neue Solarthermie-Förderung 2020

Solarthermie-Förderung 2020 – so wird solares Heizen jetzt gefördert

Teil 1: Austauschprämie für Ölheizungen

Am vorletzten Tag des Jahres 2019 veröffentlichten das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)  in einer gemeinsamen Pressemitteilung, mit welcher Austauschprämie ihr ab Januar 2020 rechnen könnt, wenn ihr eure  Ölheizung mit einer neuen, effizienteren und damit klimafreundlicheren Heizung ersetzt. Das können Heizungen wie eine Wärmepumpenheizung oder eine Biomasse-Heizung sein, die ihr komplett mit erneuerbaren Energien betreibt. Oder auch moderne Gasheizbrennwertheizungen, die ihr mit einer Solarthermie-Anlage kombiniert, so dass ihr ein hybrides Heizungssystem betreibt, das teilsolar und damit teilerneuerbar läuft. Wir zeigen euch hier, wie viel Fördergeld ihr jetzt vom Staat für eure Heizungsmodernisierung bekommt und wie hoch dei neue Solarthermie-Förderung 2020 ausfällt.

Wir haben es auf unserem Solarthermie-Blog immer wieder thematisiert: Die Wärmewende als unabdingbarer Teil der Energiewende muss auch in jedem privaten Heizungskeller vollzogen werden. Immerhin kann man bislang nur von zwölf Prozent der dort laufenden Heizungen sagen, dass sie energieeffizient arbeiten. Fast ein Drittel der deutschen Privatheizungen (32 Prozent) hätten laut einer Studie des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) schon mindestens 20 Betriebsjahre auf dem Buckel. Diese Heizungen würden demnach aus heutiger Sicht längst als technisch überholt gelten und dem aktuellen Stand meist weit hinterher hängen. Infolgedessen seien ihr Energieverbrauch und damit auch die daraus resultierenden Heizkosten unnötig hoch. Außerdem würden diese veralteten Heizungen deutlich mehr Schadstoffe ausstoßen als moderne Geräte.

Das bringt die Austauschprämie für Ölheizungen

Neue Heizungen arbeiten energiesparend, energiekostensparend und schadstoffsparend. Ein Heizungstausch von alter Heizung gegen eine neue mit Brennwerttechnik könnte den Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent senken, ebenso hoch könnte die Minderung des Schadstoffaustausches ausfallen. Wer zudem den Brennstoff wechselt und von Heizöl auf Heizgas umsteigt, spart nochmal bis zu 15 Prozent CO2-Emissionen.

Zudem ist bekannt, dass viele Hausbesitzer, eine Emnid-Umfrage beziffert ihren Anteil auf satte 39 Prozent, sich für eine neue Heizung entscheiden würden, laut dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ginge es dabei immerhin um 4,7 Millionen Heizungsanlagen, wenn die Austauschprämien vom Staat höher wären als bislang.

Daraufhin hat die deutsche Bundesregierung nun ihre Austauschprämie oder Abwrackprämie für Ölheizungen ausgerufen – als einen Baustein der deutschen Klimapolitik, die das Ziel hat, die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent zu senken. Die Austauschprämie umfasst auch die neue Solarthermie-Förderung 2020.

Bundesminister Peter Altmaier sagte der Presse zur neuen Austauschprämie für Öl-Heizungen und zur neuen Solarthermie-Förderung 2020: „Wer jetzt die Austauschprämie beantragt, kann bares Geld sparen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz tun! Mit der Austauschprämie für Ölheizungen fördern wir zukunftsfähige Investitionen mit bis zu 45 Prozent der Investitionskosten. Das sind gute Nachrichten für alle Hausbesitzer und gute Nachrichten für das Klima.“

Torsten Safarik ist der Präsident des für die Austauschprämie zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Er sagte gegenüber der Presse: „Die neue Austauschprämie für Ölheizungen ist ein weiterer Schritt zum Gelingen der Energiewende. Ab Januar 2020 können Bürgerinnen und Bürger die Austauschprämie beantragen. Der Umstieg auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien wird somit deutlich attraktiver. Für die Antragssteller hat das BAFA ein modernes und schlankes Verfahren entwickelt.“

So hoch fällt die Austauschprämie für Ölheizungen und die neue Solarthermie-Förderung 2020 aus

Wer seine Ölheizung mit einer Heizung ersetze, die ganz und gar mit erneuerbaren Energien betrieben werde, BAFA und Ministerium nennen in der Pressemitteilung als Beispiele eine Wärmepumpenheizung und eine Biomasseheizung, der könne demnach mit einem Förderzuschuss in Höhe von 45 Prozent der Investitionskosten rechnen. Für sogenannte Gas-Hybridheizungen, die neben Gas als Energiequelle auch mit Hilfe von regenerativen Energiequellen wie Solarthermie Wärme erzeugen und dabei auf einen Anteil an erneuerbarer Energie von wenigstens 25 Prozent kommen, gebe es einen Investitionszuschuss von 40 Prozent.

Auch das Marktanreizprogramm (MAP), mit dem der deutsche Staat die Heizungsmodernisierung fördert, wenn ihr von fossilem Heizen auf erneuerbares Heizen umsteigt, wurde novelliert (überarbeitet). In Teil 2 dieser Artikelreihe zeigen wir euch, wie hoch dei neue Solarthermie-Förderung 2020 ausfällt. Bleibt dran!

Foto: checka/photocase