Abholung erwünscht: Förderung für Solare Großanlagen in Österreich

Solarwärme in Österreich

Die Förderaktion des österreichischen Klima- und Energiefonds für solare Großanlagen geht in die 6. Runde – 160 Anlagen wurden bisher gefördert. Drei davon werden in einem Video vorgestellt, das weiter für das Förderprogramm wirbt – also nichts wie ran an den Speck!

Förderung für solare Großanlagen in fünf Themenfeldern

Das Programm fördert die Umsetzung von großen solarthermischen Anlagen mit einer Mindestgröße von 100 m² (außer Themenfeld 5: ab 50 m²) bis zu 2.000 m² Kollektorfläche. Die Förderung wird als Investitionszuschuss pro Megawattstunde (MWh) nutzbarem Solarertrag gewährt (Man merke: Auch in Österreich hat sich offensichtlich eine ertragsbezogene Förderung durchgesetzt!). Die förderfähigen Kosten sind, differenziert nach fünf Themenfeldern, begrenzt:

  1. Solare Prozesswärme in Produktionsbetrieben: maximaler Förderbetrag 1.600 Euro/MWh
  2. Solare Einspeisung in Wärmenetze: 1.300 Euro/MWh
  3. Hohe solare Deckungsgrade (über 20 % am Gesamtwärmebedarf) in Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben: 2.200 Euro/MWh
  4. Solar unterstützte Klimatisierung und deren Kombination mit solarer Warmwasseraufbereitung und Heizung in Zeiten ohne Kühlbedarf: 2.800 Euro/MWh
  5. Neue Technologien und innovative Ansätze: Keine Begrenzung!

Projekte, die in das wissenschaftliche Begleitprogramm aufgenommen werden, erhalten 50 % zusätzlich. Förderfähig sind die Kosten für die Solarthermieanlage inklusive Verrohrung, der Pufferspeicher, die Einbindung der solaren Wärme in den Prozess, die Messinstrumente für die Begleitforschung und in geringem Umfang auch Planungskosten.

Wann und wie bewerben?

Die Förderaktion „ Solarthermie – solare Großanlagen“ läuft vom 22.04.2015 bis zum 24.09.2015. Alle nötigen Unterlagen und Informationen finden sich auf der Webseite der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC), auch der Link zur Registrierung auf der Homepage des Klima- und Energiefonds. Die vollständigen Antragsunterlagen müssen bis 24.09.2015, 12:00 Uhr, online bei der KPC eingehen. Bis spätestens eine Woche vorher muss ein Beratungsgespräch in Anspruch genommen werden.

Antragsprüfung durch die KPC

Ist der Antrag formal richtig gestellt, wählt die KPC die förderfähigen Projekte aus und entscheidet, welche davon in das wissenschaftliche Begleitforschungsprogramm durch das AEE – Institut für Nachhaltige Technologien aufgenommen werden. Die Teilnahme ist für die ausgewählten Projekte verpflichtend.

Im falschen Film?

Interessante Projektbeispiele und O-Töne finden sich in diesem Informationsfilm über Solarschinken, sonnengekühltes Obst und Grazer Fernwärme:

Wo sind die Vakuumröhren?

Doch bei aller Anschaulichkeit und flammenden Plädoyers für das Potential Solarer Großanlagen: Warum wird hier keine einzige Solaranlage mit Vakuumröhrenkollektoren gezeigt? Die Welser Anlage wäre das ultimative Beispiel eines Vorzeigeprojektes, oder? Und worin besteht der Technologievorsprung, den Österreich sich durch das Programm erarbeitet hat? Bei den innovativen Technologien (Themenfeld 5) sind im Programm unter anderem Luftkollektoren, vakuumgedämmte Speicher oder Anlagen zum Stagnationsmanagement aufgelistet sowie der „Einsatz neuer Konzepte zur solarthermischen Deckung von mindestens 70 % des Gesamtwärmebedarfes eines Gebäudes“.

Mehr Solare Großanlagen inner- und außerhalb Österreichs

Auf der Startseite des Klima- und Energiefonds wird ja derzeit für die Mobility Fair auf der Messe Wels geworben. Dort können Vertreter der Energiebranche (und alle anderen Besucher natürlich auch) eine solare Großanlage der Spezies wassergeführte Vakuumröhrenkollektoren bewundern. Und wer noch mehr Anlagenbeispiele für solare Prozesswärme sehen möchte, sei noch dieses Video ans Herz gelegt.

Bild: Filmausschnitt aus dem Film „Solare Großanlagen in Österreich“ des Klima- und Energiefonds

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