Heizung optimieren

Heizung optimieren (Teil 1): Maßnahmen im Heizungskeller und am Heizkörper

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Die Heizsaison hat begonnen, und ihr fragt euch, ob ihr jetzt noch etwas tun könnt, um möglichst sparsam zu heizen? Ja, eure Heizung optimieren könnt ihr. Einige Maßnahmen erledigt ihr noch heute Abend selbst. Für andere sprecht ihr jetzt einen Fachbetrieb an, damit sie so bald wie möglich umgesetzt werden.

Denn: Maßnahmen zum Heizung optimieren sind wirkungsvoll. Heizen ist der größte Energieposten im Haushalt: Private Haushalte verbrauchten laut VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. im Jahr 2024 rund 625 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Energie, mehr als zwei Drittel davon entfielen auf Raumwärme. Und eine Heizung arbeitet nur dann sparsam und zuverlässig, wenn Wärmeerzeuger, Pumpe, Rohre, Heizkörper, Thermostate und Regelung optimal zusammenspielen. Genau dort liegen in vielen Heizungskellern Einsparpotenziale, die sich auch ohne neue Heizung heben lassen.

In Teil 1 unserer kleinen Artikelreihe erfahrt ihr, welche Maßnahmen bei fast jeder Heizung wirken, was sie kosten, was sie bringen und wo es Geld vom Staat gibt. Weil mehr als die Hälfte aller Wohnungen hierzulande mit Gas beheizt wird (56,1 Prozent im Jahr 2025), gibt es einen eigenen Abschnitt für Gasheizungen. Eine Übersicht zeigt euch außerdem, was ihr als Eigentümer:in oder als Mieter:in tun könnt. Teil 2 widmet sich dann Wärmepumpe, Pelletkessel, Solarthermie und Photovoltaik. Wie ihr mit eurem Verhalten Heizkosten spart, steht in unserem Heizsaison-Artikel.

Erst Heizung checken, dann optimieren

Ein neuer Wärmeerzeuger ist eine große Investition, eine Heizungs-Optimierung kostet meist deutlich weniger. Deshalb lohnt sich als Erstes ein Heizungs-Check. Dabei prüft ein Fachbetrieb, wie effizient eure Heizung arbeitet, und macht energetische Schwachstellen sichtbar. Wer von euch bei der bestehenden Anlage bleibt, holt dank der Bestandsaufnahme mehr aus der vorhandenen Technik heraus. Und wer von euch ohnehin einen Heizungstausch plant, profitiert ebenso von der Bestandsaufnahme.

Heizung optimieren: Die Maßnahmen im Überblick

Diese Maßnahmen kommen für fast jede wassergeführte Heizung infrage, egal, ob diese mit Gas, Pellets oder Wärmepumpe läuft.
Maßnahmen zum Heizung optimieren
Wichtig: Die Werte sind Richtwerte. Was beim Heizungs-Check in eurem Haus konkret  herauskommt, das hängt von eurem Gebäude, euren Heizkörpern und eurem Heizverhalten ab.

Eigentümer:in oder Mieter:in: Wer kann was tun?

An der Heizungsanlage selbst entscheidet in der Regel die:der Eigentümer:in, also bei Mietwohnungen die:der Vermieter:in. Mieter:innen haben deshalb weniger Spielraum, aber immerhin mehr als keinen.

Maßnahmen zum Heizung optimieren Eigentümer vs. Mieter

Wer zur Miete wohnt, kann der:m Vermieter:in konkrete Fragen stellen: Wann war die letzte Wartung? Gibt es einen hydraulischen Abgleich? Sind die Rohre im Keller gedämmt? Der Mieterbund weist laut co2online darauf hin, dass fossile Heizungen gerade in älteren Gebäuden zum Kostenrisiko werden und Miethaushalte besser geschützt werden müssen.

Thermostate und Raumtemperatur: Beginnt bei dem, was ihr sofort ändern könnt

Ein Grad weniger Raumtemperatur spart etwa sechs Prozent Heizenergie. Programmierbare Thermostate helfen euch dabei, weil sie nachts oder bei Abwesenheit absenken und nur dann heizen, wenn Wärme gebraucht wird. Je nach Nutzung lassen sich laut dem Verband VdZ so 5 bis 15 Prozent Heizenergie einsparen. Bei alten Thermostaten lohnt sich ein genauer Blick: Schätzungsweise 75 Millionen Thermostate in deutschen Haushalten sind demnach älter als 20 Jahre. Nach etwa 10 bis 15 Jahren lässt ihre Genauigkeit deutlich nach, Räume werden dann unnötig überheizt oder bleiben zu kühl. Spätestens dann lohnt sich dem Verband VdZ zufolge ein Austausch, am besten gleich gegen moderne, programmierbare Modelle.

Diese zwei Sparmaßnahmen kosten euch gar nichts:

  1. Stellt keine Möbel vor eure Heizkörper und Thermostate und verdeckt sie nicht mit Vorhängen, sonst staut sich die Wärme, das Thermostat regelt zu früh herunter und der Raum bleibt kühl.
  2. Und wenn ein Heizkörper gluckert, ist oft Luft im System. Dann hilft Entlüften, am besten zu Beginn der Heizperiode. Ihr braucht dafür nur einen speziellen Entlüftungsschlüssel, ein Gefäß zum Auffangen von Wasser und einen Lappen. Hört ihr die Geräusche auch nach der Entlüftung noch oder wird der Heizkörper nicht richtig warm, ruft unbedingt einen Fachbetrieb zum Check.

Heizkurve: Die Vorlauftemperatur nur so hoch wie nötig wählen

Die sogenannte Heizkurve legt fest, wie warm das Heizwasser ist, das in die Heizkörper oder die Fußbodenheizung strömt. Diese Vorlauftemperatur sollte immer nur so hoch sein, wie es nötig ist. Denn ist sie zu hoch, wird unnötig Energie verschwendet. Die richtige Einstellung hängt vom Haus, von den Heizflächen und von der Regelung ab. Deshalb gehört sie in Fachhände, am besten in den Termin für den hydraulischen Abgleich, denn die Einstellung der Heizkurve ist dort Teil der geförderten Leistung. Besonders wichtig ist das bei einer Heizungsanlage mit Wärmepumpe: Schon kleine Verbesserungen können den Stromverbrauch hier spürbar senken. Mehr dazu folgt in Teil 2 unserer kleinen Artikelreihe zum Heizung optimieren.

Heizungspumpe: Der unterschätzte Stromverbraucher

Viele ältere Pumpen laufen ständig, ganz gleich, ob gerade Wärme gebraucht wird oder nicht. Hocheffizienzpumpen passen ihre Leistung dagegen automatisch dem tatsächlichen Bedarf an. Der Verband VdZ rechnet ein Beispiel vor: Verbraucht eine alte, ungeregelte Pumpe 800 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr, kann der Verbrauch mit einer modernen Pumpe auf etwa 160 kWh sinken. Das sind rund 640 kWh weniger – bis zu 80 Prozent der daraus resultierenden Stromkosten.

Aber ordnet die Zahl richtig ein: Sie ist ein Beispiel und kein Durchschnittswert. Wie viel ihr konkret spart, hängt von eurer Pumpe ab. Fragt im Angebot deshalb nach dem Stromverbrauch der alten und der neuen Pumpe, dann rechnet ihr es für euer Haus nach. Der Tausch braucht ohnehin einen Fachbetrieb und lässt sich gut mit dem hydraulischen Abgleich verbinden. Gefördert wird er laut co2online im Rahmen der Heizungsoptimierung.

Hydraulischer Abgleich: Jeder Heizkörper bekommt, was er braucht

Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizung so eingestellt, dass alle Räume gleichmäßig warm werden. Ein Fachbetrieb teilt dafür jedem Heizkörper die passende Wassermenge zu. Das spart Energie, erhöht den Komfort und senkt den Verbrauch je nach Quelle um 5 bis 15 Prozent. Der Verband VdZ nennt bis zu 15 Prozent. Typische Zeichen für einen fehlenden Abgleich sind

  • ungleichmäßig warme Räume
  • und ein unnötig hoher Pumpendruck.

Im Einfamilienhaus kostet der Abgleich meist zwischen 650 und 1.250 Euro. Das ist ein Richtwert für ein Haus mit zehn Heizkörpern ohne vorhandene Heizlastberechnung.

Verfahren A oder B? Für den Abgleich gibt es zwei Verfahren: Entweder schätzt euer Fachbetrieb die sogenannte Heizlast pauschal nach Baujahr oder anhand der Größe der vorhandenen Heizkörper (Verfahren A). Bei Verfahren B berechnet der Fachbetrieb die Heizlast raumweise. Wichtig: Nur dieses oder ein gleichwertiges Verfahren erkennen BAFA und Gesetzgeber an. Die Verbraucherzentrale hält das schnellere und günstigere Verfahren A für die meisten Standard-Wohngebäude für ausreichend. Nach einer Sanierung oder vor dem Einbau einer Wärmepumpe lohnt sich Verfahren B fast immer. Für die Förderung ist Verfahren B allerdings Pflicht, und es kostet laut der Verbraucherzentrale 400 bis 600 Euro mehr. Rechnet das vor der Beauftragung unbedingt nach.

Ist der hydraulische Abgleich Pflicht? Gesetzlich vorgeschrieben ist er nach dem Einbau einer neuen Heizung in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten. Für Ein- und Zweifamilienhäuser ergibt sich daraus keine Pflicht, wohl aber eine Voraussetzung für den Zuschuss, wenn ihr die Optimierung fördern lasst.

Rohrdämmung: Für viele Eigentümer:innen keine Kür, sondern Pflicht

Ungedämmte Heizungsrohre im Keller verlieren unnötig Wärme. Das ist aber nicht nur Verschwendung. Nach § 69 Absatz 2 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) müssen Eigentümer:innen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, zugängliche Heizungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen außerhalb beheizter Räume gedämmt werden. Die Mindestdicke regelt Anlage 8 des Gesetzes. Die Pflicht gilt nach der Reform vom Juli 2026 unverändert weiter.

Eine Ausnahme gibt es für Wohngebäude mit höchstens zwei Wohnungen, von denen die Eigentümer:innen eine am 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben. Dort müssen erst neue Eigentümer:innen nach einem Eigentümerwechsel dämmen, und zwar innerhalb von zwei Jahren nach dem ersten Eigentumsübergang nach diesem Stichtag.

Ob die Pflicht in eurem Fall greift, klärt ihr im Zweifel mit eurem Fachbetrieb oder einer Energieberatung.

Doch die Dämmung lohnt sich auch ohne Pflicht. Laut der Verbraucherzentrale NRW lassen sich bis zu 200 kWh Energie pro Meter Rohr sparen.

Niedertemperaturheizkörper und Flächenheizung: Wenn die Heizflächen mitspielen

Wer alte Heizkörper austauschen möchte, hat zwei Möglichkeiten: moderne Heizkörper oder eine Flächenheizung. Beide kommen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen aus und helfen so, Energie zu sparen.

Das ist die aufwendigste Maßnahme in dieser Liste und kein Projekt für zwischendurch. Sie lohnt sich vor allem dann, wenn die Heizflächen die Vorlauftemperatur nach oben treiben, zum Beispiel bei einer Wärmepumpe. Ulf Heidrich, Bereichsleiter Produkte bei uns im Haus Ritter Energie, erklärt folgenden Zusammenhang zwischen Vorlauftemperatur und Effizienz der Wärmepumpe:

Der schlechteste Heizkörper im Haus gibt die maximale Vorlauftemperatur vor. Das ist die höchste Temperatur, die ihr braucht, um bei minus zehn Grad Celsius (°C) Außentemperatur das Gebäude warm zu kriegen. Angenommen diese liegt bei 70 °C. In diesem Fall würde sich der Wirkungsgrad der Wärmepumpe pro 5 °C Absenkung um jeweils 13 Prozent verbessern! Das heißt als Sofortmaßnahme: Ein Auswechseln des schlechtesten Heizkörpers im Haus gegen einen flächenmäßig größeren könnte bewirken, dass sich die Vorlauftemperatur auf 60 °C absenken lässt. Das wiederum bedeutet eine parallele Verschiebung der gesamten Heizkurve nach unten – über die gesamte Heizperiode. Ihr spart dank der Absenkung also im ganzen Heizzeitraum entsprechend.

Gasheizung: So nutzt ihr den Brennwert

Gas ist mit 56,1 Prozent der Wohnungen mit Heizung der verbreitetste Energieträger in Deutschland. Rund 15,1 Millionen Gasfeuerungsanlagen gab es 2024, davon etwa 8,67 Millionen Brennwertgeräte. Ein Brennwertkessel spart nur dann viel, wenn er kondensiert: Das Abgas muss so weit abkühlen, dass der Wasserdampf flüssig wird. Der Taupunkt von Erdgas-Abgas liegt bei etwa 57 °C, und der Rücklauf soll so oft wie möglich darunter liegen.

Warum der hydraulische Abgleich und die Heizkurve hier so wichtig sind: Ohne den hydraulischen Abgleich bekommen weit entfernte Heizkörper zu wenig Wasser, der Rücklauf bleibt zu hoch, und der Brennwertvorteil geht oft verloren. Die Heizkurve soll so niedrig wie möglich und so hoch sein, dass die Räume bei voll geöffneten Thermostaten warm werden. Bei Flächenheizungen sind maximal 45 °C Vorlauf optimal, das verbessert die Bilanz um bis zu 7 Prozent gegenüber Heizkörpern.

Warmwasser und Zirkulation: Die Verbraucherzentrale hält 60 °C am Speicher für üblicherweise ausreichend, zur Legionellenvorsorge nennt sie mindestens 55 °C im gesamten System. Eine Zirkulationspumpe läuft oft rund um die Uhr. Eine Zeitsteuerung ist nur zulässig, wenn die hygienischen Anforderungen erfüllt bleiben, deshalb lasst sie vom Fachbetrieb einstellen.

Eine Abgasverlustmessung ist bei Gas-Brennwertgeräten laut Schornsteinfegerhandwerk nicht vorgesehen.

Wartung: Einmal im Jahr zum Fachbetrieb

Lasst eure Heizung einmal im Jahr von einer Fachkraft warten. So stellt ihr sicher, dass Probleme in der Anlage nicht unbemerkt bleiben und eurem Geldbeutel und der Umwelt unnötig lange schaden. Ein gesetzliches Jahresintervall gibt es laut dem Verband VdZ zwar nicht, viele Hersteller empfehlen die jährliche Wartung aber ausdrücklich. Im Einfamilienhaus kostet sie laut co2online im Schnitt 130 Euro (Spanne 80 bis 220 Euro). Die Lohnkosten könnt ihr steuerlich absetzen: 20 Prozent, höchstens 1.200 Euro im Jahr.

Wenn ihr noch keinen Termin habt, ruft am besten jetzt euren Fachbetrieb an. Wie die Wartung bei Pelletkessel, Wärmepumpe und Solarthermie aussieht, lest ihr in Teil 2.

Wer noch nicht weiß, wo es hakt, beginnt mit dem Heizungs-Check. Einen Fachbetrieb in eurer Nähe findet ihr über die Handwerkersuche auf unserer Paradigma-Internetseite.

Förderung: 15 Prozent Zuschuss für die Heizungsoptimierung

Für die Optimierung einer bestehenden Heizung gibt es einen Zuschuss vom BAFA im Rahmen des Programms “Bundesförderung für effiziente Gebäude”, Einzelmaßnahmen (BEG EM): Er beträgt 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Für den Bonus beim individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) gelten seit der Reform im Juli 2026 neue Bedingungen. Die aktuelle Förderübersicht des BAFA nennt sie. Gefördert werden unter anderem:

  • der hydraulische Abgleich inklusive der Einstellung der Heizkurve
  • der Austausch von Heizungspumpen samt Anpassung von
  • Vorlauftemperatur und Pumpenleistung
  • die Optimierung einer Wärmepumpe
  • die Dämmung von Rohrleitungen
  • Flächenheizungen, Niedertemperaturheizkörper und Wärmespeicher
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

Das müsst ihr beachten:

  • Gefördert wird nur in Bestandsgebäuden mit höchstens fünf Wohneinheiten.
  • Bei wassergeführten Heizsystemen ist ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B (siehe oben) nach dem VdZ-Formular Voraussetzung, und der Wärmeerzeuger muss älter zwei Jahre alt sein.
  • Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 300 Euro brutto. Für die förderfähigen Ausgaben gibt es Höchstgrenzen je Wohneinheit, die aktuelle Höhe steht in der Förderübersicht des BAFA.
  • Den Antrag stellt ihr online beim BAFA, und zwar bevor die Maßnahme beginnt. Erteilt also keinen Auftrag, bevor die Förderfrage geklärt ist.

Heizungsoptimierung oder Heizungstausch?

Tauscht ihr stattdessen den Wärmeerzeuger, läuft die Förderung über die KfW im Programm 458. Dafür gelten seit dem 21. Juli 2026 neue Bedingungen: 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und je nach Einkommen ein Bonus von bis zu 40 Prozent, insgesamt höchstens 80 Prozent. Die Einzelheiten findet ihr in unseren Förderartikeln:

Euer Zeitplan: Was ihr jetzt tun könnt

Heute Abend, selbst erledigt

  • Heizkörper entlüften, Möbel und Vorhänge von Heizkörpern und Thermostaten wegräumen
  • die Raumtemperatur in wenig genutzten Räumen um 1 °C senken
  • alte Thermostate prüfen: Wie alt sind sie, und halten sie die Temperatur?
  • im Keller nachsehen, ob Heizungs- und Warmwasserrohre gedämmt sind

Diese Woche, beim Fachbetrieb

  • Einen Termin für Heizungs-Check oder Wartung anfragen
  • Ein Angebot für den hydraulischen Abgleich einholen und Verfahren B ausdrücklich erwähnen, wenn ihr fördern lassen wollt
  • Die Förderung klären, bevor ihr einen Auftrag erteilt

Dieser Monat bis zum Frühjahr

  • Pumpentausch, Heizkurve und Abgleich terminieren. Welche Arbeiten sich mitten in der Heizsaison umsetzen lassen und welche besser bis zum Sommer warten, entscheidet euer Fachbetrieb.
  • Nach dem hydraulischen Abgleich die Berechnungsunterlagen aushändigen lassen, das empfiehlt die Verbraucherzentrale.
  • Rohrdämmung nachholen, falls sie fehlt

Vor dem nächsten Winter

  • Die jährliche Wartung im Sommer einplanen
  • Prüfen, ob Niedertemperaturheizkörper oder eine Flächenheizung für euer Haus sinnvoll sind

Häufige Fragen zum Heizung optimieren

Lohnt sich eine Heizungsoptimierung überhaupt?

Oft ja. Der Verband VdZ spricht davon, dass schon kleine Optimierungsmaßnahmen merkliche Effekte erzielen. Die Verbraucherzentrale sagt, dass sich ein hydraulischer Abgleich oft innerhalb weniger Jahre rechnet.

Muss ich einen hydraulischen Abgleich machen lassen?

Gesetzlich vorgeschrieben ist er nach dem Einbau einer neuen Heizung in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten. Für die BAFA-Förderung der Heizungsoptimierung ist er immer Voraussetzung.

Muss ich meine Heizungsrohre dämmen?

Wenn bisher ungedämmte, zugängliche Leitungen in unbeheizten Räumen liegen, ja. Für selbst bewohnte Ein- und Zweifamilienhäuser mit langer Eigentümer:innenhistorie gibt es eine Übergangsregel. Im Zweifel klärt ihr den Einzelfall mit eurem Fachbetrieb.

Was kostet ein hydraulischer Abgleich?

Im Einfamilienhaus meist 650 bis 1.250 Euro, für Verfahren B kommen 400 bis 600 Euro hinzu.

Was bedeutet es, wenn die Heizung gluckert?

Oft ist Luft im System. Das beeinträchtigt die Heizleistung, und die Heizkörper werden nicht richtig warm. Entlüften hilft. Bleibt das Problem, prüft am besten ein Fachbetrieb die Anlage.

Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?

Etwa sechs Prozent Heizenergie.

Kann ich meine Heizung mitten in der Heizsaison optimieren?

Einiges ja: Entlüften, Thermostate prüfen, Möbel freiräumen, Raumtemperatur anpassen. Bei Pumpentausch, Abgleich und Rohrdämmung entscheidet euer Fachbetrieb, was sich jetzt noch umsetzen lässt.

Was euch in Teil 2 erwartet: Die Maßnahmen aus diesem Teil gelten für fast jede wassergeführte Heizung. Teil 2 widmet sich den Besonderheiten erneuerbarer Systeme, denn Wärmepumpe, Pelletheizung, Solarthermie und Photovoltaik haben ihre eigenen Stellschrauben: von der Heizkurve über die Pelletlagerung bis zur Frostschutzprüfung der Solaranlage. Teil 2 zeigt euch, was ihr dort jetzt prüfen solltet, und wann Heizung optimieren nicht mehr reicht und ein Austausch ansteht. 

Foto: Africa Studio – Adobe-Stock.com (Titelfoto)