Öl plus Solar Solarthermie

Liste unserer besten Projekte des Monats: Öl plus Solar

Wir haben euch bislang zwei Listen unserer besten Projekte des Monats geliefert: Die erste Liste “Pellets plus Solar” zeigt euch alle Referenzen, wo unsere Handwerker des Monats ihren Kunden oder sich selbst im eigenen Haus (Solarteurshaus) zur Heizungsmodernisierung eine Pelletsheizung plus Solarthermie-Anlage installierten. Die zweite Liste “Gas plus Solar” zeigt euch die Referenzen, wo Gasheizungen mit Solarthermie kombiniert wurden. Bleibt die Liste “Öl plus Solar” mit Referenzen, wo Solarthermie-Anlagen die Klimabilanz einer Ölheizung verbessern.

Habt Ihr schon einen Blick auf die beiden anderen Bestenlisten geworfen? Dann werdet ihr festgestellt haben, dass diese deutlich mehr Referenzen aufweisen als die vorliegende Liste. Unsere Handwerker des Monats haben am häufigsten Kombinationen aus Holzpelletsheizungen und Solarthermie-Anlagen verbaut, gefolgt von Gasheizungen und Solaranlagen. Die Kombi aus Ölheizung und Solarthermie-Anlage ist dagegen nur dreimal zum Einsatz gekommen.

Solarthermie-Projekt TSV Pfaffenhausen Bleher Haustechnik
Jürgen Bleher (links), Dirk Staiger und Thomas Leinauer vor dem gelungenen Solarthermie-Projekt TSV Pfaffenhausen. Foto: Bleher

Referenz 1 – Der TSV Pfaffenhausen heizte seine Vereinsgebäude, darunter Sportheim und Stockschützenhaus, vor der Heizungsmodernisierung mit einer Ölheizung und Strom (Warmwasser). Der Verein wollte an beidem sparen: Öl und Strom. Mit dem alten Ölkessel (Nennleistung: 50 kW) und dem Boiler (800 Liter) verbrauchte der Verein 4.000 Liter Heizöl. Bei einem Preis von damals (2009) 0,95 Euro pro Liter kam da eine ordentliche Summe zustande: 3.800 Euro.

Unser Handwerker des Monats, Jürgen Bleher, montierte dem TSV Pfaffenhausen eine Solarstrom-Anlage (Photovoltaik) und eine Solarwärme-Anlage (Solarthermie). Ölkessel und Boiler können weiter benutzt werden. Die Solarthermie-Anlage (Kollektorfläche: 15 Quadratmeter) montierte Jürgen Bleher mit seinem Team auf das Vordach des Sportheims.

Die neue Heizung sollte dafür sorgen, dass dem Verein 20 bis 25 Prozent Kosten ersart würden. Ein Ziel, dass locker übertroffen wurde: Mindestens 38 Prozent sparte die Anlage.

Die neuen Vakuumröhrenkollektoren machten Schluss mit der unwirtschaftlichen Taktung des Ölkessels. Foto: Weber

Referenz 2 – Das Mehrfamilienhaus von Familie Kordmann wurde vor der Heizungsmodernisierung schon per Ölheizung beheizt. Als Unterstützer der Ölheizung fungierte eine Solarthermie-Anlage mit Flachkollektoren. Allerdings war den Kordmanns der Verbauch der Ölheizung zu hoch: Und die flachen Kollektoren brachten zu wenig Ertrag ein. Unser Handwerker des Monats, Martin Weber, fand den Grund dafür heraus: Die Anlage “taktete”.

Anders ausgedrückt: Der Ölkessel sprang im Team mit der Flachkollektor-Anlage zu oft an. Infolgedessen fiel der Brennstoffverbrauch höher aus. Zudem ging das viele “Takten” zu Lasten der Lebensdauer des Heizkessels.

Martin Weber ersetzte die Flachkollektoren mit Vakuumröhrenkollektoren. Der Erfolg dieses “Partnerwechsels” blieb nicht aus: Die Öl-Heizung der Kordmanns konnte fortan von April bis November komplett ausbleiben und insgesamt ergab sich eine spürbare Ersparnis der Heizungskosten.

Solarthermie fürs Außenschwimmbad des Allgäuer Land- und Wellnesshotels Panorama
Das neue Außenschwimmbad vom Allgäuer Land- und Wellnesshotel Panorama soll ebenfalls mit Solarthermie versorgt werden. Foto: Müller

Referenz 3 – Das Land- und Wellnesshotel Panorama ist ein traditionsreiches Familienhotel, das in vierter Generation geführt wird. 2006 installierte unser Handwerker des Monats, Siegfried Müller, dort die ersten Solarthermie-Kollektoren, um die im Hotel laufende Ölheizung zu entlasten. 2009 und 2012 wurde die Anlage erweitert. Die Solarwärmeanlage reduzierte den Brennstoffbedarf von 10.000 Liter Heizöl pro Jahr auf etwa 6.000. Das ist eine Ersparnis an Brennstoff und Brennstoffkosten von 40 Prozent.

Foto: Paradigma