an, erhöht sich der KfW-Tilgungszuschuss bei energetischen Einzelmaßnahmen um 12,5 Prozent. Die maximale Höhe des Kredits belaufe sich auf 50.000 Euro. Für energetische Einzelmaßnahmen könnt ihr daher mit 20 Prozent Tilgungszuschuss von maximal 50.000 Euro Kreditbetrag rechnen, das hieße für euch: 10.000 Euro bräuchtet ihr nicht zurückzuzahlen!

  • Energieeffizient Sanieren – Zuschuss (430)

Der Investitionszuschuss für das Sanieren eures Wohnhauses zum KfW-Effizienzhaus oder für  energetische Einzelmaßnahmen erhöht sich der KfW zufolge um 10 Prozent, die förderfähigen Investitionskosten dafür steigen um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. Die förderfähigen Investitionskosten für Einzelmaßnahmen hingegen bleiben bei 50.000 Euro.

Die Tabelle der KfW zeigt euch die nach Energiestandard variierenden neuen Investitionszuschüsse:

KfW_Förderung_Solarthermie_Investitionszuschuss_2020

  • Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167)

Auch Heizungsanlagen, die sowohl auf erneuerbarer Energie als auch Öl basieren, würden seit Beginn des Jahres ebenfalls nicht merh von der KfW gefördert. Wohl aber könntet ihr auch weiterhin in Ergänzung zum BAFA-Zuschuss mit der KfW-Förderung rechnen für

  • Solarheizungen (Solarthermie-Anlagen),
  • Holzpelletheizungen (Pelletheizungen und Holzvergaserkessel),
  • Wärmepumpen,
  • und Gasheizungen mit Brennwertheizungen kombiniert mit Erneuerbaren Energien.

Energieeffizient Bauen – Kredit (153)

Für euer KfW-Effizienzhaus mit Ölheizung bekommt ihr seit Anfang 2020 keine Förderung mehr.

Foto und Grafiken: KfW-Bildarchiv / Rüdiger Nehmzow (Titelbild), 2 Screenshots von der KfW-Internetseite